Nichts zu meckern gibt es hingegen am Fahrverhalten. Hier macht sich das Wachstum angenehm positiv bemerkbar: Der Ka+ fährt sich nicht viel anders als der auslaufende Fiesta – was als Kompliment gemeint ist. Motorisch freilich fehlt ihm die Sportlichkeit des großen Bruders, schließlich kommen nur Saug-Benziner zum Einsatz. Selbst mit dem von uns getesteten Top-Aggregat von 85 PS ist der kleine Weltbürger eher in der City daheim als überland.
Fahrwerk & Traktion – Recht leichtgängige, direkte und einigermaßen gefühlvolle Lenkung. Für den Radstand angenehm komfortables Fahrwerk. Tadellose Bremsen. Traktion OK.
Cockpit & Bedienung – Schnörkelloses und selbsterklärendes Cockpit mit guter Ergonomie. Bequeme Sitze, gute Übersicht. Trotz recht vieler Knopferl intuitiv bedienbares Audio-System, gut funktionierende Sprachsteuerung.
Innen- & Kofferraum – Vorne ausreichend Platz, auch hinten sitzt man zu zweit angenehm bequem. Ausreichend Ablagen. Der Kofferraum liegt unterm Klassenschnitt, ist serienmäßig via 2:1 getrennter Rückbank erweiterbar, dann aber mit Stufe.
Dran & Drin – Ab Werk mit dem Nötigsten ausgestattet. Die Aufpreisliste bietet kleinen Luxus wie Tempomat oder Sitzheizung zu günstigen Tarifen – so manch andernorts verfügbares Extra wie Navigation, Schiebedach oder Automatik fehlt aber. Dem Preis angemessene Materialien, solide Verarbeitung.
Schutz & Sicherheit – Sechs Airbags und Berganfahrhilfe sind nebst ESP Serie, sonst aber keine elektronischen Helfer – auch nicht gegen Aufpreis. Nur drei Sterne beim NCAP-Crashtest.
Sauber & Grün – Recht hoher Test-Verbrauch fernab der Herstellerangabe. Start/Stopp nicht verfügbar.
Preis & Kosten – Preislich ungefähr gleichauf mit dem Dacia Sandero und somit teilweise deutlich günstiger als die gesamte restliche Konkurrenz – von den Koreanern bis hinauf zu den Premium-Minis. Außerdem positiv: fünf Jahre Garantie.







