Großer Test Ford Ranger Raptor

22. Mai 2023
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Ford
Klasse:Pickup
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:292 PS
Testverbrauch:13,6 l/100km
Modelljahr:2023
Grundpreis:69.667 Euro

Test Ford Ranger Raptor: Bevor es ans Eingemachte geht und wir uns dem Topmodell der Baureihe, dem Raptor, widmen, gilt es den taufrischen Ranger an sich zu besprechen. Für Ford stand bei der Neuentwicklung ­einiges auf dem Spiel, denn die Fallhöhe ist tief: Der in Australien entwickelte und in Thailand gebaute Pickup konnte zuletzt europaweit einen Marktanteil von über 40 Prozent einfahren, der Ranger ist somit unangefochten der beliebteste seiner Art in unseren Breitengraden – auch in Österreich war im letzten Jahr fast jeder zweite verkaufte Pickup ein Ford. 

Für die Neuauflage hat der Hersteller rund 5000 Kunden nach ihren Wünschen befragt. Das Ergebnis ist ein rundum weiterentwickelter Ranger, der im positiven Sinne ganz der Alte ist, jedoch im Bereich Multimedia, Komfort und Fahrverhalten (sowohl beladen als auch unbeladen) deutlich verbessert wurde. 

Hier ein paar Detail-Änderungen: Die neue Generation ist um fünf Zentimeter breiter und bietet mehr Radstand als bisher, damit der frische V6 auch genügend Platz findet (die Lufteinlässe sind nun dementsprechend üppiger). Auch die Pritsche fällt nun länger aus, und zwar um ebenfalls fünf Zenti­meter.

Zu den Antrieben

Sympathisch: Obwohl nun auch mit dickem Sechszylinder oder luxuriösen Ausstattungs-Varianten („Platinum“) erhältlich, bleibt die Bau-Basis bodenständig. Der Ranger ist nach wie vor mit Vierzylinder-Diesel und Handschaltung erhältlich.

Am anderen Ende der Leistungs-Skala rangiert der Protago­nist dieses Tests: Der Ranger Raptor ist quasi ein Sportwagen fürs Gelände und bietet gleichzeitig denselben (wenn nicht gar mehr) Nutzwert wie alle anderen Varianten der Baureihe – ein Raptor kommt selbst dann noch ans Ziel, wo andere Ranger schon die Patschen strecken. 

Wie für ein hochgezüchtetes Motorsport-Produkt üblich, geht es hier nicht nur um Leistung (die für heutige Maßstäbe mit knapp 300 PS aus einem V6-Benziner nicht überbordend ausfällt), sondern viel mehr um andere Details. So wäre etwa das verbaute Fahrwerk der Marke Fox auch auf einer Etappe der Rallye Dakar nicht fehl am Platz. 

Um im Extremfall ein Durschlagen der zweieinhalb Zoll ­dicken Dämpfer zu verhindern, bieten diese den maximalen Druck auch bei den letzten 25 Prozent des Federwegs. Willkommener Nebeneffekt: Durch die hochwertige Aufhängung profitiert auch das Handling auf Asphalt – sowohl was die sportlichen Eigenschaften als auch den Komfort angeht. 

Weitere Highlights: sieben Fahr-Modi, zwei Stufen fürs Verteilergetriebe, zehn Gänge bei der Automatik, je ein sperrbares Differenzial an beiden Achsen, zweieinhalb Millimeter dicker Unterfahrschutz aus hochfestem Stahl. Das Fazit ist eine Frage: Darf es so etwas heute noch geben? Die genaue Bewertung des Test Ford Ranger Raptor lesen Sie unten.

Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe März 2023 von Alles Auto, hier online zu bestellen.

Motor & Getriebe

Der kultivierte Sechszylinder-Benziner liefert in allen Lebenslagen ausreichend Kraft, um den schweren Aufbau zügig zu bewegen. ­Tiefer, bassiger Klang bei niedrigen Drehzahlen, bei höheren Touren mit ty­pisch kernigem V6-Sound. Die Zehngang-Automatik hat stets die optimale Fahrstufe parat. Manuelle Gangwahl über Schaltwippen. 

Fahrwerk & Traktion

Trotz konkurrenzlosen Offroad-Fähigkeiten sowohl verblüffend komfortabel als auch dynamisch: Das sportliche Kurvenfahrverhalten ist kaum zu glauben – sehr sicheres Handling auch im reinen ­Hinterrad- Modus. Je nach Fahrprofil leicht- bis schwergängige Lenkung, für einen Offroader durchaus direkt. Top-Traktion, zweistufiges Verteilergetriebe (Geländeuntersetzung) sowie sperrbare ­Differenziale an Vorder- und Hinterachse. Bärenstarke und gut dosierbare ­Bremsen. 

