TEST: Hyundai Santa Fe 2,2 CRDi 4WD AT Level 6

4. Februar 2019
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Hyundai
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:200 PS
Testverbrauch:7,5 l/100km
Modelljahr:2019
Grundpreis:59.490 Euro

Vorhang auf für die vierte Generation des Santa Fe – den großen Hyundai-SUV gibt es bei uns seit 2001. Die Neuauflage ist nur mehr in einer ­Radstands-Variante erhältlich, und die parkt von der Größe zwischen dem Vorgänger und dessen Grand-Ableger. Die sieben Zentimeter Längen-Zuwachs gegenüber der ­Normal-Version näht sich der Radstand fast komplett ein, damit stieg die Kniefreiheit spürbar. Auch der Kofferraum konnte zulegen und liegt nun fast auf dem Niveau der alten Stretch-Variante. Dessen Siebensitzer-Option gibt es nun auch wieder, oft gewählt wurde sie beim alten Grand freilich nicht.

Die Motoren-Palette umfasst nur mehr (Vierzylinder-)Diesel, immerhin hat man die Auswahl zwischen Automatik und manuellem Getriebe sowie Vorder- oder Allrad­antrieb – die getestete Top-Variante gibt es freilich nur als 4WD. Im Eco-Modus fährt der Santa Fe als Fronttriebler, im Sport-Programm mit bis zu 50 Prozent der Kraft an der Hinterachse. Sportlich ist der große Korea-SUV aber auch mit dem stärksten Motor nicht, dafür kann er in Sachen Sicherheit aufzeigen: Neben allge­mein üblichen Elektronik-Helfern gibt es etwa einen Ausstiegs-Assistenten, der die Fondtüren erst dann öffnen lässt, wenn sich von hinten kein Fahrzeug nähert.

Motor & Getriebe – Ganz gut gekapselter Vierzylinder-Diesel, ordentlicher Kraftaufbau, Fahrleistungen freilich nicht berauschend. Die Achtgang-Automatik schaltet komfortabel, aber nicht allzu schnell.

Fahrwerk & Traktion – Nicht zu weich abgestimmt, der Komfort ist dennoch OK. Mit relativ wenig Seiten­nei­gung, aber deutlich untersteuernd in (zu) schnell gefahrenen Kurven, Gas­weg­nehmen bringt dabei keine Un­ruhe ins Heck. Lenkung präzise und ausreichend ­direkt, gut zu dosierende Bremsen, Traktion top.

Stock & Stein – Schürzen und Schweller setzen am ehesten Grenzen im Gelände, Bergabfahrhilfe und manuell sperrbarer Allrad wären immerhin an Bord.

Cockpit & Bedienung – Vorbildlich: Ergonomie, Sitzposition und Bedienfreude – inklusive Touchscreen. Sitze mit mäßigem Seitenhalt, aber genug Schenkelauflage. Fein: Head­up-Display Serie, viele Ablagen, 220V-Steckdose.

Innen- & Kofferraum – Mit Ausnahme der mittelmäßigen Kopffreiheit viel Be­we­gungs­spielraum auf allen Plätzen, Fondbank zwölf Zentimeter in der Länge ver­schiebbar und mit verstellbaren Lehnen – legt man sie um (geht auch vom Kof­ferraum aus), bleibt der Boden eben. Minus: relativ geringe Zuladung. Optionale Sitze im Kofferraumboden nur für Kinder.

Dran & Drin – Wirklich lückenlos bestückt, Extras gibt es lediglich in Sachen Farbwahl innen wie außen. Mit Schaltgetriebe 2000 Euro günstiger. Solide Verarbeitung, sympathische Materialien.

Schutz & Sicherheit – Zum üblichen Airbag-Aufkommen gesellen sich viele (zum Teil übernervöse) Assistenzsysteme, ­dazu ein Aussteige-Schutz im Fond.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch fernab der Werksangabe, wenn auch noch im Rahmen. Start/Stopp-System könnte öfters aktiv sein.

