BMW: Krüger gesteht Fehler beim Diesel ein

18. Mai 2018
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Aktuelles

5000 zusätzliche Arbeitsplätze, 88,6 Milliarden Euro Umsatz und 8,7 Milliarden Euro Gewinn – eigentlich gab es auf der Jahres-Hauptversammlung von BMW vieles, über das man sich freuen konnte. Aber natürlich stand da auch noch ein äußerst unangenehmes Thema im Raum: Der Abgas-Skandal, der erst vor Kurzem zu einer Razzia bei BMW in Bayern und dem Motorenwerk in Steyr geführt hat.

Ein Thema, auf das auch BMW-Chef Harald Krüger und Aufsichtsratschef Norbert Reithofer sodann eingingen. Große Überraschungen blieben aber aus. In Hinblick auf den Rückruf von 11.700 BMW-Fahrzeugen bleibt man dabei, dass der Grund dafür ein Irrtum gewesen sei (wir haben berichtet). Krüger wörtlich:

„Uns ist vor einigen Jahren ein Fehler unterlaufen (…) Mit einer gezielten Manipulation von Motorsteuerung und Abgasreinigung hat das nichts zu tun.“

Später – als es um die Software-Umrüstungen für ältere Diesel-PKW ging – konnte sich Krüger zudem einen Seitenhieb auf VW nicht verkneifen:

„Zur Wahrheit gehört auch: Das Handeln einiger Hersteller hat der gesamten Branche geschadet.“

Beim Blick in die Zukunft aber gab sich Krüger jedenfalls siegessicher. BMW sei die Nummer 1 bei elektrifizierten Fahrzeugen in Europa, will 2018 ingesamt 140.000 E-Autos und Plug-in-Hybride verkaufen und ist auch für die weitere Zukunft gut gewappnet: 2019 kommt ein neuer Elektro-Mini, 2020 ein vollelektrischer BMW X3 und 2021 dann der iNext – ein autonom fahrendes, vollelektrisches Technologie-Flaggschiff. Krüger dazu:

„Das Projekt iNEXT ist unser Zukunftsbaukasten, von dem das gesamte Unternehmen und alle Marken profitieren sollen. Zum ersten Mal bündeln wir alle Schlüsseltechnologien künftiger Mobilität in einem Fahrzeug: Es fährt voll elektrisch, ist voll vernetzt und fährt hochautomatisiert. Noch in diesem Jahr werden wir den BMW iNEXT als Visionsfahrzeug zeigen.“

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