Kia Magentis 2,0 CVVT Active Black

29. April 2006
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Kia
Klasse:Limousine
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:144 PS
Testverbrauch:8,8 l/100km
Modelljahr:2006
Grundpreis:24.890 Euro

Unauffällig, doch nicht unhübsch: neuer Kia Magentis, im Test als Basis-Benziner

FAHREN & FÜHLEN
Am besten charakterisiert man das Fahrgefühl im Kia Magentis mit unauffälliger Durchschnitt“. Das trifft auf den braven Vierzylinder-Benziner (alternativ dazu stehen noch ein 140-PS-Diesel und ein 188-PS-V6 zur Wahl) genauso zu wie auf die weit geführte Schaltung oder die leicht nick- und stucker-anfällige Federung. Mit Lenkung und Bremsen kommt man tadellos zurecht, die Sitze sind gut konturiert, bieten aber wenig Schenkelauflage.

PLATZ & NUTZ
Platz findet man in beiden Reihen genügend, einzig die Kopffreiheit könnte – speziell im Fond – größer sein. Der Kofferraum ist zwar nicht riesig, aber glattflächig, außerdem über 2:1 geteilte Umlege-Lehnen erweiterbar und dank großer Öffnung und niedriger Ladekante gut zugänglich. Im Cockpit geht es übersichtlich und bedienerfreundlich zu, über One-Touch-Funktion verfügt aber nur der fahrerseitige Fensterheber.

DRAN & DRIN
In der höchsten der drei Ausstattungs-Versionen namens „Active Black“ findet man fast alles, was das Herz begehrt – Lederpolsterung und beheizbare Wischerauflage inklusive. Nur ein Radio muss man zukaufen (sechs Lautsprecher sind vorhanden), einen Tempomat gibt es ab Werk überhaupt nicht. Dafür ist auf Wunsch eine Viergang-Automatik erhältlich. Der großflächig verbaute Kunststoff wirkt hochwertig, das Leder hingegen beinahe synthetisch.

SICHER & GRÜN
Einem Norm-Crashtest wurde der neue Magentis noch nicht unterzogen, er verfügt aber über sechs Airbags sowie fünf Dreipunktgurte und Kopfstützen – die vorderen sind aktiv, die hinteren allerdings für groß Gewachsene zu niedrig. ESP und Bremsassistent sind an Bord, Isofix-Halterungen ebenso. Für einen Eineinhalb-Tonner erfreulich moderat ist der Verbrauch an Superbenzin.

PREIS & KOSTEN
Ähnlich motorisiert ist die gesamte Mittelklasse-Konkurrenz (zum Beispiel Mazda6, Toyota Avensis, Citroën C5, Peugeot 407 oder Renault Laguna) schon in der Basisversion teurer, erst recht ausstattungsbereinigt. Das gilt auch für den – mit 2,4-Liter und 162 PS allerdings stärkeren – Plattform-Bruder Hyundai Sonata. Fernost-üblich gibt es drei Jahre Fahrzeug-Garantie, zumindest der Vorgänger war jedoch als Gebrauchter nicht besonders begehrt.

FAZIT: :
Unschlagbar günstige Mittelklasse-Alternative ohne gravierende Schwächen.

TECHNIK
R4, 16V, 1998 ccm, 106 kW (144 PS) bei 6000/min, max. Drehmoment 189 Nm bei 4250/min, Fünfgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4735/1805/1480 mm, Radstand 2720 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,8 m, Reifendimension 215/50 R 17, Tankinhalt 62 l, Reichweite (bis Tankreserve) 640 km, Kofferraumvolumen 420 l, Leergewicht 1513 kg, zul. Gesamtgewicht 1960 kg, maximale Anh.-Last 1700 kg, 0-100 km/h 10,2 sec, 60-100 km/h (im 4. Gang) 10,8 sec, Spitze 208 km/h, Steuer (jährl.) EUR 541,20, Werkstätten in Österreich 89, Inspektion/Ölwechsel alle 15.000/15.000 km, Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 10,5/ 6,2/7,7 l, Testverbrauch 8,8 l ROZ 95
Preis: EUR 24.890,-

Serienausstattung: Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, ESP, Bremsassistent, fünf Dreipunktgurte und Kopfstützen (vorne aktiv), Klimaautomatik, Radiovorbereitung mit 6 LS, vier E-Fensterheber, beheizbare E-Außenspiegel, beheizbare E-Vordersitze, automatisch abblendender Innenspiegel, Regensensor, Einparkhilfe hinten, FB-Zentralsperre, Lederpolsterung und -lenkrad, Fondlehnen 2:1 umlegbar, Lenksäule in Höhe und Reichweite verstellbar, Nebelscheinwerfer, Aluräder, Isofix-Halterungen etc.
Extras: Viergang-Automatik EUR 2000,-, Metallic-Lack EUR 491,-


Foto: Len Vincent

Diesen Test finden Sie in ALLES AUTO 3/2006

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