Test: Skoda Kodiaq 2.0 TSI 4×4 RS

23. September 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Skoda
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:245 PS
Testverbrauch:9,1 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:62.820 Euro

Der teuerste Skoda aller Zeiten ist ein potenter SUV – seit dem Kodiaq-Facelift vor rund einem halben Jahr wird das sportliche Topmodell RS von einem Benziner befeuert. Die GTI-Maschine leistet 245 PS und ersetzt den ähnlich starken Diesel, der bei seiner Einstellung vor gut einem Jahr noch knapp an der 60.000er-Marke geschrammt ist – Bruder Otto liegt jetzt NoVA-bedingt deutlich drüber. Dafür bietet er ­spürbar bessere Fahrleistungen bei gerade einmal 0,7 Litern mehr Verbrauch, zumindest laut Prospekt.

Ein Sportler wird der Kodiaq auch als Benziner-RS nicht, das Fahrwerk bietet selbst hier fast 20 Zentimeter Bodenfreiheit, es gibt einen Offroad-Modus und gegen 332 Euro Aufpreis ein Schlechtwege-Paket mit Unterfahrschutz. Dazu ist der große und bis zu siebensitze SUV selbst im Sport-Modus der adaptiven Dämpfer nicht ruppig. Dynamisch ist in diesem Fahrprogramm freilich der Motor-Sound, am Stand etwa brabbelt es aus den zwei Auspuff-Endrohren hinten, als würden vorne doppelt so viele Zylinder werken. Mehr noch als die roten Kontrastnähte (am nicht belederten Armaturenbrett sind sie fake) und das Carbon-Dekor gefallen innen die Sportsitze – sie treffen den Kodiaq-Charakter sehr gut: komfortabel und vor allem in Sachen Optik sportlich. Gut so!

Motor & Getriebe – Der Zweiliter-Benziner hat genug Kraft für den großen SUV und klingt angenehm sportlich, auf Knopfdruck noch verstärkt. Die gelungene Doppelkupplung ist im Normal-Modus um tiefe Touren bemüht.

Fahrwerk & Traktion – Recht komfortabel abgestimmt, die Adaptiv-Dämpfer agieren auch im Sport-Modus nicht ungemütlich. Nicht zu starke Wankneigung und keine Lastwechsel-Tücken in flotten Kurven, Traktion dank Allrad nie ein Problem. Dank ­Progressiv-Lenkung ansatzweise agiles Handling, tadellose Bremsen.

Bedienung & Multimedia – Sehr gute Sitzposition, hohe Bedienfreude. Das Bildschirm-Upgrade um einen Zoll in der ­Diagonale ist unnötig, kostet es doch über 1000 Euro und die praktischen Drehregler. Gut ablesbare, wandelbare Digital-Instrumente. Passable Sprachsteuerung. Induktives Handyladen kostet extra, kabellose Smart-
phone-Integration ab Werk. Viele praktische Detail-Lösungen, nicht alles davon Serie. Genug Ablagen.

Innen- & Kofferraum – Viel Platz für Passagiere und Gepäck. Um 17 Zentime­ter im Verhältnis 2:1 verschiebbare Fondbank, ­deren 2:1:2 geteilte Lehne kann man in der Neigung verstellen – klappt man sie vor, bleibt die Ladefläche dank doppeltem Boden eben. Extras: Gepäcknetz um 91 Euro, Trenn-Netz um 200 Euro, ­Sensor-Steuerung für die E-Heckklappe um 222 ­Euro.

Dran & Drin – Als sportliches Topmodell ordentlich ausgestattet (u.a. Navi, 20-Zöller, Sitz- und Lenkradheizung, E-Fahrersitz). Nicht zu teure Extras. Fast durchgehend sympathische Materialien, gute Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Mittelmäßige Luftpolster-Bestückung, gegen Aufpreis Seitenairbags hinten. Gutes Aufkommen an Assistenzsystemen, aktive Spurführung als Extra.