Preis & Kosten – Teurer als alle Konkurrenten wie etwa VW Tiguan Allspace, Skoda Kodiaq, Ford Edge oder Kia ­Sorento, wenn auch deutlich besser ausgestattet. Hyundai-Plus: Fünf Jahre Garantie. Jahres-Service Pflicht. Passable Werthaltung.

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Gelungene Material-Wahl, bei Bedienfreude und Ergonomie 1A. Sitze beim Topmodell mit Lederbezug, Klima­tisierung, hoch­wertiger Steppung und variabler Schenkelauflage.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vorhang auf für die vierte Generation des Santa Fe – den großen Hyundai-SUV gibt es bei uns seit 2001. Die Neuauflage ist nur mehr in einer ­Radstands-Variante erhältlich, und die parkt von der Größe zwischen dem Vorgänger und dessen Grand-Ableger. Die sieben Zentimeter Längen-Zuwachs gegenüber der ­Normal-Version näht sich der Radstand fast komplett ein, damit stieg die Kniefreiheit spürbar. Auch der Kofferraum konnte zulegen und liegt nun fast auf dem Niveau der alten Stretch-Variante. Dessen Siebensitzer-Option gibt es nun auch wieder, oft gewählt wurde sie beim alten Grand freilich nicht. Die Motoren-Palette umfasst nur mehr (Vierzylinder-)Diesel, immerhin hat man die Auswahl zwischen Automatik und manuellem Getriebe sowie Vorder- oder Allrad­antrieb – die getestete Top-Variante gibt es freilich nur als 4WD. Im Eco-Modus fährt der Santa Fe als Fronttriebler, im Sport-Programm mit bis zu 50 Prozent der Kraft an der Hinterachse. Sportlich ist der große Korea-SUV aber auch mit dem stärksten Motor nicht, dafür kann er in Sachen Sicherheit aufzeigen: Neben allge­mein üblichen Elektronik-Helfern gibt es etwa einen Ausstiegs-Assistenten, der die Fondtüren erst dann öffnen lässt, wenn sich von hinten kein Fahrzeug nähert.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Ganz gut gekapselter Vierzylinder-Diesel, ordentlicher Kraftaufbau, Fahrleistungen freilich nicht berauschend. Die Achtgang-Automatik schaltet komfortabel, aber nicht allzu schnell. Fahrwerk & Traktion - Nicht zu weich abgestimmt, der Komfort ist dennoch OK. Mit relativ wenig Seiten­nei­gung, aber deutlich untersteuernd in (zu) schnell gefahrenen Kurven, Gas­weg­nehmen bringt dabei keine Un­ruhe ins Heck. Lenkung präzise und ausreichend ­direkt, gut zu dosierende Bremsen, Traktion top. Stock & Stein - Schürzen und Schweller setzen am ehesten Grenzen im Gelände, Bergabfahrhilfe und manuell sperrbarer Allrad wären immerhin an Bord. Cockpit & Bedienung - Vorbildlich: Ergonomie, Sitzposition und Bedienfreude – inklusive Touchscreen. Sitze mit mäßigem Seitenhalt, aber genug Schenkelauflage. Fein: Head­up-Display Serie, viele Ablagen, 220V-Steckdose. Innen- & Kofferraum - Mit Ausnahme der mittelmäßigen Kopffreiheit viel Be­we­gungs­spielraum auf allen Plätzen, Fondbank zwölf Zentimeter in der Länge ver­schiebbar und mit verstellbaren Lehnen – legt man sie um (geht auch vom Kof­ferraum aus), bleibt der Boden eben. Minus: relativ geringe Zuladung. Optionale Sitze im Kofferraumboden nur für Kinder. Dran & Drin - Wirklich lückenlos bestückt, Extras gibt es lediglich in Sachen Farbwahl innen wie außen. Mit Schaltgetriebe 2000 Euro günstiger. Solide Verarbeitung, sympathische Materialien. Schutz & Sicherheit - Zum üblichen Airbag-Aufkommen gesellen sich viele (zum Teil übernervöse) Assistenzsysteme, ­dazu ein Aussteige-Schutz im Fond. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch fernab der Werksangabe, wenn auch noch im Rahmen. Start/Stopp-System könnte öfters aktiv sein. Preis & Kosten - Teurer als alle Konkurrenten wie etwa VW Tiguan Allspace, Skoda Kodiaq, Ford Edge oder Kia ­Sorento, wenn auch deutlich besser ausgestattet. Hyundai-Plus: Fünf Jahre Garantie. Jahres-Service Pflicht. Passable Werthaltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1549280490554{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1549279950766{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Gelungene Material-Wahl, bei Bedienfreude und Ergonomie 1A. Sitze beim Topmodell mit Lederbezug, Klima­tisierung, hoch­wertiger Steppung und variabler Schenkelauflage.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb439bea-fb7b"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 2199 ccm, 200 PS (147 kW) bei 3800/min, max. Drehmoment 440 Nm bei…

