Zarte E-Unterstützung gibt es neuerdings für die Diesel-Versionen des X3, von den vier Abstufungen haben wir uns die zweistärkste gekrallt, also den potenteren der beiden Vierzylinder. Ein Strom-Aggregat boostet den Antrieb mit zusätzlich 11 PS und sorgt auch dafür, dass der X3 des öfteren „segelt“ – beides war jedenfalls gut zu spüren. Den vom Werk versprochenen Verbrauchs-Vorteil konnten wir allerdings nicht erfahren – im Gegenteil: Der xDrive20d genehmigte sich 0,2 Liter als mehr das alte Modell vor drei Jahren. Was aber wohl auch an den diesmal montierten 21-Zöllern lag.
Fahrwerk & Traktion – Als M Sport und mit 21 Zoll-Runflat-Reifen naturgemäß kein Komfort-Wunder, dafür liegt der 1,9-Tonner satt auf der Straße und zeigt auch im Grenzbereich keine Tücken. Feinfühlige und direkte Lenkung. Top: Traktion & Brems-Performance.
Bedienung & Multimedia – 1A-Sitzposition auf gelungenen Sport-Möbeln, gut ablesbare Instrumente (auch die optionalen digitalen), weitgehend problemlose Bedienung – das meiste funktioniert per Dreh-und-Drück-Regler, Touchscreen oder Sprachsteuerung – die aufpreispflichtige Gestensteuerung braucht es nicht. Fein: genug Ablagen, großer Tank (inklusive AdBlue). Kabelloses Handylanden kostet 456 Euro, Smartphone-Spiegeln (nur für iPhones) 354 Euro.
Innen- & Kofferraum – Vorne sehr viel Platz, in Reihe zwei klassenübliche Bewegungsfreiheit. Kofferraum groß genug und gut nutzbar, aber über hohe Ladekante zu befüllen. Fondlehnen 2:1:2 umlegbar (bzw. gegen 156 Euro Aufpreis neigungsverstellbar), Boden bleibt dabei eben. Trenn-Netz serienmäßig.
Dran & Drin – Angesichts des Kaufpreises wenig berauschende Serien-Mitgift, beim teuren „M Sport“ ist immerhin in Sachen Sportlichkeit viel an Bord. Massig Auswahl an Extras, teilweise verpackt in attraktiven Paketen. Top: Material- und Verarbeitungsqualität.
Schutz & Sicherheit – Gutes Basis-Paket an Sicherheits-Features, gegen Aufpreis praktisch alle klassenüblichen Assistenzsysteme bis hin zum teilautonomen Fahren zukaufbar.
Preis & Kosten – Beim Basispreis gleichauf mit Mercedes GLC und Audi Q5 (ebenfalls ein Mild-Hybrid), Alfas Stelvio ist etwas günstiger, der Jaguar F-Pace etwas teurer. Attraktiv in Sachen Sprit-Verbrauch. Nur zwei Jahre garantieähnliche Gewährleistung, dafür lange Service-Intervalle. Gute Werthaltung.







