TEST: Volvo XC90 T8 Twin Engine Inscription

5. Mai 2016
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Volvo
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:407 PS
Testverbrauch:7,2 l/100km
Modelljahr:2016
Grundpreis:81.520 Euro

Das Kürzel T8 ist trügerisch. Immerhin darf hier keineswegs ein Turbo-V8 für Vortrieb sorgen. Das aktuelle Topmodell des Schweden-SUVs wird von einem doppelt zwangsbeatmeten Vierzylinder für die Vorderräder und einem E-Motor an der Hinterachse angetrieben. Das ergibt zusammen eine Systemleistung von 407 PS – und NoVA-Befreiung, dem theoretischem Durchschnittsverbrauch von nur 2,1 Litern sei Dank. Die in der Praxis erreichbaren Werte sind natürlich maßgeblich durch die zu fahrenden Strecken bestimmt: Im Stadtbetrieb kamen wir rein elek­trisch rund 20 Kilometer weit. Ist der via Steckdose betankbare Akku leer, hat der Benzinmotor an den 2343 Kilo schwer zu schleppen.

Dennoch wirkt der Plug-In Hybrid nie angestrengt. Ganz im Gegenteil, die satte Leistung zeigt sich in Form von ständiger Souveränität. Das passt ausgezeichnet zum komfortablen Charakter des Nobel-Kraxlers, der eher Richtung Range Rover denn BMW X5 schielt. Das Zusammenspiel der beiden Aggregate funktioniert tadellos, die Automatik schaltet weich, das Fahrwerk gibt sich stets komfortabel, und der Innenraum besticht mit weich gepolsterter Wohlfühl-Atmosphäre.

Motor & Getriebe – Der aufgeladene Vierzylinder gibt sich kräftig und ruhig; in Kombination mit dem E-Aggregat stets mehr als genug Leistung. Wechsel von Strom- zu Benzinbetrieb fun­ktioniert nahezu unmerklich, das gleichzeitige Zusammenspiel gut. Automatik sanft und flott.

Fahrwerk & Traktion – Trotz antiquierter Fahrwerkskonstruktion mit Blattfedern hinten satte Straßenlage, das optionale Luftfeder-Fahrwerk für viel Komfort. Trotz angenehm direkter und gefühlvoller Lenkung fühlt sich der Wagen dennoch schwer an. Untersteuern im Grenzbereich, Traktion im 4WD-Modus kein Problem, gute Bremsen.

Stock & Stein – Der 4×4-Gelände-Modus macht den XC90 zum überraschend talentierten Kraxler. Dabei wird die Motorsteuerung geändert, auf konstanten Allradbetrieb gestellt und die Bodenfreiheit erhöht (bei Luftfederung).

Cockpit & Bedienung – Der zentrale Touchscreen mit Smartphone-ähnlicher Bedienung bündelt alle Funk­tionen, reagiert schnell und ist (am Stand) intuitiv zu bedienen. Volldigitale, gut ab­lesbare Kombiinstrumente. Sehr gute Sitze, Übersicht ob massiver C-Säulen ein­geschränkt. Ausreichend Ablagen.

Innen- & Kofferraum – In Reihe eins und zwei massig Platz, in der dritten Reihe nur bis etwa 1,7 Meter Kör­pergröße bequem. Großer, dank einzeln verschieb- und kippbarer Fondsitze einfach und variabel erweiterbarer Kofferraum – ohne Abstriche wegen Hybrid-Antrieb.

Dran & Drin – In der teuren Topausstattung „Inscription“ gut ausstaffiert (Ausnahme: Sitzheizung optional). In der Aufpreisliste interessante Pakete zu angemessenen Preisen. Als Hybrid nur mit sieben Sitzen erhältlich. Feine Materialien, Verarbeitung top.

Schutz & Sicherheit – Knieairbag ist ebenso Serie wie alle sonst üblichen Luftpolster, der Notbrems-Assistent, die Verkehrszeichen-Erkennung und der Spurhalte-Assistent. Weitere Assistenten gegen Aufpreis.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch fernab der Werksangabe, dennoch respektabel. E-Reichweite im Test rund 20 Kilometer (Stadt).

