VW weiter auf Rekordkurs: bestes erstes Halbjahr der Geschichte

17. Juli 2018
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Aktuelles

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da wurde ob des Abgas-Skandals darüber spekuliert, ob der Volkswagen-Konzern überhaupt wird überleben können. Heute aber steht er so gut da wie überhaupt noch nie … zumindest in Hinblick auf die Verkaufszahlen. Weltweit konnten die Wolfsburger von Jänner bis inklusive Juni satte 5,5 Millionen Autos verkaufen – das beste Ergebnis der Firmengeschichte.

Weltweit gesehen liegt der Zuwachs dabei für das erste Halbjahr bei 7,1 Prozent. Im Juni allein waren es mit 958.600 Neuwagen exakt 4,1 Prozent mehr als 2017. Auf die einzelnen Regionen herunter gebrochen war es dabei der Südamerikanische Markt, der am stärksten zulegen konnte: um 13,1 Prozent nämlich . Gleich dahinter Asien mit einem Plus von 8,9 Prozent und Europa mit einem Zuwachs um 6,5 Prozent und somit insgesamt 2,4 Millionen verkauften Neuwagen am alten Kontinent. Nordamerika dagegen schwächelt etwas. Hier blieben die Verkaufszahlen mit einem Plus von 0,8 Prozent relativ stabil.

Dazu sei aber auch gesagt, dass der Konzern für das weitere Jahr 2018 nicht grenzenlos optimistisch ist. Fred Kappler, Leiter Konzern Vertrieb, meinte im Rahmen der passenden Presseaussendung, dass VW im zweiten Halbjahr aufgrund der Einführung des neuen Prüfverfahrens WLTP mit Verzögerungen bei den Auslieferungen neuer Autos rechnet. Konkreter wurde er diesbezüglich aber nicht.

Doch nun zu Österreich. Auch hier freut sich der Generalimporteur, die Porsche Holding, über Rekordzahlen. Während der Pkw-Neuwagenmarkt im ersten Halbjahr insgesamt um 3,4 Prozent zugelegt hat (192.861 Neuzulassungen), konnten die Konzernmarken kumuliert überdurchschnittlich zulegen und um 10,1 Prozent bessere Verkaufszahlen erreichen als noch 2017 zur selben Zeit.

Für den Konzern besonders erfreuliche Randerscheinung: Die drei top-platzierten Marken in Österreich kommen allesamt aus dem Konzern-Lager. Volkswagen steht unangefochten an der Spitze, dahinter folgt ŠKODA und gleich dahinter die aktuell am stärksten zulegende Konzernmarke SEAT.

7 Kommentare

  1. ad „dass VW im zweiten Halbjahr aufgrund der Einführung des neuen Prüfverfahrens WLTP mit Verzögerungen bei den Auslieferungen neuer Autos rechnet.“
    Mich wundert (eigentlich auch wieder nicht), dass man hier nicht mehr zu lesen bekommt. Hinter vorgehaltener Hand hört man, dass VW verschlafen hat, rechtzeitig mit den Tests sämtlicher Modelle nach dem neuen WLTP-Zyklus zu beginnen. Hier kommt nun die Kehrseite der Medaille zu tragen, dass die Produktpalette dort unüberschaubar groß ist – und jedes Modell mit jeder Antriebs-/Geteriebe-Paarung und jeder Ausstattungslinie separat zu testen ist.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, können ab dem 1.9. nur jene Modelle angeboten werden, die a) getestet wurden und b) die geforderten Grenzwerte einhalten. Ob es da vielleicht auch wieder Modelle gibt, die das nicht schaffen?

    Interessant wäre dann aber auch zu lesen, wie es den anderen Anbietern damit geht, Ich wage zu bezweifeln, dass das nur VW betrifft…

  2. VW ist da noch gut unterwegs. Porsche hat seit 1.6. dJ einen Verkaufsstopp für sämtliche Modelle in Europa! Bei BMW kannst du beispelsweise derzeit keinen 2.0 Benziner bestellen und die Produktion des M3 ist im Mai ausgelaufen, weil sich der Aufwand nicht lohnt. Das Problem sind nicht nur die fehlenden Typengenehmigungen, wo es zu wenig Prüfinstitute gibt. Auch die Hersteller von Partikelfilter für Benzinmotoren kommen aufgrund der hohen Nachfrage nicht mit der Produktion nach. Man hat die ganze Autoindustrie auf dem falschen Fuß erwischt.

  3. Thx for info, Mozl. Na dann bin ich mal gespannt auf die Zulassungszahlen in den kommenden Monaten…
    BMW ohne M3 im Angebot?! Daran erinnert sich ja nicht einmal Heinz Prüller 😉

    • Ich schon. Beim E21 gabs noch keinen – bin aber nicht älter als Heinz Prüller 😉 Nicht, dass da jetzt jemand auf komische Gedanken kommt… ^^
      MfGJ

    • Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge wird bei diesen Herstellern im zweiten Halbjahr deutlich zurückgehen. Deshalb auch der Hinweis von VW, dass das erste Halbjahr nicht das Jahresergebnis widerspiegelt.

  4. Johann – 🙂 🙂

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