TEST: Citroën C3 Aircross PureTech 110 S&S EAT6

27. April 2018
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Citroën
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:110 PS
Testverbrauch:7,1 l/100km
Modelljahr:2018
Grundpreis:22.690 Euro

Es sind stürmische Jahre für den Diesel. Galt er einst noch als Paradepartner für alle SUV, tritt er langsam, aber sicher in der kleinen Klasse den Rückzug an. Für den neuen C3 Aircross etwa gibt es nur mehr zwei Selbstzünder mit 100 und 120 PS, dafür aber gleich drei Benziner mit 82, 110 und 130 Pferden. Das eigentlich Interessante aber: Mit dem mittleren Ottomotor, so wie die anderen beiden ein quirliger Dreizylinder, ist der kleine Crossover optimal motorisiert, und zwar aus mehreren Gründen.

Zum einen arbeitet der Primzahl-Murl angenehm leise und vibriert nicht so heftig, wie ein Diesel nageln würde. Zum anderen bietet er mehr als ausreichend Dreh­moment für alle alltäglichen Belange. Und nur wer wirklich gerne viel Gas gibt, schafft es ihn zu einem echten Schluckspecht zu machen.

Der zehn PS schwächere Diesel kostet satte 1900 Euro mehr, und außerdem gibt es nur den mittleren Benziner mit der fein arbeitenden Wandler-Automatik, die den Aircross zu einem kleinen Komfort-SUV macht – mit angenehmen Sitzen, bequemer Federung, guter Übersicht und auch über 100 Litern mehr Kofferraum, als der normale (allerdings auch 3500 Euro billigere) C3 zu bieten hat.

Motor & Getriebe – Der Dreizylinder-Turbo-Benziner arbeitet gut gedämmt, aber dennoch unüber­hör­bar. Gute Gasannahme und brauchbarer Durchzug, für ordentlichen Schub muss aber ausgedreht werden. Die Sechsgang-Automatik schaltet komfortabel und schnell.

Fahrwerk & Traktion – Guter Fahrkomfort, dennoch knackig abgestimmt mit relativ wenig Seitenneigung in Kurven. Lenkung ausreichend direkt und feinfühlig, Traktion und Bremsen auch dank Breitreifen tadellos.

Cockpit & Bedienung – Instrumente und optionales Headup-Display gut ablesbar, Lenkrad liegt gut in der Hand. Dafür sind bis auf Lautstärke sowie Heckscheibenheizung und Windschutz-Enteisung alle Funktionen nur über den Touchscreen erreichbar. Gute Übersicht, bequeme Sitzposition, brauchbare Ablagen-Anzahl.

Innen- & Kofferraum – Ausreichend Bewegungsfreiheit Reihe eins, die Sitze sind komfor­tabel und langstreckentauglich. Klassen-typisch im Fond etwas eng. Kofferraum ausreichend groß, dank faltbarer 2:1-Fondbank einfach zu erweitern – der Boden bleibt eben. Fein: große Heckklappen-Öffnung, niedrige Ladekante.

Dran & Drin – Die Topversion ist ab Werk gut bestückt. In der Extra-Liste finden sich spannende Features, teils zu Paketen zusammengefasst. Saubere Verarbeitung, Materialien nicht durchwegs hochwertig. Automatik-Verzicht spart 1500 Euro.

Schutz & Sicherheit – Ab Werk die übliche Airbag-Armada sowie diverse Assistenzsysteme. Optional um 360 Grad-Kamera und Toterwinkel-Warner erweiterbar. Abstandsregel-Tempomat leider nicht erhältlich.

Sauber & Grün – Sparsam bei gemächlicher Fahrweise, voll beladen und bei hohem Tempo aber kein Kostverächter. Start/Stopp arbeitet flink und kaum spürbar.

Preis & Kosten – Der größere Dacia Duster kostet deutlich weniger, der Ford Ecosport ist einen Hauch billiger, Bruder Peugeot 2008 mit identischer Motorisierung kostet mehr. Zwei Jahre Neuwagen-Garantie, kein sonderlich hoher Wertverlust zu erwarten.