Preis & Kosten – Konkurrenz gibt’s nur konzernintern: Die Plattform-Brüder VW Tiguan Allspace und vor allem Seat Tarraco sind mit demselben Motor deutlich günstiger, wenn auch nicht so gut bestückt. Praxis-Verbrauch im Rahmen. Die Zweijahres-Garantie kann für 449 Euro auf fünf Jahre bzw. 100.000 Kilometer erweitert werden (bei 150.000 sind es 500 Euro mehr). Top: Inspektions-Intervalle & Werkstattnetz-Dichte.

Mit roten Nähten, Carbon-Dekor und schwarzem Dachhimmel wird das auf angenehme Weise konservative Cockpit aufgewertet. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der teuerste Skoda aller Zeiten ist ein potenter SUV – seit dem Kodiaq-Facelift vor rund einem halben Jahr wird das sportliche Topmodell RS von einem Benziner befeuert. Die GTI-Maschine leistet 245 PS und ersetzt den ähnlich starken Diesel, der bei seiner Einstellung vor gut einem Jahr noch knapp an der 60.000er-Marke geschrammt ist – Bruder Otto liegt jetzt NoVA-bedingt deutlich drüber. Dafür bietet er ­spürbar bessere Fahrleistungen bei gerade einmal 0,7 Litern mehr Verbrauch, zumindest laut Prospekt. Ein Sportler wird der Kodiaq auch als Benziner-RS nicht, das Fahrwerk bietet selbst hier fast 20 Zentimeter Bodenfreiheit, es gibt einen Offroad-Modus und gegen 332 Euro Aufpreis ein Schlechtwege-Paket mit Unterfahrschutz. Dazu ist der große und bis zu siebensitze SUV selbst im Sport-Modus der adaptiven Dämpfer nicht ruppig. Dynamisch ist in diesem Fahrprogramm freilich der Motor-Sound, am Stand etwa brabbelt es aus den zwei Auspuff-Endrohren hinten, als würden vorne doppelt so viele Zylinder werken. Mehr noch als die roten Kontrastnähte (am nicht belederten Armaturenbrett sind sie fake) und das Carbon-Dekor gefallen innen die Sportsitze – sie treffen den Kodiaq-Charakter sehr gut: komfortabel und vor allem in Sachen Optik sportlich. Gut so![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Zweiliter-Benziner hat genug Kraft für den großen SUV und klingt angenehm sportlich, auf Knopfdruck noch verstärkt. Die gelungene Doppelkupplung ist im Normal-Modus um tiefe Touren bemüht. Fahrwerk & Traktion - Recht komfortabel abgestimmt, die Adaptiv-Dämpfer agieren auch im Sport-Modus nicht ungemütlich. Nicht zu starke Wankneigung und keine Lastwechsel-Tücken in flotten Kurven, Traktion dank Allrad nie ein Problem. Dank ­Progressiv-Lenkung ansatzweise agiles Handling, tadellose Bremsen. Bedienung & Multimedia - Sehr gute Sitzposition, hohe Bedienfreude. Das Bildschirm-Upgrade um einen Zoll in der ­Diagonale ist unnötig, kostet es doch über 1000 Euro und die praktischen Drehregler. Gut ablesbare, wandelbare Digital-Instrumente. Passable Sprachsteuerung. Induktives Handyladen kostet extra, kabellose Smart- phone-Integration ab Werk. Viele praktische Detail-Lösungen, nicht alles davon Serie. Genug Ablagen. Innen- & Kofferraum - Viel Platz für Passagiere und Gepäck. Um 17 Zentime­ter im Verhältnis 2:1 verschiebbare Fondbank, ­deren 2:1:2 geteilte Lehne kann man in der Neigung verstellen – klappt man sie vor, bleibt die Ladefläche dank doppeltem Boden eben. Extras: Gepäcknetz um 91 Euro, Trenn-Netz um 200 Euro, ­Sensor-Steuerung für die E-Heckklappe um 222 ­Euro. Dran & Drin - Als sportliches Topmodell ordentlich ausgestattet (u.a. Navi, 20-Zöller, Sitz- und Lenkradheizung, E-Fahrersitz). Nicht zu teure Extras. Fast durchgehend sympathische Materialien, gute Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - Mittelmäßige Luftpolster-Bestückung, gegen Aufpreis Seitenairbags hinten. Gutes Aufkommen an Assistenzsystemen, aktive Spurführung als Extra. Preis & Kosten - Konkurrenz gibt’s nur konzernintern: Die Plattform-Brüder VW Tiguan Allspace und vor allem Seat Tarraco sind mit demselben Motor deutlich günstiger, wenn auch nicht so gut bestückt. Praxis-Verbrauch im Rahmen. Die Zweijahres-Garantie kann für 449 Euro auf fünf Jahre bzw. 100.000 Kilometer erweitert werden (bei 150.000 sind es 500 Euro mehr). Top: Inspektions-Intervalle & Werkstattnetz-Dichte.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1663923395164{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1663922513260{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Mit roten Nähten, Carbon-Dekor und schwarzem Dachhimmel wird das auf angenehme Weise konservative Cockpit aufgewertet. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top:…

