Tesla: Rekord-Umsatz und -verlust, Model 3 weiter verzögert

8. Februar 2018
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Aktuelles

Auf dem steinigen Weg zum vermeintlichen großen Erfolg mit dem leistbaren und massentauglichen Tesla Model 3 muss sich Firmen-Chef Elon Musk erneut unerfreulichen Tatsachen stellen: Mit einem Minus von 675 Millionen Dollar (rund 550 Millionen Euro) war der Verlust im vierten Quartal so hoch wie noch nie in der Geschichte des 2003 gegründeten E-Autobauers. Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2016 lag er bei nur 121 Millionen, im dritten Quartal 2017 bei 619 Millionen Dollar. Und, wie Musk in einem Brief an die Aktionäre mitteilte, werden diese künftig noch weiter steigen, da die Ausgaben 2018 noch einmal erhöht werden müssen: Neben der Produktion der Autos und Batterien selbst muss auch in neue Tesla-Stores, Service-Center und Ladestationen investiert werden.

In Hinblick auf die immer noch stockende Produktion des Tesla Model 3 versprach Musk nun mit zum Ende vom ersten Quartal 2018 2500 Stück pro Woche vom Band zu bekommen. Bis zum Ende des zweiten Quartals sollen es dann 5000 Stück pro Woche sein. Ein Wert, der ursprünglich schon für Ende 2017 angepeilt war – allerdings wurden bis zum Ende des Dezember 2017 insgesamt gerade einmal 1.542 Tesla Model 3 ausgeliefert. Dementsprechend wurden auch die Zeiten für die Auslieferungen von Vorbestellern überarbeitet: Statt „Anfang 2018“ dürften Vorbesteller ihre Model 3 nun frühestens Ende 2018, eher Anfang 2019 erhalten.

Dennoch gibt es für Tesla wenig Grund zur Trauer: Die Aktionäre nahmen die Neuigkeiten ebenso wie der Markt neutral bis positiv auf. Der Kurs der Aktie blieb konstant. Auch auf die Vorbestellungen an sich hatten die Nachrichten der letzten Zeit keine negativen Auswirkungen, so Tesla. Zudem wirkte freilich sehr beruhigend, dass die Kalifornier bei all den Verlusten auch ihren Umsatz stark steigern konnten – nämlich um 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Was ebenfalls ein neuer Rekord ist.

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