TEST: Lexus RX 450h F Sport

5. Mai 2016
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Lexus
Klasse:Coupé
Antrieb:Hinterrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:313 PS
Testverbrauch:8,5 l/100km
Modelljahr:2015
Grundpreis:85.900 Euro

Die vierte Generation des klassischen SUV der noblen Toyota-Tochter wird in Ös­terreich nur mehr als Hybrid angeboten – ein gute Entscheidung, so hat man als diesel-lose Marke immerhin ein Alleinstellungsmerkmal. Gegenüber dem Vorgän­ger legte der RX vor allem in der Länge zu, von den zwölf Zentimetern Plus gehen fünf an den Radstand. Optisch ist der 4,9 Meter-Wagen aggressiv gestylt wie seine jüngeren Geschwister, er wirkt wie ein als „Darth Vader“ verkleideter BMW X6.

Was tut sich unterwegs? Viel Freude dank luxuriösem Wohlfühl-Ambiente. Zum Off­­­road Fahren ist dieser SUV freilich nicht gemacht, auch nicht zum Heizen, ob­wohl die Fahrleis­tungen zufrieden stellen. Doch der V6 klingt bei dynamischer Gangart trotz (oder ob?) „Soundcreator“ gequält, der Verbrauch steigt stark an, und ge­nerell vermittelt der große Japaner selbst in der getesteten Variante F Sport we­nig sportliche Fahrfreude. Die künstlichen sechs Gänge des stufenlosen Getrie­bes kann man getrost links liegen lassen, selbst schalten ist hier einfach nur unhar­monisch. Also cruist man lieber entspannt dahin, freut sich über die feine Aus­stattung – und fühlt sich ob tollem Sicherheits-Paket bestens behütet.

Motor & Getriebe – Das Zusammenspiel von Benziner und den beiden E-Motoren funktioniert harmo­nisch, ob stufenlosen Getriebe läuft der relativ kultivierte V6 beim Beschleunigen gefühlt mit zuviel Drehzahl. Im Sport-Modus spürbar agiler.

Fahrwerk & Traktion – Trotz adaptiver Dämpfer Komfort-Schwächen bei kurzen Stößen (auch wegen fla­cher 20-Zöller). Relativ wenig Seitenneigung und nur zarte Lastwechsel-Reaktio­nen in flotten Kurven. Lenkung durchaus präzise, ausreichend direkt. Bremsen für ein Hybrid-Modell gut zu dosieren. Keine Traktions-Probleme.

Stock & Stein –  Quasi-Allrad über E-Motor an der Hinterachse. Tief herunter reichende Front­schür­ze, mittelmäßige Bodenfreiheit und keine Sperren – dieser SUV ist nichts für raues Gelände.

Cockpit & Bedienung – Bequeme Möbel mit ordentlichem Seitenhalt, gute Sitzposition, zum Teil sehr ge­wöh­nungsbedürftige Bedienung (Infotainment-System über maus-artigen Control­ler). Schlechte Übersicht nach hinten. Fein: genug Ablagen, praktisches Headup-Display, viele kleine Alltags-Helfer.

Innen- & Kofferraum – Viel Platz in beiden Reihen, das optionale Panoramadach beschneidet die Kopf­frei­heit um rund drei Zentimeter. Fondsitze längsverschiebbar und mit verstell­baren Lehnen. Hohe Ladekante, für einen Hybrid ausreichend großer, gut nutzbarer Kof­ferraum, nach Umlegen der Fondlehnen (gegen Aufpreis elektrisch) Stufe im Boden.

Dran & Drin – Das sportliche Topmodell ist mehr als üppig bestückt, da bleiben kaum Extras. 1A-Ver­arbeitung, etwas zu unruhiger Mix an verschiedenen (hochwertigen) Mate­ria­lien.

Schutz & Sicherheit – Die üblichen sechs Airbags sind serienmäßig, gegen Extra-Geld gibt es ein paar As­sistenzsysteme. Minus: Radar-Tempomat geht nur vom Gas und bremst nicht.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch wie bei allen Hybrid-Modellen fern der Werksangabe, richtig grün vor allem innerorts.

