TEST: Ford Mustang Fastback 2,3 EcoBoost Aut.

28. September 2018
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Ford
Klasse:Coupé
Antrieb:Hinterrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:290 PS
Testverbrauch:9,1 l/100km
Modelljahr:2018
Grundpreis:52.750 Euro

Vor rund drei Jahren startete Ford den offiziellen Europa-Import des Mustang, in der sechsten Generation war die Sportwagen-Ikone auch wirklich reif für die Alte Welt. Die vergangenen beiden Jahre hindurch war der Ami jedenfalls der am bes­ten verkaufte Sport­wagen der Welt – zwei Drittel blieben freilich in den USA. Und jetzt ist die erste Modellpflege fällig. Nach wie vor gibt es einen aufgeladenen Vier­zy­linder und einen frei atmenden V8, und das entweder im Coupé oder im 5000 Euro teureren Ca­brio. Wir griffen zum geschlossenen Fastback samt kleinem Motor – kom­binier­ten den aber mit der 4000 Euro teuren Automatik, die hält ja neuer­dings zehn (!) Fahrstufen bereit.

In Sachen Sound kommt der 2,3 Liter-Murl nicht einmal ansatzweise an den Acht­zylinder heran, dafür ist der Lärmpegel auf der Autobahn niedrig – auch weil die weite Spreizung der Gänge niedrige Drehzahlen ermöglicht. Was auch für eine echte Überraschung sorgte: Der Testwagen unterbot auf unserer Verbrauchsfahrt seine eigene Werksangabe. Und obwohl der Vierzylinder 27 PS verlor, wurde nicht nur der Verbrauch besser, sondern auch die Beschleunigung. Ansonsten brachte das Facelift unter anderem Feinschliff bei Technik und Multimedia sowie Aufrüs­tung in Sachen Assistenzsysteme. So europäisch war jedenfalls noch kein Ami.

Motor & Getriebe – Nach kleinem Turboloch liefert der kultivierte Vierzylinder viel Vortrieb, die Zehn­gang-Automatik schaltet flott und ist im Normal-Modus um tiefe Touren bemüht. Griffige Lenkrad-Schaltpaddels.

Fahrwerk & Traktion – Mit neu abgestimmten Dämpfern (zumal in der optionalen Adaptiv-Variante) fährt sich der Mustang sehr europäisch, richtig handlich ist er aber nicht. Keine Tücken im Grenzbereich, auf Trockenem gute Traktion – bei Nässe hat das (zweistufig abschaltbare) ESP zu kämpfen. Kräftige, halbwegs fein dosierbare Bremsen, durchaus feinfühlige Lenkung.

Cockpit & Bedienung – Gute Sitzposition, Bordcomputer-Bedienung über fummelige Lenkrad-Tasten ge­wöhnungsbedürftig, die Touchscreen-Handhabung klappt schneller. Mittelmäßig viele Ablagen. Rangier-Minus: großer Wendekreis, Einparkhilfe nur hinten.

Innen- & Kofferraum – Vorne viel Platz, hinten sitzen nur Kinder gut, Zustieg dorthin bei optionalen Reca­ro-Sitzen (dann keine E-Verstellung und keine Klimatisierungs-Option) mühsam. Großer Koffer­raum, doch kleine Öffnung und hohe Ladekante, Lehnen-Umklappen mühsam, weil nur vom Fond aus.

Dran & Drin – Sehr gute Serienausstattung, einige Extras zu vernünftigen Preisen, attraktive Premium-Pakete. Mit Schaltgetriebe satte 4000 Euro billiger. Verarbeitung solide, fast durchgehend angenehme Materialien.

Schutz & Sicherheit – Guter Airbag-Schutz vorne (Kniepolster auch beifahrerseitig), seit dem Facelift zeit­gemäße Bestückung mit Assistenzsystemen.

Sauber & Grün – Testverbrauch im Rahmen – vor allem aber unter der Werksangabe. Neuerdings Abgasreinigung mit Partikelfilter. Kein Start/Stopp-System.

Preis & Kosten – Obwohl mit dem Facelift spürbar verteuert, ausstattungsbereinigt günstiger als die etwas schwächeren Audi A5, BMW 430i oder Mercedes C 300 Coupé – bei der Werthaltung bilanzieren die Premium-Germanen freilich besser. Ford-Plus: fünf Jahre Garantie, dichtes Service-Netz (aber kurze Inspektions-Intervalle).