Preis & Kosten – BMW X5 40e und Mercedes GLE 500 e sind eine Spur günstiger, der Porsche Cayenne S e-Hybrid ist etwas, der Range Rover Hybrid deutlich teurer. Zwei Jahre Standard-Garantie, fünf Jahre auf die Hybrid-Komponenten. Dank NoVA-Befreiung um 470 Euro günstiger als der 320 PS starke Benziner. Werthaltung fraglich.

#1

Das Cockpit des XC90 wirkt aufgeräumt und nobel, die Bedienung über den großen Touchscreen funktioniert im Stand gut. Exklusives Extra für den Hybrid: vor dem eleganten Start-Drehknopf thront ein Automatik-Schalthebel aus beleuchtetem Kristallglas

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das Kürzel T8 ist trügerisch. Immerhin darf hier keineswegs ein Turbo-V8 für Vortrieb sorgen. Das aktuelle Topmodell des Schweden-SUVs wird von einem doppelt zwangsbeatmeten Vierzylinder für die Vorderräder und einem E-Motor an der Hinterachse angetrieben. Das ergibt zusammen eine Systemleistung von 407 PS – und NoVA-Befreiung, dem theoretischem Durchschnittsverbrauch von nur 2,1 Litern sei Dank. Die in der Praxis erreichbaren Werte sind natürlich maßgeblich durch die zu fahrenden Strecken bestimmt: Im Stadtbetrieb kamen wir rein elek­trisch rund 20 Kilometer weit. Ist der via Steckdose betankbare Akku leer, hat der Benzinmotor an den 2343 Kilo schwer zu schleppen. Dennoch wirkt der Plug-In Hybrid nie angestrengt. Ganz im Gegenteil, die satte Leistung zeigt sich in Form von ständiger Souveränität. Das passt ausgezeichnet zum komfortablen Charakter des Nobel-Kraxlers, der eher Richtung Range Rover denn BMW X5 schielt. Das Zusammenspiel der beiden Aggregate funktioniert tadellos, die Automatik schaltet weich, das Fahrwerk gibt sich stets komfortabel, und der Innenraum besticht mit weich gepolsterter Wohlfühl-Atmosphäre.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der aufgeladene Vierzylinder gibt sich kräftig und ruhig; in Kombination mit dem E-Aggregat stets mehr als genug Leistung. Wechsel von Strom- zu Benzinbetrieb fun­ktioniert nahezu unmerklich, das gleichzeitige Zusammenspiel gut. Automatik sanft und flott. Fahrwerk & Traktion - Trotz antiquierter Fahrwerkskonstruktion mit Blattfedern hinten satte Straßenlage, das optionale Luftfeder-Fahrwerk für viel Komfort. Trotz angenehm direkter und gefühlvoller Lenkung fühlt sich der Wagen dennoch schwer an. Untersteuern im Grenzbereich, Traktion im 4WD-Modus kein Problem, gute Bremsen. Stock & Stein - Der 4x4-Gelände-Modus macht den XC90 zum überraschend talentierten Kraxler. Dabei wird die Motorsteuerung geändert, auf konstanten Allradbetrieb gestellt und die Bodenfreiheit erhöht (bei Luftfederung). Cockpit & Bedienung - Der zentrale Touchscreen mit Smartphone-ähnlicher Bedienung bündelt alle Funk­tionen, reagiert schnell und ist (am Stand) intuitiv zu bedienen. Volldigitale, gut ab­lesbare Kombiinstrumente. Sehr gute Sitze, Übersicht ob massiver C-Säulen ein­geschränkt. Ausreichend Ablagen. Innen- & Kofferraum - In Reihe eins und zwei massig Platz, in der dritten Reihe nur bis etwa 1,7 Meter Kör­pergröße bequem. Großer, dank einzeln verschieb- und kippbarer Fondsitze einfach und variabel erweiterbarer Kofferraum – ohne Abstriche wegen Hybrid-Antrieb. Dran & Drin - In der teuren Topausstattung „Inscription“ gut ausstaffiert (Ausnahme: Sitzheizung optional). In der Aufpreisliste interessante Pakete zu angemessenen Preisen. Als Hybrid nur mit sieben Sitzen erhältlich. Feine Materialien, Verarbeitung top. Schutz & Sicherheit - Knieairbag ist ebenso Serie wie alle sonst üblichen Luftpolster, der Notbrems-Assistent, die Verkehrszeichen-Erkennung und der Spurhalte-Assistent. Weitere Assistenten gegen Aufpreis. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch fernab der Werksangabe, dennoch respektabel. E-Reichweite im Test rund 20 Kilometer (Stadt). Preis & Kosten - BMW X5 40e und Mercedes GLE 500 e sind eine Spur günstiger, der Porsche Cayenne S e-Hybrid ist etwas, der Range Rover Hybrid deutlich teurer. Zwei Jahre Standard-Garantie, fünf Jahre auf die Hybrid-Komponenten. Dank NoVA-Befreiung um 470 Euro günstiger als der 320 PS starke Benziner. Werthaltung fraglich.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1462437660914{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1462437636210{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Das Cockpit des XC90 wirkt aufgeräumt und nobel, die Bedienung über den großen Touchscreen funktioniert im Stand gut. Exklusives Extra…

