TEST: Lexus RC 300h F Sport

9. Juni 2016
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Lexus
Klasse:Coupé
Antrieb:Hinterrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:223 PS
Testverbrauch:6,1 l/100km
Modelljahr:2016
Grundpreis:54.900 Euro

Hohen Fahrspaß mit niedrigem Verbrauch unter einen Hut zu bringen ist eine der größten, automobilbautechnischen Herausforderungen. Lexus versucht die Antwort darauf wie so oft mittels Hybrid-Antrieb zu liefern – nun eben auch im Coupé RC. Das weckt zumindest optisch schon hohe Erwartungen an den Spaßfaktor – gerade in der Ausstattungs-Variante „F Sport“, wie von uns getestet. Böse Lufteinlässe, scharfe Kanten, große Felgen; so aufgeputzt sieht der zahme 300h kaum weniger brachial aus als der RC F mit seinen 477 V8-PS.

Umso irritierender sind die ersten Meter am Steuer. Das Fahrwerk ist komfortabel bis weich, die Lenkung überraschend leichtgängig, der Vierzylinder leise oder eben oft auch ganz aus – Stichwort Hybrid. Fordert der Fahrer dann volle Beschleu­ni­gung, dreht der Sauger mit dem stufenlosen Getriebe fast panisch auf Anschlag und bleibt dort, bis der Pilot den Gasfuß wieder entspannt. Dass dabei wenig brachial beschleunigt wird, könnte man fast als erzieherische Maßnahme deuten. Bei all der optischen Gewalt ist der 300h eben doch mehr City-Cruiser als Land­straßen-Heizer – so kann er auch seine Verbrauchs-Vorteile besser ausspielen.

Motor & Getriebe – Das Zusammenspiel von E-Motor und 2,5 Liter Vierzylinder funktioniert gut, der etwas lahme Sauger gibt sich vibrationsarm, heult wegen dem stufenlosen Getriebe aber auf, wenn er gefordert wird.

Fahrwerk & Traktion – Variables Fahrwerk mit sehr komfortabler Standard-Einstellung. Im Grenzbereich lange neutral, dann übersteuernd, das (einstellbare) ESP hat das aber gut im Griff. Leichtgängige, dennoch präzise Lenkung, gute Traktion. Standfeste, durch das Rekuperations-Zusammenspiel aber nicht sehr fein zu dosierende Bremsen.

Cockpit & Bedienung – Die Bedienung des an sich intuitiven Infotainment-Systems erfolgt mittels Mouse­pad samt Vibrations-Feedback – das ist ungewohnt und geht wenig feinfühlig. Das restliche Cockpit wirkt aufgeräumt und ist ergonomisch tadellos. Gute Sitzposition. Wenige, kleine Ablagen, eingeschränkte Übersicht (Rückfahrkamera Serie).

Innen- & Kofferraum – Vorne viel Platz, hinten ist es in alle Richtungen eng. Das Ladeabteil ist groß, aber nicht ganz eben. Fein: 60:40 umlegbare Rückenlehnen.

Dran & Drin – Als „F Sport“ sehr komplett ausgestattet, dass Parkpiepser extra geordert werden müssen, irritiert aber. Darüber hinaus nur wenige Luxus-Extras zu angemessenen Tarifen. Saubere Verarbeitung, Materialien nicht überall hochwertig.

Schutz & Sicherheit – Acht Airbags sind ebenso Serie wie LED-Scheinwerfer und viele weitere Fahrhilfen, die allesamt tadellos funktionieren.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch hybrid-typisch deutlich über der Herstellerangabe, richtig „grün“ vor allem in der Stadt bei möglichst viel Gleitbetrieb.

Preis & Kosten – Als Hybrid-Coupé allein auf weiter Flur. Konventionell angetrieben bleiben die ausstattungsbereinigt teureren Vertreter aus Deutschland (Mercedes E und BMW 4) sowie den USA (Ford Mustang). Hohe Zuverlässigkeit, aber dünnes Werkstatt-Netz. Werthaltung vermutlich gut.