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Der Mustang hat ab sofort digitale Instrumente hinterm Volant, die sich bunt konfi­gu­rieren lassen.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vor rund drei Jahren startete Ford den offiziellen Europa-Import des Mustang, in der sechsten Generation war die Sportwagen-Ikone auch wirklich reif für die Alte Welt. Die vergangenen beiden Jahre hindurch war der Ami jedenfalls der am bes­ten verkaufte Sport­wagen der Welt – zwei Drittel blieben freilich in den USA. Und jetzt ist die erste Modellpflege fällig. Nach wie vor gibt es einen aufgeladenen Vier­zy­linder und einen frei atmenden V8, und das entweder im Coupé oder im 5000 Euro teureren Ca­brio. Wir griffen zum geschlossenen Fastback samt kleinem Motor – kom­binier­ten den aber mit der 4000 Euro teuren Automatik, die hält ja neuer­dings zehn (!) Fahrstufen bereit. In Sachen Sound kommt der 2,3 Liter-Murl nicht einmal ansatzweise an den Acht­zylinder heran, dafür ist der Lärmpegel auf der Autobahn niedrig – auch weil die weite Spreizung der Gänge niedrige Drehzahlen ermöglicht. Was auch für eine echte Überraschung sorgte: Der Testwagen unterbot auf unserer Verbrauchsfahrt seine eigene Werksangabe. Und obwohl der Vierzylinder 27 PS verlor, wurde nicht nur der Verbrauch besser, sondern auch die Beschleunigung. Ansonsten brachte das Facelift unter anderem Feinschliff bei Technik und Multimedia sowie Aufrüs­tung in Sachen Assistenzsysteme. So europäisch war jedenfalls noch kein Ami.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Nach kleinem Turboloch liefert der kultivierte Vierzylinder viel Vortrieb, die Zehn­gang-Automatik schaltet flott und ist im Normal-Modus um tiefe Touren bemüht. Griffige Lenkrad-Schaltpaddels. Fahrwerk & Traktion - Mit neu abgestimmten Dämpfern (zumal in der optionalen Adaptiv-Variante) fährt sich der Mustang sehr europäisch, richtig handlich ist er aber nicht. Keine Tücken im Grenzbereich, auf Trockenem gute Traktion – bei Nässe hat das (zweistufig abschaltbare) ESP zu kämpfen. Kräftige, halbwegs fein dosierbare Bremsen, durchaus feinfühlige Lenkung. Cockpit & Bedienung - Gute Sitzposition, Bordcomputer-Bedienung über fummelige Lenkrad-Tasten ge­wöhnungsbedürftig, die Touchscreen-Handhabung klappt schneller. Mittelmäßig viele Ablagen. Rangier-Minus: großer Wendekreis, Einparkhilfe nur hinten. Innen- & Kofferraum - Vorne viel Platz, hinten sitzen nur Kinder gut, Zustieg dorthin bei optionalen Reca­ro-Sitzen (dann keine E-Verstellung und keine Klimatisierungs-Option) mühsam. Großer Koffer­raum, doch kleine Öffnung und hohe Ladekante, Lehnen-Umklappen mühsam, weil nur vom Fond aus. Dran & Drin - Sehr gute Serienausstattung, einige Extras zu vernünftigen Preisen, attraktive Premium-Pakete. Mit Schaltgetriebe satte 4000 Euro billiger. Verarbeitung solide, fast durchgehend angenehme Materialien. Schutz & Sicherheit - Guter Airbag-Schutz vorne (Kniepolster auch beifahrerseitig), seit dem Facelift zeit­gemäße Bestückung mit Assistenzsystemen. Sauber & Grün - Testverbrauch im Rahmen – vor allem aber unter der Werksangabe. Neuerdings Abgasreinigung mit Partikelfilter. Kein Start/Stopp-System. Preis & Kosten - Obwohl mit dem Facelift spürbar verteuert, ausstattungsbereinigt günstiger als die etwas schwächeren Audi A5, BMW 430i oder Mercedes C 300 Coupé – bei der Werthaltung bilanzieren die Premium-Germanen freilich besser. Ford-Plus: fünf Jahre Garantie, dichtes Service-Netz (aber kurze Inspektions-Intervalle).[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1538129149393{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1538128265811{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Der Mustang hat ab sofort digitale Instrumente hinterm Volant, die sich bunt konfi­gu­rieren lassen.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb4339a1-55c1"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 2261 ccm, 290 PS (213 kW) bei 5400/min, max. Drehmoment 440 Nm bei 3000/min,…

6.5

FAZIT

Alltags-Sportler für US-Fans mit Europa-Orientierung.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 1.91 ( 44 Stimmen)
7

R4, 16V, Turbo, 2261 ccm, 290 PS (213 kW) bei 5400/min, max. Drehmoment 440 Nm bei 3000/min, Zehngang-Automatik, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4794/1916/1381 mm, Radstand 2720 mm, 4 Sitze, Wendekreis 12,2 m, Reifen­di­mension 255/40 R 19 (Testwagen-Bereifung Pirelli P Zero), Tankinhalt 59 l, Reich­weite 650 km, Kofferraumvolumen 408 l, Leergewicht 1747 kg, zul. Gesamtge­wicht 2023 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 5,5 sec, Spitze 234 km/h, Steuer (jährl.) € 1576,44, Werk­stätten in Österreich 193, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 13,4/6,8/9,2 l, Testverbrauch 9,1 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 205/209 g/km

Front- sowie Kopf/Schulter- und Knieairbags v, aktiver Spurhalte-Assistent, Ab­standsregel-Tempomat, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Auto­matik, aktiver Kollisions-Warner mit Fußgänger-Erkennung, Klimaautomatik, CD-Radio mit 9 LS und 8 Zoll-Touchscreen sowie SD/USB/Aux-Anschluss, Apple CarPlay und Android Audio, Blue­tooth für Telefon u. Audio, Sprachsteuerung, Einparkhilfe h, Rück­­­fahrkamera, Au­ßen­­spiegel el. verstell-, beheiz- und klappbar, E-Vordersitze, Lederpols­terung, Spiegel autom. abblendend, Licht- und Regensensor, Multifunktions-Lederlenk­rad, Keyless-Go, Tempomat, Aluräder 19 Zoll etc.

Premium-Paket (Navigation, B&O-Sound, Premium-Lederpolsterung, klima­ti­sierte Vordersitze etc.) ab 3118,–, Carbon-Dekor plus Leder/Alcantara-Polsterung € 2287,–, Navigationssystem € 1767,–, Metallic-Lack € 1039,–, klimatisierte Vordersitze € 870,–, Klappenauspuff € 1039,–, adaptive Dämpfer € 2910,–, Recaro-Sportsitze (Entfall E-Verstellung) € 2599,–, Heckspoiler € 728,–, Zierstreifen € 572,– etc.

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