Test: Kia ProCeed GT 1.6 T-GDI

12. Dezember 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Kia
Klasse:Kombi
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:204 PS
Testverbrauch:7,4 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:45.040 Euro

Als Mercedes im Jahr 2012 mit dem CLS den ersten viertürigen Shooting-Brake brachte, sahen viele einen neuen Kombi-Trend kommen. Blickt man allerdings auf das aktuelle Markt-Angebot, ist bei dieser Karosserie-Form nicht so viel los, wie von manch einem prognostiziert oder herbeigesehnt. Der ProCeed ist also nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung – vor allem in diesem Preissegment. Nach dem Test des mittleren Benziners mit Handschaltung in Ausgabe 12/2021 haben wir diesmal das sportliche Spitzenmodell GT ausgefasst, das einen Vierzylinder-Benziner mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Für 5400 Euro Aufpreis im Vergleich zur Version mit 160 PS und Mildhybrid bekommt man nicht nur mehr Leistung, sondern auch alles an Ausstattung, was für diese Baureihe verfügbar ist. Kurzum: Man wird rundum glücklich. 

Gilt das auch für das Sportler-Herz? Sucht man eine feschere Alternative zu Skoda Octavia RS Combi oder Ford Focus ST Traveller, wird man beim Koreaner zwar in Sachen Styling bedient, fahrdynamisch kann er allerdings weder dem Tschechen noch dem Kölner das Wasser reichen. Naturgemäß auch nicht beim Kofferraumvolumen – was bei einem Shooting Brake kein Nachteil ist, sondern Programm. 

Motor & Getriebe – Der kultivierte Vierzylinder-Benziner geht verzögerungsfrei und mit kernigem Sound (zumal im Sport-Modus) zu Werke, wirkt aber nicht übermäßig kräftig. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ist meist um niedrige Drehzahlen bemüht, es agiert im Großen und Ganzen fehlerfrei.  

Fahrwerk & Traktion – Erwartungsgemäß eher straff abgestimmt, dennoch ausreichend Restkomfort. Recht dynamisches Fahrverhalten, doch nicht übertrieben sportlich. Lenkung: feinfühlig und direkt, ab und an folgen die Vorderräder recht auffällig Spurrillen. Besonders bei
Nässe in Sachen Traktion am Limit. ­Feine Bremsen.

Bedienung & Multimedia – 1A-Sitzposition, guter Seitenhalt. Top-Mischung aus klassischer Bedienung (echte Knöpfe, ­Drehregler sowie Softtouch-Leiste) und modernem Touchscreen plus Sprachsteuerung. Das Multi­mediasystem ist logisch aufgebaut, die Digital-Ins­trumente bieten nicht allzu viele Gestaltungsmöglichkeiten, sind dafür gut ablesbar. Kabelgebundene Smartphone-Integration serienmäßig, ebenso induktives Laden sowie die aufgrund der schlechten Rundumsicht hilfreiche Rückfahrkamera.

Innen- & Kofferraum – Bis auf die Kopffreiheit sind die Platzverhältnisse in beiden Sitzreihen OK. Durch die abfallende ­Dachlinie etwas eingeschränkt: der an sich große Kofferraum mit Gepäckraum-Management, Verzurr-Netz und E-Heckklappe. Minus: hohe Ladekante. Boden auch nach dem Umlegen der 2:1:2- Fondlehnen eben. 

Dran & Drin – In der einzig verfügbaren Ausstattungsstufe übervoll bestückt, bis auf Außenfarben keine Extras. Solide, gefällige Materialien, saubere Verar­beitung. 

Schutz & Sicherheit – Nur durchschnittliches Airbag-Aufkommen, dafür aber alle klassenüblichen Assistenzsysteme serienmäßig.

Preis & Kosten – Einziger Konkurrent ist der Mercedes CLA Shooting Brake, der bietet weniger Serienausstattung und ist bei ähnlicher Motorisierung um mindestens 2000 Euro teurer. Recht braver Test-Verbrauch. Kia-Plus: sieben Jahre Garantie. Jahresservice Pflicht, dafür stehen genügend Werkstätten zur Auswahl. Kein Hit beim Wiederverkauf.

