TEST: Suzuki Swift 1,2 Dualjet SHVS Allgrip

2. August 2017
21.951 Views
Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Suzuki
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:90 PS
Testverbrauch:5,4 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:19.490 Euro

Eigentlich ist dieser Suzuki konkurrenzlos – denn es gibt praktisch keinen Klein­­­­­wa­gen mit Allradantrieb abgesehen vom mickrigeren und billigeren Fiat Panda sowie dem weit teureren und supersportlichen Audi S1. Und natürlich dem kleinen Mar­ken-Bruder Ignis, den wir uns in der März-Ausgabe vorgeknöpft haben – doch auch der wirkt gegen den neuen Swift irgendwie kindlich. Suzukis großer Kleiner fährt sich auch spürbar erwachsener. Dazu passt, dass Innen- und Kofferraum beim Mo­dell­wech­sel deutlich zulegen konnten – vor allem die Kniefreiheit im Fond ist nun besser als der Klassenschnitt. Richtung Klassenschnitt aufholen konnten die Ellbogen­frei­heit, ge­wach­sen ist die Swift-Karosserie ja bloß in der Breite.

Erstaunlich niedrig blieb das Leergewicht des kleinen Japaners, unter 1000 Kilo sind es selbst in der von uns getesteten Top-Variante mit Allradantrieb und Mild-Hybrid-Sys­tem. Was bringt die viele Technik? 4WD auf jeden Fall spürbar mehr als die paar Zusatz-Newtonmeter, die der kleine Elektromotor beim Beschleunigen zu­schießt – ein Durchzugs-Wunder ist der Swift damit jedenfalls nicht. Wer Bulligkeit sucht, muss zum Einliter-Dreizylinder-Turbo greifen. Der kostet sogar 1500 Euro weniger. Dafür ist der Swift dann nicht mehr so einzigartig, weil ihm der Allradantrieb fehlt.

Motor & Getriebe – Der vibrationsarme Vierzylinder ist mittelmäßig drehfreudig, der E-Motor schießt, sofern zuvor durch Schubbetrieb genug rekuperiert wurde, Drehmoment zu, sonderlich bullig ist der Antrieb damit aber trotzdem nicht. Tadellos: die Schaltung.

Fahrwerk & Traktion – Guter Federungskomfort, dafür neigt sich der (als Allradler um 2,5 Zentimeter hö­her gelegte) Kleinwagen in flotten Kurven – Lastwechsel-Tücken gibt es dabei nicht. Traktion tadellos, Lenkung ohne Schwächen, auch die Bremsen können überzeugen.

Cockpit & Bedienung – Gute Sitzposition, die Möbel selbst geben passablen Seitenhalt, sind allerdings sehr straff. Ärgerfreie Bedienung, manch virtuelle Touchscreen-Taste könnte freilich größer sein. Minus: One Touch nur fürs Fahrer-Fenster, Verbrauchsanzeige in Kilo­meter pro Liter. Ausreichend Ablagen. Keine Einparkhilfe, aber Rückfahr­kamera.

Innen- & Kofferraum – Alle Innenmaße mindestens im Klassenschnitt, top ist die Innenhöhe vor­­ne und die Fond-Kniefreiheit. Kofferraum nun groß genug, allerdings hohe Lade­kante und mangels doppeltem Boden ebensolche Stufe nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen.

Dran & Drin – Für einen Kleinwagen wirklich sehr gut bestückt – dafür gibt es praktisch keine Ex­tras. Viel Hartplastik im Innenraum, immerhin solide verarbeitet. Ohne Allrad satte 2700 Euro billiger. Automatik nur mit Frontantrieb und schlechterer Ausstattung.

Schutz & Sicherheit – Klassenüblicher Polster-Schutz – die serienmäßige Armada an Assistenzsystemen ist freilich kleinwagen-untypisch top.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch angesichts des Allradantriebs noch im grünen Bereich. Sehr gutes Start/Stopp-System.

Preis & Kosten – Als Allrad-Kleinwagen im Grunde konkurrenzlos, billiger gäbe es nur Bruder Ignis und den Fiat Panda – beide sind kleiner und etwas güns­tiger, der Itali­ener freilich ärmlicher bestückt. Suzuki-Plus: drei Jahre Garantie. Vermutlich leicht wiederzu­verkaufen.

