TEST: Lexus NX 300h AWD F SPORT

16. Juli 2018
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Lexus
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:197 PS
Testverbrauch:7,3 l/100km
Modelljahr:2018
Grundpreis:58.990 Euro

Den Lexus NX Modelljahr 2018 werden auf der Straße wohl nur Kenner als neues Auto identifizieren können: Ein bisserl breiter gewordener Grill, neue LED-Scheinwerfer und Rückleuchten sowie dezente Retuschen am hinteren Stoßfänger mussten äußerlich fürs Facelift reichen. Auch innen fällt hauptsächlich der auf 10,3 Zoll angewachsene Infotainment-Monitor als Neuerung auf.

Der Rest ist altbekannt: Das hochwertige und fein verarbeitete, aber zerklüftete Cockpit mitsamt seinem Notebook-ähnlichem Touchpad etwa, das während der Fahrt nahezu unmöglich und auch im Stand nur umständlich zu bedienen ist. Glücklicherweise gibt es aber mit den Lenkradtasten und der Sprachsteuerung gute Alternativen, das sonst flotte Infotainment-System unterwegs zu nutzen. Keine Alternative mehr gibt es hingegen zum ebenfalls bekannten und passabel dimensionierten Allrad-Hybridantrieb, der 238 PS starke Turbo (vulgo 200t) wurde gestrichen. Beim Strom/Benzin-Zwitter bestraft das stufenlose Getriebe das Ver­langen nach flotterem Vortrieb nach wie vor mit lautem Motorheulen – das kann die teurere Plug-In-Konkurrenz, beispielsweise von Mercedes oder Volvo, besser.

Motor & Getriebe – Das Zusammenspiel von E-Motor und Verbrenner läuft tadellos, das durch das stufen­lose Getriebe angestrengte Heulen des Saugers bei größerer Last wiegt das zugkraftunterbrechungsfreie Tun der CVT-Automatik wieder auf.

Fahrwerk & Traktion – Straff ausgelegtes Fahrwerk, anfällig gegenüber kurzen Schlägen. Sicheres Unter­steuern im Grenzbereich, das humorlose ESP hat alles fest im Griff. Leichtgängige und direkte Steuerung mit passablem Lenk-Gefühl. Solide Bremsen, Traktion kein Thema.

Cockpit & Bedienung – Etwas entschlacktes, aber immer noch knopferlreiches Cockpit mit unpraktischer Touchpad-Bedienung. Ergonomie freilich tadellos, feines Gestühl, Übersicht OK. Minus: großer Wendekreis, we­nig Ablagen.

Innen- & Kofferraum – Vorn angenehm luftig, hinten maximal für zwei Durchschnitts-Österreicher bequem. Mehr als passabler Kofferraum, durch 2:1 umlegbare Rückbank ohne Stufe erweiterbar, für einen Hybrid großes Unterflurfach.

Dran & Drin – Als ausnahmslos mit Allrad lieferbarer F SPORT gut bestückt. Navigation muss wie auch einige Sicherheits-Features extra berappt werden, ist aber wie alle Extras in der überschaubaren Aufpreis­-
liste fair bepreist. Tadellose Verarbeitung, feine Materialien.

Schutz & Sicherheit – Acht Airbags und – wenn auch teilweise gegen Aufpreis – viele aktuelle Sicherheits-Assistenten an Bord.

Sauber & Grün – Testverbrauch deutlich über der Hersteller-Angabe, angesichts von Allrad, Leistung und Ge­wicht aber vertretbarer Durst – zumindest bei vorausschauender Fahrweise.

Preis & Kosten – Plattform-Bruder Toyota RAV4 Hybrid ist günstiger, die Plug-In-Alternativen Volvo XC60 T8 oder Mercedes GLC 350 e sind deutlich stärker und teurer. Lange Garantie und solide Werthaltung, aber sehr dünnes Werkstatt-Netz.