Preis & Kosten – Kein Sonderangebot, aber ausstattungsbereinigt günstiger als die sportlicheren BMW X5 und Mercedes GLE, die Plug In-Hybridler Audi Q7, Porsche Cayenne und Volvo XC90 sind noch teurer. Lange Garantie, aber kurze Service-Intervalle und dünnes Werkstatt-Netz.

#1

Topographisch unruhiges Cockpit, der F Sport hat ein spezielles Lenkrad, dazu gibt’s einen riesigen Breitbild-Monitor

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die vierte Generation des klassischen SUV der noblen Toyota-Tochter wird in Ös­terreich nur mehr als Hybrid angeboten – ein gute Entscheidung, so hat man als diesel-lose Marke immerhin ein Alleinstellungsmerkmal. Gegenüber dem Vorgän­ger legte der RX vor allem in der Länge zu, von den zwölf Zentimetern Plus gehen fünf an den Radstand. Optisch ist der 4,9 Meter-Wagen aggressiv gestylt wie seine jüngeren Geschwister, er wirkt wie ein als „Darth Vader“ verkleideter BMW X6. Was tut sich unterwegs? Viel Freude dank luxuriösem Wohlfühl-Ambiente. Zum Off­­­road Fahren ist dieser SUV freilich nicht gemacht, auch nicht zum Heizen, ob­wohl die Fahrleis­tungen zufrieden stellen. Doch der V6 klingt bei dynamischer Gangart trotz (oder ob?) „Soundcreator“ gequält, der Verbrauch steigt stark an, und ge­nerell vermittelt der große Japaner selbst in der getesteten Variante F Sport we­nig sportliche Fahrfreude. Die künstlichen sechs Gänge des stufenlosen Getrie­bes kann man getrost links liegen lassen, selbst schalten ist hier einfach nur unhar­monisch. Also cruist man lieber entspannt dahin, freut sich über die feine Aus­stattung – und fühlt sich ob tollem Sicherheits-Paket bestens behütet.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Das Zusammenspiel von Benziner und den beiden E-Motoren funktioniert harmo­nisch, ob stufenlosen Getriebe läuft der relativ kultivierte V6 beim Beschleunigen gefühlt mit zuviel Drehzahl. Im Sport-Modus spürbar agiler. Fahrwerk & Traktion - Trotz adaptiver Dämpfer Komfort-Schwächen bei kurzen Stößen (auch wegen fla­cher 20-Zöller). Relativ wenig Seitenneigung und nur zarte Lastwechsel-Reaktio­nen in flotten Kurven. Lenkung durchaus präzise, ausreichend direkt. Bremsen für ein Hybrid-Modell gut zu dosieren. Keine Traktions-Probleme. Stock & Stein -  Quasi-Allrad über E-Motor an der Hinterachse. Tief herunter reichende Front­schür­ze, mittelmäßige Bodenfreiheit und keine Sperren – dieser SUV ist nichts für raues Gelände. Cockpit & Bedienung - Bequeme Möbel mit ordentlichem Seitenhalt, gute Sitzposition, zum Teil sehr ge­wöh­nungsbedürftige Bedienung (Infotainment-System über maus-artigen Control­ler). Schlechte Übersicht nach hinten. Fein: genug Ablagen, praktisches Headup-Display, viele kleine Alltags-Helfer. Innen- & Kofferraum - Viel Platz in beiden Reihen, das optionale Panoramadach beschneidet die Kopf­frei­heit um rund drei Zentimeter. Fondsitze längsverschiebbar und mit verstell­baren Lehnen. Hohe Ladekante, für einen Hybrid ausreichend großer, gut nutzbarer Kof­ferraum, nach Umlegen der Fondlehnen (gegen Aufpreis elektrisch) Stufe im Boden. Dran & Drin - Das sportliche Topmodell ist mehr als üppig bestückt, da bleiben kaum Extras. 1A-Ver­arbeitung, etwas zu unruhiger Mix an verschiedenen (hochwertigen) Mate­ria­lien. Schutz & Sicherheit - Die üblichen sechs Airbags sind serienmäßig, gegen Extra-Geld gibt es ein paar As­sistenzsysteme. Minus: Radar-Tempomat geht nur vom Gas und bremst nicht. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch wie bei allen Hybrid-Modellen fern der Werksangabe, richtig grün vor allem innerorts. Preis & Kosten - Kein Sonderangebot, aber ausstattungsbereinigt günstiger als die sportlicheren BMW X5 und Mercedes GLE, die Plug In-Hybridler Audi Q7, Porsche Cayenne und Volvo XC90 sind noch teurer. Lange Garantie, aber kurze Service-Intervalle und dünnes Werkstatt-Netz.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1462438660757{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1462439381688{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Topographisch unruhiges Cockpit, der F Sport hat ein spezielles Lenkrad, dazu gibt’s einen riesigen Breitbild-Monitor[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32470fe8-8abd"][vc_column_text]V6, 24V, 3456 ccm, 262 PS (193 kW) bei 6000/min max.…

