Test: Kia Rio 1.0 T-GDI ISG 48V Gold

26. Februar 2021
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Kia
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:120 PS
Testverbrauch:5,9 l/100km
Modelljahr:2021
Grundpreis:22.190 Euro

Dreieinhalb Jahre nach Marktstart erhält der Kia Rio eine umfassende ­Modellpflege. Zu erkennen ist das Facelift an der etwas schmaleren „Tigernase“ und der neuen Frontschürze. Die wichtigsten News sind freilich antriebstechnischer Natur: Der Top-Benziner, ein Dreizylinder-Turbo mit 120 PS, bekommt einen 48V-Mildhybrid – und in der Version mit Schaltgetriebe eine automatische Kupplung. Das linke Pedal muss der Fahrer zwar nach wie vor betätigen, doch das System kann zum spritsparenden Segeln auch selbständig auskuppeln.

Gewöhnungsbedürftig: Zum manuellen Anlassen des Motors muss der ­Leerlauf eingelegt sein, warum auch immer. Und bei jedem Neustart geht der Rio in den „Eco“-Modus (alternativ gibt es noch die Fahr-Programme „Normal“ und Sport, Letzteres mit automatischem Zwischengas), nur in diesem ist das intelligente Schaltgetriebe aktiv. Das funktioniert in der Praxis völlig unauffällig, ebenso wie der zarte E-Boost des 14 PS starken Startergenerators. Bei unserer (winterlichen) Verbrauchsfahrt wechselte der Rio allerdings eher selten in den Segel-Modus – und nicht immer schaltete er dabei den Motor komplett aus, sondern beließ ihn im Leerlauf, was eher kontraproduktiv ist. Somit war die Spritersparnis am Ende auch keine Sensation.

Motor & Getriebe – Der kultivierte und nur höhertourig (sportlich) brummige Dreizylinder bietet nach kleinem Tur­­bo­loch gute Fahrleistungen, der Boost durch das Mildhybrid-System ist kaum zu spüren. Das Ge­­triebe lässt sich knackig schalten.

Fahrwerk & Traktion – Straff, aber nicht ungemütlich abgestimmt, agil zu fahren, in flotten Kurven lange neutral und kaum Lastwechsel-Reaktionen. Zielgenaue und recht direkte Lenkung, Bremsen in Ordnung. Selten Traktions-Probleme. 

Bedienung & Multimedia – Gute Sitzposition (wenn auch mäßiger Seitenhalt), logische Bedienung, vorbildliche Handhabung des Multimediasystems – die Sprachsteuerung ­könnte freilich etwas Feinschliff vertragen. Genug Ablagen, Übersicht OK, Rückfahrkamera aufpreisfrei. Smartphone-Spiegelung Serie, induktives Handy­laden gibt es nicht.  

Innen- & Kofferraum – Im Klassenvergleich gute Innen-Maße, vor allem in Sachen Ellbogenfreiheit. Kofferraum-Größe im Klassenschnitt, die Hybrid-Batterie eliminiert das praktische Kellerfach, immerhin gibt es keine Stufe nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen.

Dran & Drin – In der „Basis“-Ausstattung für das 120 PS-Modell schon sehr gut bestückt (etwa Navi sowie Sitz- und Lenrkad-Heizung), die 2200 Euro teurere „GT Line“ böte darüber hinaus schlüssellosen Zugang, 17-Zöller, LED-Licht sowie einige zusätzliche Assistenzsysteme. Mit Doppelkupplung 1900 Euro teurer. Solide Verarbeitung, etwas mehr Softtouch-Materialien wären wünschenswert.

Schutz & Sicherheit – Sechs Airbags und ein paar Assistenzsysteme serienmäßig, mehr E-Helferlein (Radar-Tempomat, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner) gibt es nur bei der „GT Line“. 

Preis & Kosten – Die meisten Kleinwagen in dieser PS-Liga sind günstiger zu haben, aber nicht so gut ausgestattet. Kia-Plus: sieben Jahre Garantie – und auch dadurch gute Werthaltung. Praxis-Verbrauch keine Sensation. Recht dichtes Werkstatt-Netz, Jahresservice Pflicht.