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NX-Cockpit: Sitzposition und Übersicht sind gut, das Design ist eigenständig, die Bedienung aber nicht perfekt. Vorteil der im Vergleich zu Plug-In-Hybriden kleineren Batterie: ein durchaus brauchbares und nicht von Akkus eingenommenes Unterflurfach.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Den Lexus NX Modelljahr 2018 werden auf der Straße wohl nur Kenner als neues Auto identifizieren können: Ein bisserl breiter gewordener Grill, neue LED-Scheinwerfer und Rückleuchten sowie dezente Retuschen am hinteren Stoßfänger mussten äußerlich fürs Facelift reichen. Auch innen fällt hauptsächlich der auf 10,3 Zoll angewachsene Infotainment-Monitor als Neuerung auf. Der Rest ist altbekannt: Das hochwertige und fein verarbeitete, aber zerklüftete Cockpit mitsamt seinem Notebook-ähnlichem Touchpad etwa, das während der Fahrt nahezu unmöglich und auch im Stand nur umständlich zu bedienen ist. Glücklicherweise gibt es aber mit den Lenkradtasten und der Sprachsteuerung gute Alternativen, das sonst flotte Infotainment-System unterwegs zu nutzen. Keine Alternative mehr gibt es hingegen zum ebenfalls bekannten und passabel dimensionierten Allrad-Hybridantrieb, der 238 PS starke Turbo (vulgo 200t) wurde gestrichen. Beim Strom/Benzin-Zwitter bestraft das stufenlose Getriebe das Ver­langen nach flotterem Vortrieb nach wie vor mit lautem Motorheulen – das kann die teurere Plug-In-Konkurrenz, beispielsweise von Mercedes oder Volvo, besser.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Das Zusammenspiel von E-Motor und Verbrenner läuft tadellos, das durch das stufen­lose Getriebe angestrengte Heulen des Saugers bei größerer Last wiegt das zugkraftunterbrechungsfreie Tun der CVT-Automatik wieder auf. Fahrwerk & Traktion - Straff ausgelegtes Fahrwerk, anfällig gegenüber kurzen Schlägen. Sicheres Unter­steuern im Grenzbereich, das humorlose ESP hat alles fest im Griff. Leichtgängige und direkte Steuerung mit passablem Lenk-Gefühl. Solide Bremsen, Traktion kein Thema. Cockpit & Bedienung - Etwas entschlacktes, aber immer noch knopferlreiches Cockpit mit unpraktischer Touchpad-Bedienung. Ergonomie freilich tadellos, feines Gestühl, Übersicht OK. Minus: großer Wendekreis, we­nig Ablagen. Innen- & Kofferraum - Vorn angenehm luftig, hinten maximal für zwei Durchschnitts-Österreicher bequem. Mehr als passabler Kofferraum, durch 2:1 umlegbare Rückbank ohne Stufe erweiterbar, für einen Hybrid großes Unterflurfach. Dran & Drin - Als ausnahmslos mit Allrad lieferbarer F SPORT gut bestückt. Navigation muss wie auch einige Sicherheits-Features extra berappt werden, ist aber wie alle Extras in der überschaubaren Aufpreis­- liste fair bepreist. Tadellose Verarbeitung, feine Materialien. Schutz & Sicherheit - Acht Airbags und – wenn auch teilweise gegen Aufpreis – viele aktuelle Sicherheits-Assistenten an Bord. Sauber & Grün - Testverbrauch deutlich über der Hersteller-Angabe, angesichts von Allrad, Leistung und Ge­wicht aber vertretbarer Durst – zumindest bei vorausschauender Fahrweise. Preis & Kosten - Plattform-Bruder Toyota RAV4 Hybrid ist günstiger, die Plug-In-Alternativen Volvo XC60 T8 oder Mercedes GLC 350 e sind deutlich stärker und teurer. Lange Garantie und solide Werthaltung, aber sehr dünnes Werkstatt-Netz.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1531734746369{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1531734369993{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]NX-Cockpit: Sitzposition und Übersicht sind gut, das Design ist eigenständig, die Bedienung aber nicht perfekt. Vorteil der im Vergleich zu Plug-In-Hybriden kleineren Batterie: ein durchaus brauchbares und nicht von Akkus eingenommenes Unterflurfach.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43888c-79a2"][vc_column_text]R4, 16V, 2494 ccm, 155 PS (114 kW) bei 5700/min, max. Drehmoment 210 Nm bei 4400–4900/min, E-Motoren: Drehstrom-Synchronmotor mit Dauermagnet vorn 142 PS (75 kW), 270 Nm, hinten 68 PS (50 kW), 139 Nm; Systemleistung 197 PS (150 kW), stufenlose Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4680/1845/1645 mm, Radstand 2660 mm, 5…

6.5

FAZIT

Hochwertiger Premium-Hybrid-SUV, scharf gezeichnet, brav beim Fahren.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.76 ( 14 Stimmen)
7

R4, 16V, 2494 ccm, 155 PS (114 kW) bei 5700/min, max. Drehmoment 210 Nm bei 4400–4900/min, E-Motoren: Drehstrom-Synchronmotor mit Dauermagnet vorn 142 PS (75 kW), 270 Nm, hinten 68 PS (50 kW), 139 Nm; Systemleistung 197 PS (150 kW), stufenlose Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4680/1845/1645 mm, Radstand 2660 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,4 m, Reifendi­mensi­on 235/55 R 18 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Blizzak LM-80 Evo), Tankinhalt 56 l, Reichweite 765 km, Kofferraumvolumen 555–1600 l, Leergewicht 1905 kg, zul. Gesamt­gewicht 2395 kg, max. Anh.-Last 1500 kg, 0–100 km/h 9,2 sec, Spitze 180 km/h, Steuer (jährl.) € 685,44, Werkstätten in Österreich 7, Ölwechsel/Service alle 15.000/30.000 km (mind. alle 1/2 Jahre), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 5,4/5,2/5,3 l, Testverbrauch 7,3 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 123/169 g/km

Front-, Seiten- und Knieairbags vorne, durchgehende Kopfairbags, Notbremsassistent, LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Sportlederlenkrad elektr. verstellbar, Keyless Go, Einparkhilfe v/h, Rückfahrkamera, Lederpolsterung, Bluetooth für Telefon und Audio, CD-Radio mit 8 LS sowie USB-AUX-Anschluss und 7 Zoll Dis­play, Regensensor, Radar-Tempomat, abgedunkelte Scheiben ab B-Säule, E-Heckklappe, el. verst. Sportledersitze, Sportfahrwerk, Sitzheizung v, Aluräder etc.

Metallic-Lack € 1270,–, Navigation (10,3 Zoll Display, 10 LS, etc) ab € 1905,–,  adaptives Fahrwerk € 1143,–, E-Glas-Hub/Schiebedach € 1143,–, Panoramadach € 572,–, induktive Ladestation fürs Smartphone € 318,–, Head-up Display € 1524,–, Seat-Pack (Sitzheizung v/h, Sitzlüftung v etc.) € 1778,–

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