Rote Nähte sorgen für ­farbliche Akzente im sonst ausschließlich in Schwarz gehaltenen Cockpit. Ergo­nomie und Sitzposition gefallen.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Als Mercedes im Jahr 2012 mit dem CLS den ersten viertürigen Shooting-Brake brachte, sahen viele einen neuen Kombi-Trend kommen. Blickt man allerdings auf das aktuelle Markt-Angebot, ist bei dieser Karosserie-Form nicht so viel los, wie von manch einem prognostiziert oder herbeigesehnt. Der ProCeed ist also nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung – vor allem in diesem Preissegment. Nach dem Test des mittleren Benziners mit Handschaltung in Ausgabe 12/2021 haben wir diesmal das sportliche Spitzenmodell GT ausgefasst, das einen Vierzylinder-Benziner mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Für 5400 Euro Aufpreis im Vergleich zur Version mit 160 PS und Mildhybrid bekommt man nicht nur mehr Leistung, sondern auch alles an Ausstattung, was für diese Baureihe verfügbar ist. Kurzum: Man wird rundum glücklich.  Gilt das auch für das Sportler-Herz? Sucht man eine feschere Alternative zu Skoda Octavia RS Combi oder Ford Focus ST Traveller, wird man beim Koreaner zwar in Sachen Styling bedient, fahrdynamisch kann er allerdings weder dem Tschechen noch dem Kölner das Wasser reichen. Naturgemäß auch nicht beim Kofferraumvolumen – was bei einem Shooting Brake kein Nachteil ist, sondern Programm. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der kultivierte Vierzylinder-Benziner geht verzögerungsfrei und mit kernigem Sound (zumal im Sport-Modus) zu Werke, wirkt aber nicht übermäßig kräftig. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ist meist um niedrige Drehzahlen bemüht, es agiert im Großen und Ganzen fehlerfrei.   Fahrwerk & Traktion - Erwartungsgemäß eher straff abgestimmt, dennoch ausreichend Restkomfort. Recht dynamisches Fahrverhalten, doch nicht übertrieben sportlich. Lenkung: feinfühlig und direkt, ab und an folgen die Vorderräder recht auffällig Spurrillen. Besonders bei Nässe in Sachen Traktion am Limit. ­Feine Bremsen. Bedienung & Multimedia - 1A-Sitzposition, guter Seitenhalt. Top-Mischung aus klassischer Bedienung (echte Knöpfe, ­Drehregler sowie Softtouch-Leiste) und modernem Touchscreen plus Sprachsteuerung. Das Multi­mediasystem ist logisch aufgebaut, die Digital-Ins­trumente bieten nicht allzu viele Gestaltungsmöglichkeiten, sind dafür gut ablesbar. Kabelgebundene Smartphone-Integration serienmäßig, ebenso induktives Laden sowie die aufgrund der schlechten Rundumsicht hilfreiche Rückfahrkamera. Innen- & Kofferraum - Bis auf die Kopffreiheit sind die Platzverhältnisse in beiden Sitzreihen OK. Durch die abfallende ­Dachlinie etwas eingeschränkt: der an sich große Kofferraum mit Gepäckraum-Management, Verzurr-Netz und E-Heckklappe. Minus: hohe Ladekante. Boden auch nach dem Umlegen der 2:1:2- Fondlehnen eben.  Dran & Drin - In der einzig verfügbaren Ausstattungsstufe übervoll bestückt, bis auf Außenfarben keine Extras. Solide, gefällige Materialien, saubere Verar­beitung.  Schutz & Sicherheit - Nur durchschnittliches Airbag-Aufkommen, dafür aber alle klassenüblichen Assistenzsysteme serienmäßig. Preis & Kosten - Einziger Konkurrent ist der Mercedes CLA Shooting Brake, der bietet weniger Serienausstattung und ist bei ähnlicher Motorisierung um mindestens 2000 Euro teurer. Recht braver Test-Verbrauch. Kia-Plus: sieben Jahre Garantie. Jahresservice Pflicht, dafür stehen genügend Werkstätten zur Auswahl. Kein Hit beim Wiederverkauf.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1670852245122{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1670851778563{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Rote Nähte sorgen für ­farbliche Akzente im sonst ausschließlich in Schwarz gehaltenen Cockpit. Ergo­nomie und Sitzposition gefallen.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43016c-821a"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1591 ccm, 204 PS (150 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 265 Nm bei 1500–4500/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4605/1800/1422 mm, Radstand 2650 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m,…

7.7

FAZIT

Dynamischer und gut ausgestatteter Sport-Kombi für Individualisten.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

R4, 16V, Turbo, 1591 ccm, 204 PS (150 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 265 Nm bei 1500–4500/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4605/1800/1422 mm, Radstand 2650 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 225/40 R 18, Tankinhalt 50 l, Reichweite 680 km, Kofferraumvolumen 594–1545 l, Leergewicht (EU) 1442 kg, zul. Gesamtgewicht 1900 kg, max. Anh.-Last 1410 kg, 0–100 km/h 7,5 sec, Spitze 225 km/h, Steuer (jährl.) € 1140,48, Werkstätten in Österreich 109, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert
6,8 l, Testverbrauch 7,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 154/170 g/km

sechs Airbags, Notbrems-assistent mit Fußgänger/Radfahrer-Erkennung, Spurhalte-, Spurfolge-, Toterwinkel- und Querverkehrs-Assistent, Ausstiegs-Warner, Ab-standsregel-Tempomat, Verkehrszeichen-Er­­kennung, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automa­tik, Zweizonen-Klimaautomatik, digitale Instrumente, Velours-/Lederpolsterung, E-Fahrersitz mit Memory, Sitzheizung v+h, 10,25 Zoll-Touchscreen-Multimediasystem mit AUX/USB-Schnittstelle und 8 LS, Android Audio & Apple CarPlay, Navigation, DAB-Tuner, HiFi-Sound JBL, induktives Handyladen, Außenspiegel elektr. klappbar, autom. abblend. Innenspiegel, Einparkhilfe v+h, Rückfahrkamera, Einpark-Automatik, Licht- und Regensensor, schlüsselloser Zu­­gang, sensorgesteuerte E-Heckklappe, heizbares Multifunktions-Lederlenkrad, E-Glas-Hub/Schiebedach, 18 Zoll-Aluräder etc.

Metallic/Pearl-Lack € 550,–/650,–

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