suzuki_swift_01_May

Neuer Swift innen: unten abgeflachtes Sportlenkrad, rundherum viel Hartplastik, immerhin adrett angerichtet. Im Bordcomputer wartet eine Kraftfluss-Anzeige wie bei einem „echten“ Hybrid-Auto, der E-Motor-Boost ist allerdings kaum zu spüren.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Eigentlich ist dieser Suzuki konkurrenzlos – denn es gibt praktisch keinen Klein­­­­­wa­gen mit Allradantrieb abgesehen vom mickrigeren und billigeren Fiat Panda sowie dem weit teureren und supersportlichen Audi S1. Und natürlich dem kleinen Mar­ken-Bruder Ignis, den wir uns in der März-Ausgabe vorgeknöpft haben – doch auch der wirkt gegen den neuen Swift irgendwie kindlich. Suzukis großer Kleiner fährt sich auch spürbar erwachsener. Dazu passt, dass Innen- und Kofferraum beim Mo­dell­wech­sel deutlich zulegen konnten – vor allem die Kniefreiheit im Fond ist nun besser als der Klassenschnitt. Richtung Klassenschnitt aufholen konnten die Ellbogen­frei­heit, ge­wach­sen ist die Swift-Karosserie ja bloß in der Breite. Erstaunlich niedrig blieb das Leergewicht des kleinen Japaners, unter 1000 Kilo sind es selbst in der von uns getesteten Top-Variante mit Allradantrieb und Mild-Hybrid-Sys­tem. Was bringt die viele Technik? 4WD auf jeden Fall spürbar mehr als die paar Zusatz-Newtonmeter, die der kleine Elektromotor beim Beschleunigen zu­schießt – ein Durchzugs-Wunder ist der Swift damit jedenfalls nicht. Wer Bulligkeit sucht, muss zum Einliter-Dreizylinder-Turbo greifen. Der kostet sogar 1500 Euro weniger. Dafür ist der Swift dann nicht mehr so einzigartig, weil ihm der Allradantrieb fehlt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der vibrationsarme Vierzylinder ist mittelmäßig drehfreudig, der E-Motor schießt, sofern zuvor durch Schubbetrieb genug rekuperiert wurde, Drehmoment zu, sonderlich bullig ist der Antrieb damit aber trotzdem nicht. Tadellos: die Schaltung. Fahrwerk & Traktion - Guter Federungskomfort, dafür neigt sich der (als Allradler um 2,5 Zentimeter hö­her gelegte) Kleinwagen in flotten Kurven – Lastwechsel-Tücken gibt es dabei nicht. Traktion tadellos, Lenkung ohne Schwächen, auch die Bremsen können überzeugen. Cockpit & Bedienung - Gute Sitzposition, die Möbel selbst geben passablen Seitenhalt, sind allerdings sehr straff. Ärgerfreie Bedienung, manch virtuelle Touchscreen-Taste könnte freilich größer sein. Minus: One Touch nur fürs Fahrer-Fenster, Verbrauchsanzeige in Kilo­meter pro Liter. Ausreichend Ablagen. Keine Einparkhilfe, aber Rückfahr­kamera. Innen- & Kofferraum - Alle Innenmaße mindestens im Klassenschnitt, top ist die Innenhöhe vor­­ne und die Fond-Kniefreiheit. Kofferraum nun groß genug, allerdings hohe Lade­kante und mangels doppeltem Boden ebensolche Stufe nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen. Dran & Drin - Für einen Kleinwagen wirklich sehr gut bestückt – dafür gibt es praktisch keine Ex­tras. Viel Hartplastik im Innenraum, immerhin solide verarbeitet. Ohne Allrad satte 2700 Euro billiger. Automatik nur mit Frontantrieb und schlechterer Ausstattung. Schutz & Sicherheit - Klassenüblicher Polster-Schutz – die serienmäßige Armada an Assistenzsystemen ist freilich kleinwagen-untypisch top. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch angesichts des Allradantriebs noch im grünen Bereich. Sehr gutes Start/Stopp-System. Preis & Kosten - Als Allrad-Kleinwagen im Grunde konkurrenzlos, billiger gäbe es nur Bruder Ignis und den Fiat Panda – beide sind kleiner und etwas güns­tiger, der Itali­ener freilich ärmlicher bestückt. Suzuki-Plus: drei Jahre Garantie. Vermutlich leicht wiederzu­verkaufen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1501683073583{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1501682477490{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Neuer Swift innen: unten abgeflachtes Sportlenkrad, rundherum viel Hartplastik, immerhin adrett angerichtet. Im Bordcomputer wartet eine Kraftfluss-Anzeige wie bei einem „echten“ Hybrid-Auto, der E-Motor-Boost ist allerdings kaum zu spüren.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43eebd-d30c"][vc_column_text]R4, 16V, 1242 ccm, 90 PS (66…

7.3

FAZIT

Allrad-Kleinwagen mit viel Ausstattung und Sicherheit, aber wenig Sinn für Sport-lichkeit.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & SIcherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 3.23 ( 70 Stimmen)
7

R4, 16V, 1242 ccm, 90 PS (66 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 120 Nm bei 4400/min, Fünfgang-Getriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 3840/1735/1505 mm, Radstand 2450 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,0 m, Reifen­di­mension 185/55 R 16 (Testwagen-Bereifung Bridgestone ecopia EP150), Tankinhalt 37 l, Reichweite 685 km, Kofferraumvolumen 265–947 l, Leergewicht 978 kg, zul. Ge­samt­gewicht 1405 kg, max. Anh.-Last 1000 kg, 0–100 km/h 12,6 sec, 60–100 km/h (im 4. Gang) 13,7 sec, Spitze 170 km/h, Steuer (jährl.) € 312,48, Werkstätten in Österreich 159, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/au­ßer­orts/Mix) 4,9/4,2/4,5 l, Testverbrauch 5,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 101/124 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vor­hänge, Notbrems-Assistent, Spurhalte-Assistent, LED-Scheinwerfer mit autom. Fern­licht, Abstandsre­gel-Tempomat mit aktiver Bremsunterstützung,  Müdigkeitserkennung, Berganfahrhilfe, Einpark­hilfe h, elektrisch verstell-, beheiz- und klappbare Außenspie­gel, Klimaauto­ma­tik, vier E-Fensterheber, FB-Zentralsperre, Keyless-Go, Lichtsensor, Sitzheizung v, LED-Heckleuchten und -Tagfahrlicht, Nebelschein­werfer, Bordcom­puter, Multifunktions-Lederlenkrad, Radio mit 6 LS, USB-Slot, Bluetooth für Telefon & Audio, 7 Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera, Navigationssystem, abgedunkelte Fond-Scheiben, 16 Zoll-Alufelgen, etc.

Metallic-Lack € 390,–, Dachlackierung € 240,–, Heckspoiler € 330,– (Zubehör)

Kommentar abgeben