Im Rückspiegel: Alles Auto vor zehn Jahren, KW 34

24. August 2016
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Es ist ja immer das gleiche Dilemma: Wie kommt man an die Kernzielgruppe heran? Wer ist das überhaupt, und wie beeindruckt man sie? Kann man das überhaupt? Versuchen muss man es, und da probierten wir vor genau zehn Jahren etwas völlig Neues aus: Starten wir doch bei der Driftchallenge!

DSC04165Damals galt diese Motorsport-Art in Österreich noch als brandneu und in aller Munde. Das Zuschauerinteresse war enorm, und so konnte unser ehemaliger Mitarbeiter Gregor Waidacher mit Nissan einen entsprechenden Deal aushandeln. Die stellen einen 350 Z der allerletzten Serie zur Verfügung, der dank seines großvolumigen Saugmotors und Heckantrieb für diese Art der Fortbewegung als bestens geeignet schien. Den beklebten wir daraufhin gschwind, und Waidacher startet damit dann beim Lauf in Melk. Viel Zeit zum Üben blieb leider nicht, und dennoch reichten ein paar Proberunden am Freitag schon aus, um genügend Erfahrung für die entscheidenden drei Läufe am Sonntag zu sammeln.

Aufgrund diverser Dreher und Ausfälle, die ihm mehrfach den Weg blockierten (und was sich alles sehr nach den üblichen Rennfahrer-Ausreden anhört, tatsächlich aber so passierte), fuhr Waidacher dann zwar nicht um die vorderen Ränge mit. Er konnte sich aber von Runde zu Runde steigern.

 

Der Trick, der den Knoten zum Platzen brachte, war im Endeffekt einfach nur ein Schuss Brutalität: Das Kupplungspedal im richtigen Moment durchdrücken, erzählte Waidacher im Anschluss euphorisch. Auf diese Weise die Kupplung ein wenig knechten, damit die Hinterräder spontan an Grip verlieren – das war der entscheidende Funke, der die Sache wirklich in Schwung brachte.

 

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