TEST: Jeep Compass Limited 2,0 MultiJet II Aut.

3. April 2018
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Jeep
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:140 PS
Testverbrauch:6,2 l/100km
Modelljahr:2018
Grundpreis:41.390 Euro

Man kann es fast schon als Ironie des Schicksals bezeichnen, dass ausgerechnet ein so wichtiges Modell wie der kompakte SUV Compass dermaßen lange warten musste, um endlich abgelöst zu werden. Das alte Modell stammte noch aus der Ehe zwischen Daimler und Chrysler und war weder besonders gut noch fesch. Dass sich aber auch die Italiener als neue Hausherren mehrere Jahre Zeit ließen, muss man nicht verstehen.

Andererseits muss man sagen, dass sie sich bei der Neuauflage richtig Mühe gegeben haben. Compass-neu fühlt sich mit 140 Diesel-PS und Automatik genau richtig an, als schlauer Mix aus Renegade und Cherokee: Er ist nicht so eng wie der kleine Bruder, hat einen stattlichen Kofferraum und ein deutlich ruhigeres Fahrverhalten, was dem längeren Radstand und der soften Abstimmung geschuldet ist. Gleichzeitig bleibt er voll großstadttauglich, kommt in fast jede Parklücke und trägt auch optisch nicht ganz so dick auf wie sein großer und deutlich teurerer Bruder. Natürlich ist der verbaute Allrad vielfach einstellbar, wie sich das für einen echten Jeep gehört. Aber der Compass ist ein dermaßen zivilisierter Alltagsbegleiter, dass er getrost darauf verzichten könnte. Was auch schon fast als Ironie durchgeht.

Motor & Getriebe – Der Zweiliter-Vierzylinder hängt gut am Gas, arbeitet leise und vibrationsarm und liefert völlig ausreichende Fahrleistungen. Neungang-Automatik schaltet sanft und meist richtig, fallweise nervös.

Fahrwerk & Traktion – Straff, aber nicht unnötig hart. Die optionalen 19-Zöller sorgen für etwas ruppiges Abrollen bei kurzen Stößen. Lenkung ausreichend direkt, überraschend sportlich-neutrales Eigenlenkverhalten.

Stock & Stein – Für diese Klasse durchaus stattliche Wattiefe und Böschungswinkel, der Allrad lässt sich bei Bedarf komplett sperren und verfügt über Programme für unter­schiedliche Untergründe. Geringe Achsverschränkung setzt offroad aber relativ früh ein Ende.

Cockpit & Bedienung – Übersichtliches Cockpit mit klar gegliederten Instrumenten. Bedienung nicht durchwegs logisch, geringe Anzahl an Ablagen. Sitze etwas knapp geschnitten, dafür angenehm hohe Sitzposition mit guter Übersicht auch nach hinten.

Innen- & Kofferraum – Ausreichend Bewegungsfreiheit auf allen Plätzen. Kofferraum: gut nutzbar, erwei­terbar mittel 2:1 Umlege-Fondlehnen. Sehr hohe Ladekante, dafür stets ebener Boden.

Dran & Drin – Limited ist die Luxus-Version und damit umfangreich ausgestattet. Luxus- und Entertainment-Features gegen Aufpreis in Paketen. Verarbeitung ohne Tadel, nicht überall hochwertige Materialien.

Schutz & Sicherheit – Übliche Serien-Mitgift an Luftsäcken und E-Fahrhilfen sowie Basis-Bestückung an Assistenten. Weitere Schutzengel gibt’s gegen Aufgeld.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch voll im Rahmen, wenn auch fernab der Werksangabe.

Preis & Kosten – Kein Schnäppchen, preislich auf Augenhöhe mit dem 190 PS starken Seat Ateca, deutlich teurer als ein ähnlich starker Skoda Karoq, etwas günstiger als der Ford Kuga. Zwei Jahre Neuwagen-Garantie, durchschnittliche Werthaltung.

