Fit für den Verkauf: Gebrauchtwagenaufbereitung

27. September 2021
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Aktuelles

Durch eine umfangreiche Aufbereitung des Gebrauchtwagens kann beim Verkauf ein deutlich besserer Preis erzielt werden. Eine gründliche Außen- und Innenreinigung sowie das Entfernen kleiner Mängel wie Lackschäden oder Kratzer gehören dabei zum Pflichtprogramm.

Den Wert steigern

Wenn man vorhat, sein Auto zu verkaufen, dann ist es natürlich besonders lohnenswert, es zuvor aufzubereiten. Denn ein gepflegtes Auto vermittelt bei jedem Käufer einen positiveren Eindruck. Schon mit kleinen Ausbesserungen kann man den Wert des Autos steigern bzw. die Basis dafür schaffen, dass sich ein Käufer überhaupt dafür interessiert.

Werkstatt oder DIY?

In der Werkstatt werden Innenraum, Lack, aber auch der Motor professionell durch den Einsatz spezieller Werkzeuge, wie Elektro-Schlagschrauber  und Chemikalien, die eben nicht jeder zuhause hat, repariert und gereinigt. Anschließend erfolgt eine intensive Materialpflege. Ziel ist es, den Wert des Autos möglichst zu steigern. Soll das Ergebnis einwandfrei sein, so ist es zielführender, diese Arbeiten in einer Werkstatt durchführen zu lassen. Man sollte sich vorab also Gedanken darüber machen, ob man das Auto selbst aufbereitet, oder die Arbeit lieber von Profis machen lässt. Eine gute Aufbereitung kann in der Werkstatt bis 500 Euro kosten. Wer diesen Betrag lieber sparen will, der sollte das Folgende beachten.

Die Außenreinigung

Neben der obligatorischen Fahrt zur Waschanlage kann man sein Auto auch selbst reinigen. Hier ist zu beachten, dass man dies nicht überall machen darf, sondern am besten nur an geeigneten Do-it-yourself-Waschplätzen. Da man dort für eine gründliche Reinigung ganz schön viele Euro-Münzen bereithalten muss, ist es oft gleich günstiger, die Waschanlage zu nehmen. Wer dieser nicht traut, sollte zunächst grobe Verschmutzungen mit der Hand entfernen. Vogelkot und Baumharz sollten umgehend beseitigt werden, da sie zu Lackschäden führen können. Mit einem Hochdruckreiniger können dann alle weiteren Verschmutzungen entfernt werden. Zum Schluss werden mit Schwamm und lauwarmem Wasser noch die Feinarbeiten erledigt.

Die Innenreinigung

Wenn das Auto gründlich ausgesaugt wurde, sollte schon ein deutlicher Unterschied erkennbar sein. Anschließend können leichte Verschmutzungen mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Hartnäckigere Flecken können mit dafür vorgesehenen Reinigungsmitteln oder Hausmitteln wie Essigreiniger oder Zitronensäure behandelt werden. Nach intensiver Reinigung darf man nicht vergessen, die Fenster eine Weile offen zu lassen, so verhindert man Schimmelbildung.

Motorraum

Im Grunde sollte es genügen, den Motorraum von Laub und Schmutz zu befreien, eine Hochdruck-Motorwäsche kann nämlich mehr schaden als nützen. Wer es unbedingt machen will, sollte zuvor den Minuspol der Autobatterie abklemmen und den Schmutz betont vorsichtig mittels Hochdruckreiniger entfernen. Anschließend wird ein Reiniger aufgetragen und mit dem Hochdruckreiniger wieder entfernt. Danach erfolgen noch Feinarbeiten mit einem Putzlappen.

Kratzer und Beulen

Gibt es lediglich kleine Kratzer, kann man diese mit Zahnpasta entfernen. Dabei wird die Zahnpasta einfach auf ein Tuch gegeben und über dem Lackkratzer verrieben. Bei tieferen Kratzern sollten eigens dafür vorgesehene Sets (Polierpaste, Politur mit Farbpigmenten etc.) verwendet werden.

Reifen und Felgen prüfen

Im Lauf der Jahre kann sich der Zustand von Reifen und Felgen stark verschlechtern. Das sieht nicht nur optisch wenig ansprechend aus, auch sicherheitstechnisch kann es problematisch werden. Vor allem die Reifen sollten genau überprüft werden. Bei schlechtem Zustand sollte man sie tauschen oder damit rechnen, dass ein potenzieller Käufer dies sofort als Argument zur Preisminderung nützen wird.

Foto: Hugo B. / unsplash.com

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