TEST: Ford Edge 2,0 TDCi Titanium Aut.

27. September 2016
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Ford
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:210 PS
Testverbrauch:7,3 l/100km
Modelljahr:2016
Grundpreis:54.300 Euro

Auf dem Weg zum global einheitlichen Auftritt bringt Ford mit dem Edge nun nach dem Mustang den zweiten Wagen auf europäische Straßen, der sein Leben als US-Car begann. Und ebenso wie der Sport-Ford macht auch der SUV keinen Hehl aus seiner Herkunft. Wo andere Kraxler einen auf Dynamiker machen, gibt der Edge ganz den gemütlichen Reisegleiter – samt sanftem Fahrwerk, aktivem Noise-Cancelling (kennt man von Kopfhörern) und einer gewissen Aura der Gelassenheit, die sich unmittelbar auf den Fahrer überträgt. Dessen natürliche Haltung impliziert also quasi zwingend den linken Ellbogen auf der Tür abzulegen und gemütlich in die bequemen Sitze zu sinken, während draußen die Welt leise an einem vorbei­zieht.

Bei solchen Reisen darf dann freilich gern auch Kind und Kegel dabei sein: Platz-Probleme kennt der knapp über 4,8 Meter lange Ford nicht – weder im Kofferraum noch im Fond. Ebenfalls unter „typisch amerikanisch“ fällt freilich auch, dass man in Sachen Materialien und Interieur-Design nicht ganz mit der europäischen Nobel-Konkurrenz mithalten kann. Aber die kostet ja auch deutlich mehr.

Motor & Getriebe – Der Biturbo-Diesel arbeitet ruhig, sanft und ausreichend kräftig – Spurt-Wunder ist der Edge aber keines. Die (mit dem getesteten 210 PS-Motor obligate) Doppel­kupplung arbeitet ausgezeichnet.

Fahrwerk & Traktion – Sanfte und sehr gemütliche Abstimmung, die Unebenheiten gut wegbügelt, aber auch in Kurven noch Vertrauen auslöst. Sehr leichtgängige, aber präzise Lenkung. Tadellose Bremsen, Traktion dank Allrad kein Problem.

Stock & Stein – Die Elektronik verteilt die Kraft, wie sie gerade gebraucht wird – bei Bedarf auch zu 50 Prozent an Vorder- oder Hinterachse. Keine Sperren, nur durchschnittliche Bodenfreiheit.

Cockpit & Bedienung – Intuitiv, aber nur am Stand tadellos zu bedienendes Infotainment-System. Fein: Ergonomie tadellos, ordentliches Gestühl, gute Übersicht, ausreichend Ablagen.

Innen- & Kofferraum – Viel Platz in beiden Sitzreihen. Großer, ebener Kofferraum, der mittels 2:1 umleg­barer Fondlehnen erweitert werden kann, dann aber nicht mehr ganz eben ist.

Dran & Drin – In der zweiten Ausstattungsstufe Titanium (obligat beim stärkeren der beiden Die­sel) schon ab Werk passabel ausgestattet, darüber hinaus warten ein paar fair kalkulierte Extras. Passable Verarbeitung, Materialien OK.

Schutz & Sicherheit – Übliches Airbag-Aufgebot samt Kniepolster für den Fahrer, so ziemlich alle aktuellen E-Helfer sind ebenfalls Serie.

Sauber & Grün – Für die Größe anständiger Verbrauch. Start/Stopp funktioniert tadellos.

Preis & Kosten – Die Konkurrenz aus Korea (Kia Optima, Hyundai Grand Santa Fe) ist günstiger, die aus Deutschland und Schweden (Mercedes GLE, BMW X5, Volvo XC90) teils deutlich teurer. Plus: fünf Jahre Garantie. Werthaltung vermutlich OK.