7.1

FAZIT

Luxuriöser Familien-SUV ohne Sport-Ambitionen, nicht billig, aber preiswert.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 1.65 ( 8 Stimmen)
7

R4, 16V, Turbo, 2199 ccm, 200 PS (147 kW) bei 3800/min, max. Drehmoment 440 Nm bei 1750–2750/min, Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4770/1890/1703 mm, Radstand 2765 mm, 5 (7) Sitze, Wendekreis 11,4 m, Rei­fendimension 235/55 R 19 (Testwagen-Bereifung Bridgestone Blizzak LM-80), Tank­in­halt 71 l (Ad Blue: 14 l), Reichweite 950 km, Kofferraumvolumen 625­–1695 l, Leerge­wicht 1980 kg, zul. Gesamtgewicht 2407 kg, max. Anh.-Last 2000 kg, 0–100 km/h 9,4 sec, Spitze 205 km/h, Steuer (jährl.) € 982,44, Werkstätten in Österreich 147, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 6,3/7,5/5,6 l, Test­verbrauch 7,5 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 165/197 g/km

Offroad-Daten: Böschungswinkel v/h 18,5°/21,2°, Rampenwinkel 15,7°, Bodenfreiheit 185 mm, Wattiefe k.A.

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vor­hänge, Müdigkeits-Warner, Licht- und Regensensor, Abstandsregel-Tempomat, Toter-Winkel-Warner, Fernlicht-Assistent, autom. abblendend. Innenspiegel, Querver­kehrs-Warner h, Spurhalte-Assistent, Voll-LED-Kurvenlicht, Klimaautomatik inkl. kühl­barem Handschuhfach, Lederausstattung, 360 Grad-Kamera, schlüsselloser Zugang, Navi­ga­tion mit 8 Zoll-Touchscreen, Bluetooth für Telefon und Audio, USB-Slots und Lenkrad-FB, induktives Handyladen, HiFi-Sound mit 10 LS, DAB-Tuner, Android Auto und Apple CarPlay,  beheizb. Lederlenkrad, klimatisierte E-Vordersitze mit Memory fahrerseitig, Sitzheizung h, Einparkhilfe v+h, E-Parkbremse mit Auto Hold, el. verstell-, klapp- und beheizbare Außenspiegel, abgedunkelte Fondscheiben, Panorama-Schie­bedach, Headup-Display, 19 Zoll-Aluräder, Mitteldifferenzialsperre etc.

Metallic-Lack € 800,–, Innenfarbe beige oder grau € 250,– (rot € 350,–), zwei Zusatzsitze im Kofferraum € 1500,–

1 Kommentare

  1. Bei dem Heckdesign ist eine Markenrechtsklage von BMW zu befürchten – viel mehr Kopie ist ja kaum möglich. Abgesehen von einer chinesischen X5 – Kopie vor einigen Jahren…

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