Renault wendet sich von Diesel ab (und ist damit nicht allein)

7. September 2016
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Aktuelles

Uns allen dürfte bewusst sein, dass die Abgasnormen von Jahr zu Jahr strenger werden … dem Autoherstellern somit auch. Das Problem: Während wir als Verbraucher uns darüber keinen weiteren Kopf machen müssen, bedeuten diese laufenden Verschärfungen für die Konstrukteure der Autos immer höhere Kosten für Forschung und Entwicklung, um die bestehenden Motorkonzepte sparsamer zu machen. Und das wird wiederum in den Preisen für uns spürbar. Dementsprechend zeichnete der bei Renault für den Wettbewerb zuständige Manager Thierry Bollore laut einem Bericht des Manager-Magazins schon im Juli eine düstere Zukunftsvision für den Diesel-Antrieb – stellte in Frage, ob das Konzept „Dieselmotor“ bei PKW überhaupt eine Zukunft habe.

Insidern zufolge gilt es als wahrscheinlich, dass Renault schon bald kaum noch Dieselaggregate herstellen wird. Der Grund ist einfach: Die Kosten für Dieselmotoren würden aufgrund er strengen Regulierungen immer höher, die für E-Antriebe und Co. niedriger. Bald schon würde der Anschaffungsaufpreis für Diesel-Motoren in Relation zu anderen Motoren für keinen Kunden mehr akzeptabel sein. Im A-Segment – also Kleinwagen wie dem Twingo – ist genau das bereits passiert. Renault bietet keine Diesel-Motoren mehr an, da diese zu den möglichen Preisen schlicht ohnehin keiner kaufen würde. Ganz ähnliches erwarten Experten bald schon auf für das B- (Clio) und C-Segment (Megane).

Nicht nur Renault ist aber skeptisch. Auch VW-Chef Mattias Müller hatte im Juni bereits Zweifel daran geäußert, dass sich große Investitionen in die Diesel-Technologie noch lohnen würden. Ebenso BMW-Chef Harald Krüger – man wolle sich auf E-Antriebe konzentrieren. Gleich sieht das Rupert Stadler, Chef von Audi.

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