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Aircross-Cockpit: Fast alle Funktionen müssen über den Touchscreen ge­­steuert werden. Weiter hinten wartet stattlicher Stauraum: Die Rücksitze sind längs veschiebbar und falten sich beim Umlegen flach zusammen.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es sind stürmische Jahre für den Diesel. Galt er einst noch als Paradepartner für alle SUV, tritt er langsam, aber sicher in der kleinen Klasse den Rückzug an. Für den neuen C3 Aircross etwa gibt es nur mehr zwei Selbstzünder mit 100 und 120 PS, dafür aber gleich drei Benziner mit 82, 110 und 130 Pferden. Das eigentlich Interessante aber: Mit dem mittleren Ottomotor, so wie die anderen beiden ein quirliger Dreizylinder, ist der kleine Crossover optimal motorisiert, und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen arbeitet der Primzahl-Murl angenehm leise und vibriert nicht so heftig, wie ein Diesel nageln würde. Zum anderen bietet er mehr als ausreichend Dreh­moment für alle alltäglichen Belange. Und nur wer wirklich gerne viel Gas gibt, schafft es ihn zu einem echten Schluckspecht zu machen. Der zehn PS schwächere Diesel kostet satte 1900 Euro mehr, und außerdem gibt es nur den mittleren Benziner mit der fein arbeitenden Wandler-Automatik, die den Aircross zu einem kleinen Komfort-SUV macht – mit angenehmen Sitzen, bequemer Federung, guter Übersicht und auch über 100 Litern mehr Kofferraum, als der normale (allerdings auch 3500 Euro billigere) C3 zu bieten hat.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Dreizylinder-Turbo-Benziner arbeitet gut gedämmt, aber dennoch unüber­hör­bar. Gute Gasannahme und brauchbarer Durchzug, für ordentlichen Schub muss aber ausgedreht werden. Die Sechsgang-Automatik schaltet komfortabel und schnell. Fahrwerk & Traktion - Guter Fahrkomfort, dennoch knackig abgestimmt mit relativ wenig Seitenneigung in Kurven. Lenkung ausreichend direkt und feinfühlig, Traktion und Bremsen auch dank Breitreifen tadellos. Cockpit & Bedienung - Instrumente und optionales Headup-Display gut ablesbar, Lenkrad liegt gut in der Hand. Dafür sind bis auf Lautstärke sowie Heckscheibenheizung und Windschutz-Enteisung alle Funktionen nur über den Touchscreen erreichbar. Gute Übersicht, bequeme Sitzposition, brauchbare Ablagen-Anzahl. Innen- & Kofferraum - Ausreichend Bewegungsfreiheit Reihe eins, die Sitze sind komfor­tabel und langstreckentauglich. Klassen-typisch im Fond etwas eng. Kofferraum ausreichend groß, dank faltbarer 2:1-Fondbank einfach zu erweitern – der Boden bleibt eben. Fein: große Heckklappen-Öffnung, niedrige Ladekante. Dran & Drin - Die Topversion ist ab Werk gut bestückt. In der Extra-Liste finden sich spannende Features, teils zu Paketen zusammengefasst. Saubere Verarbeitung, Materialien nicht durchwegs hochwertig. Automatik-Verzicht spart 1500 Euro. Schutz & Sicherheit - Ab Werk die übliche Airbag-Armada sowie diverse Assistenzsysteme. Optional um 360 Grad-Kamera und Toterwinkel-Warner erweiterbar. Abstandsregel-Tempomat leider nicht erhältlich. Sauber & Grün - Sparsam bei gemächlicher Fahrweise, voll beladen und bei hohem Tempo aber kein Kostverächter. Start/Stopp arbeitet flink und kaum spürbar. Preis & Kosten - Der größere Dacia Duster kostet deutlich weniger, der Ford Ecosport ist einen Hauch billiger, Bruder Peugeot 2008 mit identischer Motorisierung kostet mehr. Zwei Jahre Neuwagen-Garantie, kein sonderlich hoher Wertverlust zu erwarten.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1524825041647{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1524825068191{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Aircross-Cockpit: Fast alle Funktionen müssen über den Touchscreen ge­­steuert werden. Weiter hinten wartet stattlicher Stauraum: Die Rücksitze sind längs veschiebbar und falten sich beim Umlegen flach zusammen.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb432481-7965"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 1199 ccm, 110 PS (81 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment…

6.5

FAZIT

Komfortabler City-SUV mit gelungenem Antrieb zum fairen Preis.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : Sei der Erste !
7

R3, 12V, Turbo, 1199 ccm, 110 PS (81 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 205 Nm bei 1500/min, Sechsgang-Automatik, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4154/1824/1597 mm, Radstand 2604 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,8 m, Reifen­dimension 205/60 R 16 (Testwagen-Bereifung Hankook Kinergy 4S 215/50 R 17), Tank­­­inhalt 45 l, Reichweite 630 km, Kofferraumvolumen 410–1289 l, Leergewicht 1145 kg, zul. Gesamtgewicht 1815 kg, max. Anh.-Last 840 kg, 0–100 km/h 10,6 sec, Spitze 183 km/h, Steuer (jährl.) € 424,08, Werkstätten in Österreich 121, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 6,9/4,8/5,6 l, Testver­brauch 7,1 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 126/163 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vor­hänge, Verkehrsschild-Erkennung, Spurhalte-Assistent, Aufmerksamkeits-Assistent, Tempomat, el. verstell-, klapp- und heizb. E-Außenspiegel, E-Fensterheber v+h, Unter­fahrschutz v+h, Einparkhilfe h, LED-Tagfahrlicht, 16- Zoll-Aluräder, Bordcomputer, 7 Zoll Touchscreen-Navigation, Bluetooth für Telefon und Audio, USB-Slot und 6 LS, Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer usw.

Family & Safety-Paket (klappb. Beifahrersitzlehne, Mittelarmlehne v, Not­brems-Assistent) € 527,–, Park Assist-Paket (Toterwinkel-War­ner, schlüsselloser Zugang) € 1257,–, Grip Control inkl. Bergabfahrhilfe € 425,–, Techno-Paket (Farb-LCD-Display, Head­up-Display, induk­tives Handyladen, HiFi-Sound) € 787,–, City Camera Paket Plus (schlüsselloser Zu­gang, 360 Grad-Kamera, Einparkhifle v+h) € 635,–, Metallic-Lack € 533,–, Polsterung „Metropolitan Grey“ € 369,–, Teillederausstattung € 794,–, 17 Zoll-Aluräder € 317,–, beheizb. Wind­schutzscheibe € 159,–, Panorama-Schie­be­dach € 889,–, Sitzheizung v € 318,–, schlüsselloser Zugang € 419,– etc.

1 Kommentare

  1. Profilbild von Hans

    Wunderschönes Auto.
    Ich würde ihn in weiß nehmen, mit genau den orangenen Stylingelementen wie Euer Testauto. Selbstverständlich mit Schaltgetriebe.
    Wie man allerdings auf die Idee kommen kann, einen 1.2 Liter Sauger mit 82 PS in so ein Auto einzubauen, erschließt sich mir nicht ganz.
    Vermutlich, um auf die Plakate „ab 14.990 Euro“ oder so ähnlich drucken zu können.
    MfGJ

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