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FAZIT

Sportlich angehauchter Groß-SUV ohne echte Schwächen.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

 R4, 16V, Turbo, 1984 ccm, 245 PS (180 kW) bei 5000–6500/min, max. Drehmoment 370 Nm bei 1600–4300/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4699/1882/1686 mm, Radstand 2790 mm, 5/7 Sitze, Wendekreis 12,2 m, Reifendimension 235/45 R 20, Tankinhalt 58 l, Reichweite 640 km, Kofferraumvolumen 835–2065 l, Leergewicht (EU) 1794 kg, zul. Gesamtgewicht 2390 kg, max. Anh.-Last 2300 kg, 0–100 km/h 6,5 sec, Spitze 234 km/h, Steuer (jährl.) € 1762,56, Werkstätten in Österreich 203, ­Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbrauch kombiniert 8,6 l, Testverbrauch 9,1 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 196/209 g/km

sechs Airbags plus Fahrerknie-Airbag, Müdigkeits-Erkennung, Spurhalte-Assistent, Abstandsregel-Tempomat, Verkehrszeichen-Erkennung, Einparkhilfe v+h, Parklenk-Assistent, Rückfahrkamera, Licht- und Regensensor, Fernlicht-Assistent, Matrix-LED-Licht, adaptive Dämpfer, el. klappbare Außenspiegel, digitale Instrumente 10 Zoll, E-Heckklappe, aut. abblend. Innenspiegel, Sportsitze (fahrerseitig el. verstellbar mit Memory), Leder/Alcantara-Polsterung, Zweizonen-Klimaautomatik, E-Parkbremse, 20 Zoll-Aluräder, beheizb. Multifunktions-Sportlederlenkrad, 8 Zoll-Touchscreen-Multimediasystem mit DAB-Tuner und USB-C/SD-Slot sowie 8 LS, Navigation, Smartphone-Integration, abgedunkelte Fondscheiben, Sitzheizung v, schlüsselloser Zugang etc. 

Fond-Seitenairbags € 380,– (proaktiver Insassenschutz dazu € 193,–), adaptive Spurführung € 187,–, schwenkb. Anhängekupplung € 886,–, E-Panorama-Schiebedach € 1415,–, Lederpolsterung € 1675,–, induktives Handyladen € 357,–, Sonnenschutz-Rollos in den Fondtüren € 211,– (mit Türkantenschutz € 373,–), Standheizung € 1714,–, E-Beifahrersitz mit Memory € 621,–, 9,2 Zoll-Touchscreen € 1090,–, Sitzheizung h € 207,–, Metallic-Lack ab € 280,–, dritte Sitzreihe € 1169,– etc.

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