Formel 1 Regeln für 2021: Einfacher und Billiger

3. April 2017
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Aktuelles

Alles hat ein Ende. Auch das aktuelle Formel 1 Reglement. Darum lud die FIA am Freitag zum großen Motoren-Meeting in Paris.

Besprochen wurde die Zukunft der Triebwerke von den Herstellern, den Rechteinhabern und externen Parteien und siehe da: Man wurde sich in den Grundzügen tatsächlich einig.

„Ich war sehr zufrieden mit dem Ablauf und der Tatsache, dass so viele unterschiedliche Stakeholder dazu in der Lage waren, sich auf eine Richtung für die Formel 1 in diesem so wichtigen technologischen Bereich zu einigen“, sagte Jean Todt, FIA-Präsident

Kritikpunkte waren neben dem mauem Sound auch die Kosten. Zwar sind die Hybrid-Motoren leistungsstark und effizient, aber durch die Komplexität vor allem für kleinere Teams finanziell kaum stemmbar. Diese Kostenreduktion wurde jetzt in Angriff genommen. Eine weniger komplexe Bauweise wäre beispielsweise durch Wegfall der MGU-H (also des Hybridsystems) möglich. Genaue Details wurden keine bekannt, die Leistung soll aber in keinem Fall beeinträchtigt werden. Eine Rückkehr zum Saugmotor, wie es sich Traditionalisten wünschen, wurde aber ausgeschlossen. Die Formel 1 muss auch in Zukunft ein Technologieträger sein.

Was allerdings abgeschafft werden soll, ist das Sprit-Limit von 105 Kilogramm pro Rennen. Der Fahrer ist somit zum Spritsparen gezwungen und kann nicht in allen Bereichen das Potenzial der Motoren ausschöpfen.

Neben diesen Verbesserungen soll auch der Motorensound wieder lauter und emotionaler werden. Todt ist froh, dass sich die verschiedenen Parteien über die momentanen Probleme bewusst sind und gemeinsam an den Details für die kommende Generation von Formel 1 Triebwerken arbeiten wollen.

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