Mit der Modellpflege wuchs der Multimedia-Touchscreen von 7 auf 8 Zoll. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Dreieinhalb Jahre nach Marktstart erhält der Kia Rio eine umfassende ­Modellpflege. Zu erkennen ist das Facelift an der etwas schmaleren „Tigernase“ und der neuen Frontschürze. Die wichtigsten News sind freilich antriebstechnischer Natur: Der Top-Benziner, ein Dreizylinder-Turbo mit 120 PS, bekommt einen 48V-Mildhybrid – und in der Version mit Schaltgetriebe eine automatische Kupplung. Das linke Pedal muss der Fahrer zwar nach wie vor betätigen, doch das System kann zum spritsparenden Segeln auch selbständig auskuppeln. Gewöhnungsbedürftig: Zum manuellen Anlassen des Motors muss der ­Leerlauf eingelegt sein, warum auch immer. Und bei jedem Neustart geht der Rio in den „Eco“-Modus (alternativ gibt es noch die Fahr-Programme „Normal“ und Sport, Letzteres mit automatischem Zwischengas), nur in diesem ist das intelligente Schaltgetriebe aktiv. Das funktioniert in der Praxis völlig unauffällig, ebenso wie der zarte E-Boost des 14 PS starken Startergenerators. Bei unserer (winterlichen) Verbrauchsfahrt wechselte der Rio allerdings eher selten in den Segel-Modus – und nicht immer schaltete er dabei den Motor komplett aus, sondern beließ ihn im Leerlauf, was eher kontraproduktiv ist. Somit war die Spritersparnis am Ende auch keine Sensation.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der kultivierte und nur höhertourig (sportlich) brummige Dreizylinder bietet nach kleinem Tur­­bo­loch gute Fahrleistungen, der Boost durch das Mildhybrid-System ist kaum zu spüren. Das Ge­­triebe lässt sich knackig schalten. Fahrwerk & Traktion - Straff, aber nicht ungemütlich abgestimmt, agil zu fahren, in flotten Kurven lange neutral und kaum Lastwechsel-Reaktionen. Zielgenaue und recht direkte Lenkung, Bremsen in Ordnung. Selten Traktions-Probleme.  Bedienung & Multimedia - Gute Sitzposition (wenn auch mäßiger Seitenhalt), logische Bedienung, vorbildliche Handhabung des Multimediasystems – die Sprachsteuerung ­könnte freilich etwas Feinschliff vertragen. Genug Ablagen, Übersicht OK, Rückfahrkamera aufpreisfrei. Smartphone-Spiegelung Serie, induktives Handy­laden gibt es nicht.   Innen- & Kofferraum - Im Klassenvergleich gute Innen-Maße, vor allem in Sachen Ellbogenfreiheit. Kofferraum-Größe im Klassenschnitt, die Hybrid-Batterie eliminiert das praktische Kellerfach, immerhin gibt es keine Stufe nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen. Dran & Drin - In der „Basis“-Ausstattung für das 120 PS-Modell schon sehr gut bestückt (etwa Navi sowie Sitz- und Lenrkad-Heizung), die 2200 Euro teurere „GT Line“ böte darüber hinaus schlüssellosen Zugang, 17-Zöller, LED-Licht sowie einige zusätzliche Assistenzsysteme. Mit Doppelkupplung 1900 Euro teurer. Solide Verarbeitung, etwas mehr Softtouch-Materialien wären wünschenswert. Schutz & Sicherheit - Sechs Airbags und ein paar Assistenzsysteme serienmäßig, mehr E-Helferlein (Radar-Tempomat, Toterwinkel- und Querverkehrs-Warner) gibt es nur bei der „GT Line“.  Preis & Kosten - Die meisten Kleinwagen in dieser PS-Liga sind günstiger zu haben, aber nicht so gut ausgestattet. Kia-Plus: sieben Jahre Garantie – und auch dadurch gute Werthaltung. Praxis-Verbrauch keine Sensation. Recht dichtes Werkstatt-Netz, Jahresservice Pflicht.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1614364277910{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1614363285188{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Mit der Modellpflege wuchs der Multimedia-Touchscreen von 7 auf 8 Zoll. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb436b5e-740e"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 998 ccm, 120 PS (88 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 172 Nm bei 1500–4000/min, 48V-Mildhybrid, E-Motor: 14 PS (10 kW), Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4065/1725/ 1450 mm, Radstand 2580 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,2 m, Reifendimension 195/55 R 16 (Testwagen-Bereifung Falken Eurowinter HS01), Tankinhalt…

7.7

FAZIT

Agiler, gut bestückter und sympathischer Kleinwagen.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

R3, 12V, Turbo, 998 ccm, 120 PS (88 kW) bei 6000/min, max. Drehmoment 172 Nm bei 1500–4000/min, 48V-Mildhybrid, E-Motor: 14 PS (10 kW), Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4065/1725/ 1450 mm, Radstand 2580 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,2 m, Reifendimension 195/55 R 16 (Testwagen-Bereifung Falken Eurowinter HS01), Tankinhalt 45 l, Reichweite 765 km, Kofferraumvolumen 325–1103 l, Leergewicht (EU) 1195 kg, zul. Gesamtgewicht 1650 kg, max. Anh.-Last 900 kg, 0–100 km/h 10,2 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 9,6/11,7 sec, Spitze 190 km/h, Steuer (jährl.) € 259,20, Werkstätten in Österreich 113, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 5,4 l, Testverbrauch 5,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 122/136 g/km 

 Front- und Seitenairbags v, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Notbrems-Assis­tent mit Fußgänger/Fahrrad-Erkennung, Spurhalte-Assistent, Fernlicht-Automatik, Müdigkeitswarner, Einparkhilfe v+h, el. klappb. Außenspie­gel, Licht- und Regensensor, Sitzheizung v, Lenkrad-Heizung, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, Tempomat, aut. abblend. Innenspiegel, 8 Zoll-Touchscreen, Navigation, Audiosystem inklusive DAB-Radio und 6 LS, USB-Slot, Bluetooth-Schnittstelle, Rückfahrkamera, Apple Car Play & Android Auto, abgedunkelte Fond-Scheiben, Klimaautomatik, Aluräder 16 Zoll etc.

Kunstlederpolsterung € 400,–, Metallic/Pearl-Lackierung € 400,–/500,–, schlüsselloser Zugang plus E-Glas-Hub/Schiebedach € 1000,–

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