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Feiner Arbeitsplatz. Mittels Schaltwippen simuliert das stufenlose Getriebe auf Wunsch sechs Fahrstufen. Innen wird der Sound des Vierzylinders im Sport-Modus zudem künstlich nachgeschärft.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Hohen Fahrspaß mit niedrigem Verbrauch unter einen Hut zu bringen ist eine der größten, automobilbautechnischen Herausforderungen. Lexus versucht die Antwort darauf wie so oft mittels Hybrid-Antrieb zu liefern – nun eben auch im Coupé RC. Das weckt zumindest optisch schon hohe Erwartungen an den Spaßfaktor – gerade in der Ausstattungs-Variante „F Sport“, wie von uns getestet. Böse Lufteinlässe, scharfe Kanten, große Felgen; so aufgeputzt sieht der zahme 300h kaum weniger brachial aus als der RC F mit seinen 477 V8-PS. Umso irritierender sind die ersten Meter am Steuer. Das Fahrwerk ist komfortabel bis weich, die Lenkung überraschend leichtgängig, der Vierzylinder leise oder eben oft auch ganz aus – Stichwort Hybrid. Fordert der Fahrer dann volle Beschleu­ni­gung, dreht der Sauger mit dem stufenlosen Getriebe fast panisch auf Anschlag und bleibt dort, bis der Pilot den Gasfuß wieder entspannt. Dass dabei wenig brachial beschleunigt wird, könnte man fast als erzieherische Maßnahme deuten. Bei all der optischen Gewalt ist der 300h eben doch mehr City-Cruiser als Land­straßen-Heizer – so kann er auch seine Verbrauchs-Vorteile besser ausspielen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Das Zusammenspiel von E-Motor und 2,5 Liter Vierzylinder funktioniert gut, der etwas lahme Sauger gibt sich vibrationsarm, heult wegen dem stufenlosen Getriebe aber auf, wenn er gefordert wird. Fahrwerk & Traktion - Variables Fahrwerk mit sehr komfortabler Standard-Einstellung. Im Grenzbereich lange neutral, dann übersteuernd, das (einstellbare) ESP hat das aber gut im Griff. Leichtgängige, dennoch präzise Lenkung, gute Traktion. Standfeste, durch das Rekuperations-Zusammenspiel aber nicht sehr fein zu dosierende Bremsen. Cockpit & Bedienung - Die Bedienung des an sich intuitiven Infotainment-Systems erfolgt mittels Mouse­pad samt Vibrations-Feedback – das ist ungewohnt und geht wenig feinfühlig. Das restliche Cockpit wirkt aufgeräumt und ist ergonomisch tadellos. Gute Sitzposition. Wenige, kleine Ablagen, eingeschränkte Übersicht (Rückfahrkamera Serie). Innen- & Kofferraum - Vorne viel Platz, hinten ist es in alle Richtungen eng. Das Ladeabteil ist groß, aber nicht ganz eben. Fein: 60:40 umlegbare Rückenlehnen. Dran & Drin - Als „F Sport“ sehr komplett ausgestattet, dass Parkpiepser extra geordert werden müssen, irritiert aber. Darüber hinaus nur wenige Luxus-Extras zu angemessenen Tarifen. Saubere Verarbeitung, Materialien nicht überall hochwertig. Schutz & Sicherheit - Acht Airbags sind ebenso Serie wie LED-Scheinwerfer und viele weitere Fahrhilfen, die allesamt tadellos funktionieren. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch hybrid-typisch deutlich über der Herstellerangabe, richtig „grün“ vor allem in der Stadt bei möglichst viel Gleitbetrieb. Preis & Kosten - Als Hybrid-Coupé allein auf weiter Flur. Konventionell angetrieben bleiben die ausstattungsbereinigt teureren Vertreter aus Deutschland (Mercedes E und BMW 4) sowie den USA (Ford Mustang). Hohe Zuverlässigkeit, aber dünnes Werkstatt-Netz. Werthaltung vermutlich gut.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1465476140420{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1465475764438{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Feiner Arbeitsplatz. Mittels Schaltwippen simuliert das stufenlose Getriebe auf Wunsch sechs Fahrstufen. Innen wird der Sound des Vierzylinders im Sport-Modus zudem künstlich nachgeschärft.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32479c5a-4f68"][vc_column_text]R4, 16V, 2494 ccm, 181 PS (133 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 221 Nm bei 4200–5400/min, E-Motor mit 143 PS bzw. 300 Nm, Systemleistung 223 PS, stufenlose Automatik, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H…

7.5

Fazit

Nobel-komfortabler Gleiter mit grünem Herz und böser Optik

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 1.71 ( 46 Stimmen)
8

R4, 16V, 2494 ccm, 181 PS (133 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 221 Nm bei 4200–5400/min, E-Motor mit 143 PS bzw. 300 Nm, Systemleistung 223 PS, stufenlose Automatik, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4695/1840/1395 mm, Radstand 2730 mm, 4 Sitze, Wendekreis 11,2 m, Reifendimension 235/40 R 19 v, 265/35 R 19 h (Testwagen-Bereifung Michelin Pilot Alpin PA4), Tankinhalt 66 l, Reichweite 1080 km, Kofferraumvolumen 340 l, Leergewicht 1735 kg, zul. Gesamt­gewicht 2170 kg, 0–100 km/h 8,6 sec, Spitze 190 km/h, Steuer (jährl.) € 856,44, Werkstätten in Österreich 11, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 5,1/5,0/5,0 l, Testverbrauch 6,1 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 116/140 g/km

Front- und Knieairbag beidseitig, Seitenairbags v, durchgeh. Kopfairbags, Isofix, ESP, Radar-Tempomat mit Pre Crash-System, Spurwechsel-Warner, Spurhalte-Assistent, Toterwinkel-Warner mit Rückfahr-Assistent, LED-Scheinwerfer mit autom. Fernlicht, adaptives Fahrwerk, Klimaautomatik, el. klappb. Außenspiegel, E-Sportsitze v, Ledersportlenkrad elektr. verstellbar, Keyless-Go, Rückfahrkamera, Lederpolsterung, Bluetooth für Telefon und Audio, CD-Radio mit USB/AUX-Anschluss und 7 Zoll-Display und 6 LS, Bluetooth für Telefon und Audio, Licht- und Regensensor, autom. abblend. Spiegel, Sitzheizung/-lüftung v, Aluräder 19 Zoll etc.

Parksensoren v/h € 750,–, Metallic-Lack € 900,–, Schiebedach € 900,–, heizbares Lenkrad mit Schaltwippen € 300,–, Navigation plus Soundsystem mit 10 Lautsprechern etc. € 2100,– (inkl. Mark Levinson Sound System mit 17 LS € 3100,–) etc.

1 Kommentare

  1. Klingt nach einer guten Basis für ein Cabrio.
    Das böhze Karosseriedesign geht allerdings garnicht.

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