Nächster Megane RS schon am Nürburgring

5. September 2016
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Aktuelles

Vor kurzem erst stellte Renault die Produktion des bisherigen Renault Megane RS ein – diesem nur als Coupé erhältlichen und am Ende mit bis zu 275 PS bewaffneten Hot-Hatch, der seit rund acht Jahren die GTIs dieser Welt das Fürchten lehrte – erst der Clubsport konnte dem Franzosen endgültig Einhalt gebieten. Nun aber werkelt das Renault Sport-Team quasi am Gegenschlag: dem nächsten Megane RS. Und offensichtlich ist man dabei schon recht weit gekommen. Immerhin dreht er laut diesen ersten Fotos unserer Kollegen von Motor1.com schon seine ersten Rennstrecken Testrunden.

Die Veränderungen, die man dabei gerade in Relation zum „normalen“, 200 PS starken Megane GT (hier im Test) vorgenommen hat, sind bei genauerem Hinsehen recht deutlich: Schwarze Planken über den Radkästen deuten auf eine deutlich weitere Spur (und beim fertigen Auto breitere Backen) hin. Außerdem ist die Bremsanlage gewachsen und das Fahrwerk durchaus merklich abgesenkt. Am Heck lauert wiederum eine frische Abgasanlage mit – wie schon beim bisherigen Modell – mittig montierten Endrohren.

Was uns unter der Haube erwartet ist noch fraglich. Fest steht – laut Aussagen von Renault Sport’s vice president of sales, marketing and communication, Regis Fricotte – dass der bisher verwendete 2 Liter Murl ausgedient hat. Stattdessen kommt ein Motor mit weniger Hubraum zum Einsatz. Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass Renault hier im Stile von Peugeot beim 308 GTi auf eine mächtig aufgeblasene Version des schon im GT verwendeten 1,6 Liter Vierzylinders zurückgreifen könnte. Die neuste Theorie ist nun allerdings, dass Renault Sport sich für den Megane RS an dem 1,8 Liter Motor bedienen könnte, der gerade für die Alpine entwickelt wird.

Wirklich spannend könnte aber die Frage werden, ob Renault tatsächlich – wir berufen uns wieder auf die selbe Quelle wie vorher – keine manuelle Schaltung für den neuen RS anbieten wird. Diese Entscheidung sorgte ja schon beim Clio RS für viel „Empörung“ unter den Puristen … gleichzeitig aber auch für deutlich bessere Verkaufszahlen.

Wie dem auch sei: Auch die Frage nach dem Antrieb ist noch offen – also ob man bei Vorderradantrieb bleiben oder auf Allrad wechseln wird. Unser Tipp liegt auf Ersterem – aber inklusive Allradlenkung wie schon beim GT. Diese Lösung sorgte schon dort für tolle Kurvenspeeds und sollte sich auch mit noch etwas mehr Schmalz sicherlich gut bewähren.

Der neue Megane RS wird vermutlich 2017/2018 auf den Markt kommen. Dementsprechend erwarten wir die Präsentation für die Frankfurter IAA im nächsten Jahr.

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