7.3

Fazit

Aggressiv gestylter Groß-SUV, Bessermenschen verzaubert der Hybrid-Bonus.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Cockpit & Bedienung
Sauber & Grün
Preis & Kosten
7

V6, 24V, 3456 ccm, 262 PS (193 kW) bei 6000/min max. Drehmoment 335 Nm bei 4600/min, E-Motoren an Vorder-/Hinterache mit 167/68 PS bzw. 335/139 Nm, Sys­tem­leistung 313 PS bzw. 474 Nm, stufenlose Automatik, Quasi-Allradantrieb, Scheiben­bremsen v/h (bel.), L/B/H 4890/1895/1685 mm, Radstand 2790 mm, 5 Sitze, Wende­kreis 11,6 m, Reifendimension 235/55 R 20 (Testwagen-Bereifung Yokohama W Drive), Tankinhalt 65 l, Reichweite 765 km, Kofferraumvolu­men 5391612 l, Leergewicht 2165 kg, zul. Gesamtgewicht 2715 kg, max. Anh.-Last 2000 kg, 0–100 km/h 7,7 sec, Spitze 200 km/h, Steuer (jährl.) € 1396,44, Werkstätten in Österreich 11, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außer­orts/Mix) 5,5/5,5/5,5 l, Testverbrauch 8,5 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 127/196 g/km

 

Offroad-Daten: Quasi-Allradantrieb über selbst zuschaltenden E-Motor an der Hinter­achse; Böschungswinkel v/h 16,5°/24°, Rampenwinkel 15,8°, Bodenfreiheit 195 mm, Wattiefe k. A.

Frontairbags, Knieairbag fahrerseitig, Seitenairbags v/h, durchgeh. Kopfairbags, Isofix, ESP, Radar-Tempomat mit Pre Crash-System samt Fußgänger-Er­kennung, Müdigkeitserkennung, Spurwechsel-Warner, Spurhalte-Assistent, Toter­win­kel-Warner mit Rückfahr-Assistent, LED-Scheinwerfer mit autom. Fernlicht, Verkehrs­zei­chen-Erkennung, Headup-Display, adaptives Fahrwerk, Klimaauto­ma­tik, el. klappb. Außenspiegel, E-Sportsitze v, induktive Handy-Ladestation, Leder­sport­lenkrad elektr. verstellbar, Keyless-Go, Einparkhilfe v/h, Rückfahrkamera, Leder­pols­te­rung, Bluetooth für Telefon und Audio, CD-Radio mit USB/AUX-Anschluss und 12,3 Zoll-Display, Navi­gation, Mark Levinson Sound mit 15 LS, Bluetooth für Telefon und Audio, Licht- und Re­gensensor, autom. abblend. Spiegel, E-Heckklappe, Sitzheizung/-lüftung v, Aluräder 20 Zoll etc.

Metallic-Lack € 1000,–, Sitzheizung h € 400,– (el. klappbare Rückbank dazu € 500,–), E-Schiebedach € 1100,–, Panorama-Schiebedach € 1500,–, heizbares Lenkrad mit Schaltwippen € 300,–, 360 Grad-Kameras € 750,–, aktive Stabilisatoren (nicht bei Panoramadach) € 2300,–

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