Die besten Gebrauchtwagen zum Preis des neuen Apple iPhones

22. September 2017
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Allgemein

Letzte Woche startete nicht nur die IAA in Frankfurt sondern es wurde auch das neue Apple iPhone vorgestellt. Das trägt jetzt den Beinamen „X“, hat auf der Vorderseite keinen Knopf mehr und besteht quasi nur noch aus Bildschirm. Alles in Ordnung, wäre da nicht der Preis: aberwitzige 1.150 Euro will das Unternehmen mit dem Apfel für das technische Wunderding in Österreich. Wenn man das in Schilling umrechnet, was eigenartigerweise immer noch gemacht wird, kommt man auf eine Summe von 15.824,33 ATS. Irre.

Aber wir sind ja ein Automagazin und als solches auch bestrebt, vollkommen themenfreie Fakten, wie es auch dieser einer ist, in ein Autothema zu verwandeln – um das Geld müsste es doch auch ein halbwegs anständiges Fahrzeug geben. Wobei „müsste“ nicht das richtige Wort ist, „muss“ schon eher. Der Schreiber hat nämlich sein erstes Auto anno 2007 um einen ähnlichen Betrag gekauft: einen 1997er Peugeot 306 Dreitürer mit „Roland Garros“ Sonderausstattung, einem 1.6er Benziner mit 88 PS und Klima in Dunkelgrün. Der Zustand war eher suboptimal, gefahren ist der kompakte Franzose aber allemal und mit seiner sportlichen Aufmachung und den 15-Zoll Alufelgen ließ er sogar ein wenig Besitzerstolz aufkommen.

Weil aber nicht nur Führerscheinneulinge ein günstiges Auto brauchen, sondern auch Sonnenanbeter, Musiker mit Platzproblemen und Offroadjunkies gerne billig fahren, ist hier eine Auflistung des subjektiv besten Fahrzeugs der jeweiligen Klasse um etwa 1.150 Euro.

Kleinwagen: Mitsubishi Colt

Der kleine Japaner gilt grundsätzlich als solide und günstig, was ihn besonders im Stadtgebiet beliebt macht. In der Preisklasse um 1.150 Euro finden sich häufig die vierte und fünfte Generation. Diese ist zwar nur als Dreitürer zu haben, lockt aber mit besonders schnittiger Form jüngeres Publikum. Natürlich darf man sich für diesen Preis kein Show&Shine-Auto erwarten, aber sauber und mit Alufelgen ausgestattet ist besonders der Colt der fünften Generation nach wie vor ein schicker Kleinwagen.

Hier ein Beispiel.

Alternativen: Nissan Micra, Suzuki Swift, Renault Clio, Opel Corsa, VW Polo

Kompaktwagen: VW Golf 3

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Der Kompakte aus Wolfsburg gehört zu den meistverkauftesten Autos aller Zeiten, ist der Begründer einer ganzen Klasse und immer noch ein häufiger Gast auf österreichischen Straßen. Dass ein gutes Auto nicht viel kosten muss, zeigt spätestens unser Golf-Kauf im 25-Jahre Jubiläumsheft Juli/August 2017 um einen nur dreistelligen Betrag. Das Fazit war überraschend – es war tatsächlich eines dieser „Pensionistenautos“. Erste Hand, immer serviciert und neue Reifen und Wischerblätter an Bord. Wer so ein Exemplar in die Finger bekommt: Kaufen.

Hier ein Beispiel.

Alternativen: Opel Astra, Peugeot 306, Toyota Corolla und teilweise schon Golf 4

Kombi: Opel Astra G Caravan

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Während die kleineren Segmente vor Schnäppchen nur so strotzen, wird es bei Kombis schwer ein gutes Modell zum angepeilten Kurs zu finden. Hier lassen sich eindeutig zwei verschiedene Märkte erkennen: Oberklassekombis mit mehr als 300.000 Kilometern auf der Uhr und vergrößerte Kompakt-Derivate mit Vernunftsmotor. Bei zweiteren sticht vor allem die Kombi-Version des Opel Astra hervor, die überdurchschnittlich oft in der doch sehr kurzen Liste vorkommt, die man erhält wenn man Kombis unter 1.200 Euro sucht.

Hier ein Beispiel.

Alternativen: VW Golf Variant, Ford Focus Traveller, Kia Rio, Renault Megane Kombi

Cabriolet: VW Golf Cabriolet

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Erdbeerkörbchen. Das war der Name, den das Golf Cabrio aufgrund seines Überrollbügels im Volksmund hatte. Grundsätzlich sind die Qualitäten die selben, die auch sein geschlossener Bruder innehat: unglaubliche Auswahl, billige Ersatzteile und eine kultige Form. Natürlich gibt es schönere Cabrios – aber um diesen Preis findet man vermutlich nichts zuverlässigeres. Tipp: im Winter kaufen, dann kann man noch mehr sparen.

Hier ein Beispiel.

Alternativen: Suzuki Swift, Peugeot 306 oder 206cc, Fiat Punto, Opel Astra

Coupe: Opel Calibra

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Der Erbe der legendären Manta-Serie hatte lange einen zweifelhaften Ruf. Mittlerweile sind aber besonders die stärkeren Varianten (Turbo, 4×4) im Aufwind. Für den Preis eines iPhones bekommt man zwar keinen der gesuchten Calibras, wohl aber halbwegs gepflegte Exemplare, die noch viel Fahrspaß versprechen. Hier heißt es wie so oft: suchen, suchen, Geduld bewahren und nochmal suchen.

Hier ein Beispiel.

Alternativen: Ford Puma, Mazda MX-3, Honda Prelude, Hyundai Tiburon

 

Offroader: Chevrolet Blazer

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Allradantrieb, ein drehmomentstarker Motor und eine robuste Karosserie: fertig ist das optimale Geländeauto. Dass man um diesen Preis keinen Luxus-SUV bekommt ist keine Überraschung, dass man sich trotzdem in dicke Lederpolster kuscheln darf schon. Im unteren Preisbereich gibt es erstaunlich viele Chevy Blazer mit dem unbeliebten V6 Motor. Schlecht für die Verkäufer, gut für Sparfüchse.

Hier ein Beispiel.

Alternativen: Opel Frontera, Jeep Cherokee, Lada Taiga

 

 

Bilder: VW, OPEL, Mitsubishi, Apple

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