Cockpit & Bedienung

1A-Sitzposition auf komfortablem Sportgestühl mit gutem Seitenhalt. Gelungenes Bedienkonzept: Obwohl ein brillanter Touchscreen im 12 Zoll-Hochformat Einzug gehalten hat, wurde nicht auf die praktischen Eigenschaften vergessen – alle wichtigen Fahrzeug-Funktionen werden über griffige Drehregler und Knöpfe gesteuert, zudem ist eine Sprachsteuerung an Bord. Stabil laufendes und ­logisch aufgebautes Betriebssystem. Zahlreiche große Ablagen. Dank sehr hoher Sitzposition (samt entsprechendem Einstieg) optimaler Blick auf die Straße, beim Rangieren könnte die Übersicht freilich besser sein. Immerhin: Rundumkameras und Einpark-Automatik Serie.

Innen- & Kofferraum

Gemessen an der Fahrzeuggröße geht es im Innenraum nicht besonders luftig zu, genügend Platz ist dennoch vorhanden. Gut nutzbare Pritsche (gegen Aufpreis mit elektrisches Rollo und 12V-Anschluss). Naturgemäß hohe Ladekante, 625 Kilo Zuladung möglich. Anhängevorrichtung für zweieinhalb Tonnen Zuglast Serie.

Dran & Drin

Als Raptor übervoll bestückt: von jeglichen Offroad- und Sport-Featu­res über Komfort-Ausstattung wie E-Sitze, Lenkradheizung oder B&O-Sound ist alles aufpreisfrei. Material-Wahl: Pragmatisch bis Premium, die Verarbeitung wird dem unzerstörbaren Anspruch gerecht.   

Schutz & Sicherheit

Volle fünf Sterne beim NCAP-Crashtest. Übliches Luftpolster-Aufgebot plus Knieairbags vorne, dazu Matrix-LED-Scheinwerfer. In ­Sachen Assistenzsysteme komplett ausgestattet, heißt: von Adaptiv-Tempomat bis Spurführungs-Assistent und Querverkehrs-Warner.

Preis & Kosten

Als sportlicher Pickup ohne Konkurrenz – der Jeep Gladiator bietet bei ähnlichem Preis deutlich weniger Dynamik. Gute fünf Jahre Garantie, hoher Praxis-Verbrauch (immerhin genau auf Niveau der Werksangabe). Für das Jahresservice stehen zahlreiche Werkstätten zur Verfügung. Als Topmodell mit relativ gesehen guter Werthaltung.

Test Ford Ranger Raptor (Cockpit)