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Aufgeräumtes Cockpit mit leichten Bedienschwächen. Teilleder ist Serie, das Navi samt größerem Touchscreen kostet extra. Geräumiger Kofferraum und gute Übersicht dank steilem Heck, ärgerlich ist nur die sehr hohe Ladekante.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Man kann es fast schon als Ironie des Schicksals bezeichnen, dass ausgerechnet ein so wichtiges Modell wie der kompakte SUV Compass dermaßen lange warten musste, um endlich abgelöst zu werden. Das alte Modell stammte noch aus der Ehe zwischen Daimler und Chrysler und war weder besonders gut noch fesch. Dass sich aber auch die Italiener als neue Hausherren mehrere Jahre Zeit ließen, muss man nicht verstehen. Andererseits muss man sagen, dass sie sich bei der Neuauflage richtig Mühe gegeben haben. Compass-neu fühlt sich mit 140 Diesel-PS und Automatik genau richtig an, als schlauer Mix aus Renegade und Cherokee: Er ist nicht so eng wie der kleine Bruder, hat einen stattlichen Kofferraum und ein deutlich ruhigeres Fahrverhalten, was dem längeren Radstand und der soften Abstimmung geschuldet ist. Gleichzeitig bleibt er voll großstadttauglich, kommt in fast jede Parklücke und trägt auch optisch nicht ganz so dick auf wie sein großer und deutlich teurerer Bruder. Natürlich ist der verbaute Allrad vielfach einstellbar, wie sich das für einen echten Jeep gehört. Aber der Compass ist ein dermaßen zivilisierter Alltagsbegleiter, dass er getrost darauf verzichten könnte. Was auch schon fast als Ironie durchgeht.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Zweiliter-Vierzylinder hängt gut am Gas, arbeitet leise und vibrationsarm und liefert völlig ausreichende Fahrleistungen. Neungang-Automatik schaltet sanft und meist richtig, fallweise nervös. Fahrwerk & Traktion - Straff, aber nicht unnötig hart. Die optionalen 19-Zöller sorgen für etwas ruppiges Abrollen bei kurzen Stößen. Lenkung ausreichend direkt, überraschend sportlich-neutrales Eigenlenkverhalten. Stock & Stein - Für diese Klasse durchaus stattliche Wattiefe und Böschungswinkel, der Allrad lässt sich bei Bedarf komplett sperren und verfügt über Programme für unter­schiedliche Untergründe. Geringe Achsverschränkung setzt offroad aber relativ früh ein Ende. Cockpit & Bedienung - Übersichtliches Cockpit mit klar gegliederten Instrumenten. Bedienung nicht durchwegs logisch, geringe Anzahl an Ablagen. Sitze etwas knapp geschnitten, dafür angenehm hohe Sitzposition mit guter Übersicht auch nach hinten. Innen- & Kofferraum - Ausreichend Bewegungsfreiheit auf allen Plätzen. Kofferraum: gut nutzbar, erwei­terbar mittel 2:1 Umlege-Fondlehnen. Sehr hohe Ladekante, dafür stets ebener Boden. Dran & Drin - Limited ist die Luxus-Version und damit umfangreich ausgestattet. Luxus- und Entertainment-Features gegen Aufpreis in Paketen. Verarbeitung ohne Tadel, nicht überall hochwertige Materialien. Schutz & Sicherheit - Übliche Serien-Mitgift an Luftsäcken und E-Fahrhilfen sowie Basis-Bestückung an Assistenten. Weitere Schutzengel gibt’s gegen Aufgeld. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch voll im Rahmen, wenn auch fernab der Werksangabe. Preis & Kosten - Kein Schnäppchen, preislich auf Augenhöhe mit dem 190 PS starken Seat Ateca, deutlich teurer als ein ähnlich starker Skoda Karoq, etwas günstiger als der Ford Kuga. Zwei Jahre Neuwagen-Garantie, durchschnittliche Werthaltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1522757082188{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1522756687163{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Aufgeräumtes Cockpit mit leichten Bedienschwächen. Teilleder ist Serie, das Navi samt größerem Touchscreen kostet extra. Geräumiger Kofferraum und gute Übersicht dank steilem Heck, ärgerlich ist nur die sehr hohe Ladekante.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43f172-42f6"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1956 ccm, 140 PS (103 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 350 Nm bei 1750/min, Neungang-Automatik, Allradantrieb,…

6.2

FAZIT

Gelungener Kompakt-SUV mit Offroad-Bonus zum selbstbewussten Preis.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.84 ( 21 Stimmen)
6

R4, 16V, Turbo, 1956 ccm, 140 PS (103 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 350 Nm bei 1750/min, Neungang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4394/1819/1647 mm, Radstand 2636 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,1 m, Reifendimen­sion 225/55 R 18 (Testwagen-Bereifung Michelin Pilot Alpin 235/45 R 19), Tankinhalt 60 l, Reichweite 960 km, Kofferraumvolumen 438–1251 l, Leergewicht 1619 kg, zul. Gesamtgewicht 2132 kg, max. Anh.-Last 1500 kg, 0–100 km/h 10,5 sec, Spitze 190 km/h, Steuer (jährl.) € 594,–, Werkstätten in Österreich 72, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 6,6/5,1/5,7 l, Testverbrauch 6,2 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 148/163 g/km

Front- und vordere Seiten­airbags, durchgehende Kopfairbag-Vor­hänge, Tempomat, Spurhalte-Assistent, Notbrems-Assis­tent, beheizb. E-Außenspiegel, Bordcomputer, FB-Zentralsperre, schlüsselloser Zugang, vier E-Fens­terheber, 7 Zoll-Touchscreen-Radio mit Aux- und USB-Slot und 6 LS, Bluetooth für Telefon und Audio, Klimaautomatik, Teilleder-Sitze, E-Parkbremse, Berganfahr-Hilfe, Multifunktions-Leder­lenkrad, Nebelscheinwerfer, LED-Heckleuchten, 18 Zoll-Aluräder, Sitzheizung v, beheizb. Lenkrad, abgedunkelte Fondscheiben etc.

Park-Paket (Rückfahr-Kamera, Einparkhilfe v+h, Toterwinkel-Warner, Einpark-Assistent) € 1118,–, Sicht-Paket (Bixenon-Licht, Fernlicht-Assistent) € 1092,–, Info­tainment-Paket (8,4 Zoll-Touchscreen-Navi, Beats-Sound) € 2080,–, Premium-Paket (E-Heckklappe, Abstandsregel-Tempomat) € 977,–, Interieur-Paket (Lederausstattung, E-Sitzverstellung v inkl. Memory und Lor­dosenstütze) € 1610,–, Bicolor-Lackierung € 1478,–, 19 Zoll-Aluräder € 726,–, Metallic-Lack € 676,– etc.

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