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Obwohl das Lenkrad reich an Knopferln ist, findet man sich im Cockpit schnell zurecht – und fühlt sich wohl. Der Kofferraum ist groß und gut nutzbar. Die Abdeck-Rollo hätte ruhig etwas höher positioniert werden können.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Auf dem Weg zum global einheitlichen Auftritt bringt Ford mit dem Edge nun nach dem Mustang den zweiten Wagen auf europäische Straßen, der sein Leben als US-Car begann. Und ebenso wie der Sport-Ford macht auch der SUV keinen Hehl aus seiner Herkunft. Wo andere Kraxler einen auf Dynamiker machen, gibt der Edge ganz den gemütlichen Reisegleiter – samt sanftem Fahrwerk, aktivem Noise-Cancelling (kennt man von Kopfhörern) und einer gewissen Aura der Gelassenheit, die sich unmittelbar auf den Fahrer überträgt. Dessen natürliche Haltung impliziert also quasi zwingend den linken Ellbogen auf der Tür abzulegen und gemütlich in die bequemen Sitze zu sinken, während draußen die Welt leise an einem vorbei­zieht. Bei solchen Reisen darf dann freilich gern auch Kind und Kegel dabei sein: Platz-Probleme kennt der knapp über 4,8 Meter lange Ford nicht – weder im Kofferraum noch im Fond. Ebenfalls unter „typisch amerikanisch“ fällt freilich auch, dass man in Sachen Materialien und Interieur-Design nicht ganz mit der europäischen Nobel-Konkurrenz mithalten kann. Aber die kostet ja auch deutlich mehr.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Biturbo-Diesel arbeitet ruhig, sanft und ausreichend kräftig – Spurt-Wunder ist der Edge aber keines. Die (mit dem getesteten 210 PS-Motor obligate) Doppel­kupplung arbeitet ausgezeichnet. Fahrwerk & Traktion - Sanfte und sehr gemütliche Abstimmung, die Unebenheiten gut wegbügelt, aber auch in Kurven noch Vertrauen auslöst. Sehr leichtgängige, aber präzise Lenkung. Tadellose Bremsen, Traktion dank Allrad kein Problem. Stock & Stein - Die Elektronik verteilt die Kraft, wie sie gerade gebraucht wird – bei Bedarf auch zu 50 Prozent an Vorder- oder Hinterachse. Keine Sperren, nur durchschnittliche Bodenfreiheit. Cockpit & Bedienung - Intuitiv, aber nur am Stand tadellos zu bedienendes Infotainment-System. Fein: Ergonomie tadellos, ordentliches Gestühl, gute Übersicht, ausreichend Ablagen. Innen- & Kofferraum - Viel Platz in beiden Sitzreihen. Großer, ebener Kofferraum, der mittels 2:1 umleg­barer Fondlehnen erweitert werden kann, dann aber nicht mehr ganz eben ist. Dran & Drin - In der zweiten Ausstattungsstufe Titanium (obligat beim stärkeren der beiden Die­sel) schon ab Werk passabel ausgestattet, darüber hinaus warten ein paar fair kalkulierte Extras. Passable Verarbeitung, Materialien OK. Schutz & Sicherheit - Übliches Airbag-Aufgebot samt Kniepolster für den Fahrer, so ziemlich alle aktuellen E-Helfer sind ebenfalls Serie. Sauber & Grün - Für die Größe anständiger Verbrauch. Start/Stopp funktioniert tadellos. Preis & Kosten - Die Konkurrenz aus Korea (Kia Optima, Hyundai Grand Santa Fe) ist günstiger, die aus Deutschland und Schweden (Mercedes GLE, BMW X5, Volvo XC90) teils deutlich teurer. Plus: fünf Jahre Garantie. Werthaltung vermutlich OK.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1474986847729{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1474986764210{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Obwohl das Lenkrad reich an Knopferln ist, findet man sich im Cockpit schnell zurecht – und fühlt sich wohl. Der Kofferraum ist groß und gut nutzbar. Die Abdeck-Rollo hätte ruhig etwas höher positioniert werden können.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-324701ff-4539"][vc_column_text]R4, 16V, Bi-Turbo, 1997 ccm, 210 PS (154 kW), max. Drehmoment 450 Nm bei 2000/min, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4808/1928/1692 mm, Radstand 2850 mm, 5 Sitze, Wendekreis 12,0 m, Reifendimension 235/55 R 19 (Testwagen-Bereifung Conti Sport Contact 5),…

7.3

FAZIT

Reise-Raumgleiter mit typisch-amerikanischem Komfort-Fokus.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 0.86 ( 10 Stimmen)
7

R4, 16V, Bi-Turbo, 1997 ccm, 210 PS (154 kW), max. Drehmoment 450 Nm bei 2000/min, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4808/1928/1692 mm, Radstand 2850 mm, 5 Sitze, Wendekreis 12,0 m, Reifendimension 235/55 R 19 (Testwagen-Bereifung Conti Sport Contact 5), Tankinhalt 68 l, Reichweite 930 km, Kofferraumvolumen 602–1847 l, Leergewicht 1949 kg, zul. Gesamtgewicht 2555 kg, max. Anh.-Last 2200 kg, 0–100 km/h 9,4 sec, Spitze 211 km/h, Steuer (jährl.) € 1054,44, Werkstätten in Österreich 200, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 6,4/5,4/5,8 l, Testverbrauch 7,3 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 149/192 g/km

Offroad-Daten: elektron. geregelter Allradantrieb mit autom. sperrendem Mittel­differenzial; Böschungswinkel v/h 21°/28°, Rampenwinkel 17°, Bodenfreiheit 203 mm, Wattiefe 450 mm

Front- und Seitenairbags v, durchgehende Kopfairbags, Fahrer-Knieairbag, ESP, Bremsassistent, Müdigkeitswarner, Fahrspur-Assistent, autom. Fernlicht, Abbiegelicht, Verkehrsschild-Erkennung, Isofix, heizb. Frontscheibe, Licht- und Regensensor, Innenspiegel autom. abblend., Klimaautomatik, heizbare E-Vordersitze, 8 Zoll-Touchscreen mit Navigation, CD-Radio mit 8 LS und USB-Anschluss, Bluetooth für Telefon und Audio, Sprachsteuerung, Einparkhilfe v/h, Multifunktions-Lederlenkrad, Keyless-Go, Außenspiegel elektr. verstell-, beheiz- und klappbar, Tempomat, E-Heckklappe, 19 Zoll-Aluräder etc.

adaptive LED-Scheinwerfer € 1750,–, Toter Winkel-Assistent € 550,–, Radar-Tempomat € 1100,–, Business Paket (adaptive LED-Scheinwerfer, Navigation, Einpark-Automatik) € 2490,–, Design Paket (Lederpolsterung, Panorama-Schiebedach, Rück­sitze beheizbar, Vordersitze klimatisiert) € 2850,–, Navigation ab € 600,–, adaptive Lenkung € 700,–, Lederpolste­rung ab € 2760,–, Alarmanlage € 250,–, elektr. Panora­ma-Schiebedach € 1300,–, Einpark-Automatik € 800,–, Vordersitze klimatisiert € 1160,–, Standheizung € 1000,–, 20 Zoll-Alufelgen € 800,–, Metallic-Lack € 800,– etc.

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