7.6

Fazit

Nobel-komfortabler Gleit-SUV mit souveräner Hybrid-Power.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.1 ( 18 Stimmen)
8

R4, 16V, Turbo plus Kompressor, 1969 ccm, 320 PS (235 kW) bei 5700/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 2200–5400/min, E-Motor: 87 PS (64 kW), 240 Nm, Li-Ionen-Batterie 9,2 kWh, Systemleistung 407 PS (299 kW) bzw. 640 Nm bei 2200–5400/min, Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v/h bel.), L/B/H 4950/2140/1776 mm, Radstand 2984 mm, 7 Sitze, Wendekreis 11,9 m, Reifen­dimension 275/45 R 20 (Testwagen-Bereifung Nokian WR SUV³ 275/40 R 21), Tankinhalt 50 l, Reichweite gesamt 700 km, Kofferraumvolumen 692–1868 l, Leergewicht 2343 kg, zul. Gesamtgewicht 3010 kg, max. Anh.-Last 2400 kg, 0–100 km/h 5,6 sec, Spitze 230 km/h, Steuer (jährl.) € 1783,44, Werkstätten in Österreich 53, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Mix) 2,1 l, Testverbrauch 7,2 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 49/166 g/km

 

Offroad-Daten: Quasi-Allradantrieb über E-Motor an der Hinterachse zuschaltbar, Böschungswinkel v/h 23,8°/23,3°, Rampenwinkel 21,3°, Bodenfreiheit 238 (267 mit Luftfederung) mm, Wattiefe 450 mm

Front- und vordere Seitenairbags, durchgeh. Kopfairbag-Vorhän­ge, Fahrer-Knieairbag, ESP, Bergan- und -abfahrhilfe, City-Notbremsassistent, Isofix-Halterungen, Müdigkeitswarner, Spurhalte-Assistent, el. klappb. Außenspiegel, E-Parkbremse, Tempomat, Regen- und Lichtsensor, autom. abblendb. Innenspiegel, Verkehrszeichen-Erkennung, FB-Zentralsperre, 8,2 Zoll Touchscreen, Vierzonen Klimaautomatik, Multifunktions-Lederlenkrad, CD-Radio mit 10 LS, Bluetooth für Telefon und Audio, Aluräder, Einparkhilfe h, Voll-LED-Scheinwerfer inkl. Tagfahrlicht, E-Heckklappe, Lederausstattung, el. Sitzverstellung v mit Memory, Panorama Schiebedach, Standheizung etc.

Business-Paket (Navi inkl. Sprachsteuerung, Einparkhilfe v, Einpark-Assistent etc.) € 1650,–, Business-Paket inkl. Bower&Wilkins-Sound € 4110,–, Intellisafe Pro-Paket (Radar-Tempomat inkl. autom. Stop & Go, aktiver Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung mit autom. Geschwindigkeitsanpassung, Toterwinkel-Warner, Spurverlassens-Warner, Querverkehr-Erkennung etc.) € 1860,–, Winter-Paket (Sitzheizung v, beheizb. Scheibenwaschdüsen) € 336,–, Winter-Paket Pro (zus. beheizb. Fondsitze, Lenkrad-Heizung) € 1044,–, Xenium-Paket (Headup-Display, Türverkleidung und Armaturenbrett in Leder, Rückfahrkamera, Außenspiegel autom. abblendb. etc.) € 3180,–, adaptives Luftfeder-Fahrwerk € 2580,–, Massage-Sitze v € 756,–, schlüsselloser Zugang € 696,–, Apple Car Play € 300,–, Metallic-Lack € 948,–, 21 Zoll-Aluräder € 1596,– etc.

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