Gelungene Mischung aus zweckorientiertem Pickup-Feeling, Sport-Ausstattung und Luxus-Ambiente – das Cockpit-Flair des Raptor sucht seinesgleichen.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Test Ford Ranger Raptor: Bevor es ans Eingemachte geht und wir uns dem Topmodell der Baureihe, dem Raptor, widmen, gilt es den taufrischen Ranger an sich zu besprechen. Für Ford stand bei der Neuentwicklung ­einiges auf dem Spiel, denn die Fallhöhe ist tief: Der in Australien entwickelte und in Thailand gebaute Pickup konnte zuletzt europaweit einen Marktanteil von über 40 Prozent einfahren, der Ranger ist somit unangefochten der beliebteste seiner Art in unseren Breitengraden – auch in Österreich war im letzten Jahr fast jeder zweite verkaufte Pickup ein Ford.  Für die Neuauflage hat der Hersteller rund 5000 Kunden nach ihren Wünschen befragt. Das Ergebnis ist ein rundum weiterentwickelter Ranger, der im positiven Sinne ganz der Alte ist, jedoch im Bereich Multimedia, Komfort und Fahrverhalten (sowohl beladen als auch unbeladen) deutlich verbessert wurde.  Hier ein paar Detail-Änderungen: Die neue Generation ist um fünf Zentimeter breiter und bietet mehr Radstand als bisher, damit der frische V6 auch genügend Platz findet (die Lufteinlässe sind nun dementsprechend üppiger). Auch die Pritsche fällt nun länger aus, und zwar um ebenfalls fünf Zenti­meter. Zu den Antrieben Sympathisch: Obwohl nun auch mit dickem Sechszylinder oder luxuriösen Ausstattungs-Varianten („Platinum“) erhältlich, bleibt die Bau-Basis bodenständig. Der Ranger ist nach wie vor mit Vierzylinder-Diesel und Handschaltung erhältlich. Am anderen Ende der Leistungs-Skala rangiert der Protago­nist dieses Tests: Der Ranger Raptor ist quasi ein Sportwagen fürs Gelände und bietet gleichzeitig denselben (wenn nicht gar mehr) Nutzwert wie alle anderen Varianten der Baureihe – ein Raptor kommt selbst dann noch ans Ziel, wo andere Ranger schon die Patschen strecken.  Wie für ein hochgezüchtetes Motorsport-Produkt üblich, geht es hier nicht nur um Leistung (die für heutige Maßstäbe mit knapp 300 PS aus einem V6-Benziner nicht überbordend ausfällt), sondern viel mehr um andere Details. So wäre etwa das verbaute Fahrwerk der Marke Fox auch auf einer Etappe der Rallye Dakar nicht fehl am Platz.  Um im Extremfall ein Durschlagen der zweieinhalb Zoll ­dicken Dämpfer zu verhindern, bieten diese den maximalen Druck auch bei den letzten 25 Prozent des Federwegs. Willkommener Nebeneffekt: Durch die hochwertige Aufhängung profitiert auch das Handling auf Asphalt – sowohl was die sportlichen Eigenschaften als auch den Komfort angeht.  Weitere Highlights: sieben Fahr-Modi, zwei Stufen fürs Verteilergetriebe, zehn Gänge bei der Automatik, je ein sperrbares Differenzial an beiden Achsen, zweieinhalb Millimeter dicker Unterfahrschutz aus hochfestem Stahl. Das Fazit ist eine Frage: Darf es so etwas heute noch geben? Die genaue Bewertung des Test Ford Ranger Raptor lesen Sie unten. Dieser Test erschien übrigens mit vielen weiteren in der Ausgabe März 2023 von Alles Auto, hier online zu bestellen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"] Motor & Getriebe Der kultivierte Sechszylinder-Benziner liefert in allen Lebenslagen ausreichend Kraft, um den schweren Aufbau zügig zu bewegen. ­Tiefer, bassiger Klang bei niedrigen Drehzahlen, bei höheren Touren mit ty­pisch kernigem V6-Sound. Die Zehngang-Automatik hat stets die optimale Fahrstufe parat. Manuelle Gangwahl über Schaltwippen.  Fahrwerk & Traktion Trotz konkurrenzlosen Offroad-Fähigkeiten sowohl verblüffend komfortabel als auch dynamisch: Das sportliche Kurvenfahrverhalten ist kaum zu glauben – sehr sicheres Handling auch im reinen ­Hinterrad- Modus.…

8.9

FAZIT

Einzigartiger Power-Pickup – nicht nur für Ami-Fans.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
9

V6, 24V, Bi-Turbo, 2956 ccm, 292 PS (215 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 491 Nm bei 2300/min, Zehngang-Automatik, Allradantrieb (auch reiner Hinterradantrieb aktivierbar), Scheibenbremsen v/h (bel.)

L/B/H 5360/2028/1926 mm, Radstand 3270 mm, 5 Sitze, Wendekreis k. A., Reifendimension 285/70 R 17, Tankinhalt 80 l, Reichweite 590 km, Kofferraumvolumen – l, Leergewicht (EU) 2477 kg, zul. Gesamtgewicht 3130 kg, max. Anh.-Last 2500 kg

0–100 km/h 7,9 sec, Spitze 180 km/h, Steuer (jährl.) € 3084,48, Werkstätten in Österreich 188, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 13,6 l, Testverbrauch 13,6 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 310/310 g/km

sechs Airbags plus Knie-Airbags vorne, Notbremsassistent mit Fußgänger-Erkennung, Adaptiv-Tempomat, Spurhalte-, Spurführungs- und Stau-Assistent, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner, Verkehrszeichen­erkennung, Matrix-LED-Scheinwerfer, Fernlicht-Assistent, Licht- und Regensensor, Einpark-Automatik, akust. Einparkhilfe v+h, Rundumkameras, Zweizonen-Klimaautomatik, Multimediasystem mit 12 Zoll-Touchscreen, Navigation, WLAN-Hotspot, Android Audio & Apple CarPlay (kabellos), induktives Handyladen, DAB-Tuner, B&O-Sound mit 10 LS, Leder-/Alcantara-Polsterung, E-Vordersitze, el. klappbare Außenspiegel, Sitzheizung v, Lenkradheizung, heizbare Frontscheibe, abgedunkelte Fondscheiben, schlüsselloser Zugang, 17 Zoll-Alufelgen, Offroad-Bereifung etc.

Metallic-Lack ab € 988,–, Raptor-Beklebung € 1140,–, Raptor-Paket (Sportbügel, Laderaum-Sportreling, elektrische Laderaumrollo, Laderaumschutzwanne, 12V-An­schluss auf der Pritsche) € 2964,–