Test: Lexus RX 450h Austria

23. August 2009
2.107 Views
Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Lexus
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:299 PS
Testverbrauch:9,1 l/100km
Modelljahr:2009
Grundpreis:86.134 Euro

Ein ausgewachsener 300 PS-SUV mit 6,3 Liter Verbrauch – das klingt zu schön um wahr zu sein. Ist es auch nicht. Knapp über neun Liter konsumiert der Lexus RX 450h auf der ALLES AUTO-Verbrauchsrunde, so effektiv die Hybrid-Technik innerorts, so durstig ist das schwere Gesamtpaket überland, zumal auf der Autobahn. Dennoch: Für einen 2,2-Tonner mit Quasi-Allradantrieb (die Hinterachse wir ja nur bei Bedarf von einem zusätzlichen 86 PS-Elektromotor angetrieben) sind die Praxis-Verbrauchswerte schon beachtlich. Somit drängt sich der Nobel-Toyota vor allem für diejenigen auf, die ihren SUV partout nicht mit Diesel haben möchten und dennoch halbwegs spritsparend unterwegs sein wollen.
Zur Luftfederung sollte beim RX nur greifen, wer ab und an ins Gelände muss und/oder Ami-Komfort (um nicht zu sagen -Schwammigkeit) schätzt, das Standard-Fahrwerk mit optionalen aktiven Stabilisatoren trifft den europäischen Geschmack weit besser. Umgewöhnen heißt es dann eigentlich nur noch in Sachen Bedienung, die Ansteuerung der zahllosen Ausstattungs-Features – zumal in der getesteten Top-Version – ist zum Teil recht gewöhnungsbedürftig.

Fahren & Fühlen – Beim Dahingleiten ist der Hybridler fast lautlos, Vollgas quittiert der V6-Ben­ziner eher unstandesgemäß und mit verzögertem Antritt. Fein: zusätzlicher E-Motor an der Hinterachse als Traktionshilfe. Lenkung vermittelt wenig Fahrbahn­kon­takt. Bremsen mäßig fein zu dosieren, ausreichend wirkungsvoll. Ohne Luftfe­de­rung relativ straff abgestimmt, dafür dank aktiver Stabis kaum Karosserie-Nei­gung in flotten Kurven. Bequeme Sitze.

Stock & Stein – Ohne Luftfederung nur mäßige Bodenfreiheit, echte Offroad-Einsätze verhindert zudem das Fehlen von Sperren, einer Getriebe-Untersetzung und eines „echten“ Allradantriebs.

Platz & Nutz – Bis auf die Kopffreiheit viel Passagier-Platz, mittelmäßig großer Kofferraum – die neigungsverstellbaren Fondlehnen klappen automatisch per Seilzug nach vor, die Ladefläche bleibt fast eben. Fein: viele große Ablagen, E-Heckklappe, Headup-Display. Zum Teil ge­wöhnungs­bedürftige Bedienung.

Dran & Drin – In der Top-Version wirklich lückenlos ausgestattet, dazu 1A-Verarbeitung und bis auf das synthetisch wirkende Leder hochwertige Materialien. Design innen wie außen nach japanisch-amerikanischem Geschmack.

Sicher & Grün – Reichlich Airbags, dazu viele E-Helfer inklusive radar-gesteuertem Pre-Crash-System. Minus: Fond-Kopfstützen reichen nicht sehr weit. Praxis-Verbrauch voll im Rahmen, Motor aber nur Euro-IV-tauglich.

Preis & Kosten – Sehr teuer in der Anschaffung, ein ähnlich sparsamer, aber noch bulligerer Audi Q5 3,0 TDI kostet (freilich vergleichsweise nackt) gut 30 Tausender weniger. Drei Jahre Garantie inklusive Mobilität, zwölf Jahre gegen Durchrosten. Minus: sehr dünnes Werkstatt-Netz, kurze Service-Intervalle.

IMG_9097

RX innen: noble Aufmachung, doch die Bedienung mancher Features erfordert Ge­wöhnung

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Ein ausgewachsener 300 PS-SUV mit 6,3 Liter Verbrauch – das klingt zu schön um wahr zu sein. Ist es auch nicht. Knapp über neun Liter konsumiert der Lexus RX 450h auf der ALLES AUTO-Verbrauchsrunde, so effektiv die Hybrid-Technik innerorts, so durstig ist das schwere Gesamtpaket überland, zumal auf der Autobahn. Dennoch: Für einen 2,2-Tonner mit Quasi-Allradantrieb (die Hinterachse wir ja nur bei Bedarf von einem zusätzlichen 86 PS-Elektromotor angetrieben) sind die Praxis-Verbrauchswerte schon beachtlich. Somit drängt sich der Nobel-Toyota vor allem für diejenigen auf, die ihren SUV partout nicht mit Diesel haben möchten und dennoch halbwegs spritsparend unterwegs sein wollen. Zur Luftfederung sollte beim RX nur greifen, wer ab und an ins Gelände muss und/oder Ami-Komfort (um nicht zu sagen -Schwammigkeit) schätzt, das Standard-Fahrwerk mit optionalen aktiven Stabilisatoren trifft den europäischen Geschmack weit besser. Umgewöhnen heißt es dann eigentlich nur noch in Sachen Bedienung, die Ansteuerung der zahllosen Ausstattungs-Features – zumal in der getesteten Top-Version – ist zum Teil recht gewöhnungsbedürftig. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Fahren & Fühlen - Beim Dahingleiten ist der Hybridler fast lautlos, Vollgas quittiert der V6-Ben­ziner eher unstandesgemäß und mit verzögertem Antritt. Fein: zusätzlicher E-Motor an der Hinterachse als Traktionshilfe. Lenkung vermittelt wenig Fahrbahn­kon­takt. Bremsen mäßig fein zu dosieren, ausreichend wirkungsvoll. Ohne Luftfe­de­rung relativ straff abgestimmt, dafür dank aktiver Stabis kaum Karosserie-Nei­gung in flotten Kurven. Bequeme Sitze. Stock & Stein - Ohne Luftfederung nur mäßige Bodenfreiheit, echte Offroad-Einsätze verhindert zudem das Fehlen von Sperren, einer Getriebe-Untersetzung und eines „echten“ Allradantriebs. Platz & Nutz - Bis auf die Kopffreiheit viel Passagier-Platz, mittelmäßig großer Kofferraum – die neigungsverstellbaren Fondlehnen klappen automatisch per Seilzug nach vor, die Ladefläche bleibt fast eben. Fein: viele große Ablagen, E-Heckklappe, Headup-Display. Zum Teil ge­wöhnungs­bedürftige Bedienung. Dran & Drin - In der Top-Version wirklich lückenlos ausgestattet, dazu 1A-Verarbeitung und bis auf das synthetisch wirkende Leder hochwertige Materialien. Design innen wie außen nach japanisch-amerikanischem Geschmack. Sicher & Grün - Reichlich Airbags, dazu viele E-Helfer inklusive radar-gesteuertem Pre-Crash-System. Minus: Fond-Kopfstützen reichen nicht sehr weit. Praxis-Verbrauch voll im Rahmen, Motor aber nur Euro-IV-tauglich. Preis & Kosten - Sehr teuer in der Anschaffung, ein ähnlich sparsamer, aber noch bulligerer Audi Q5 3,0 TDI kostet (freilich vergleichsweise nackt) gut 30 Tausender weniger. Drei Jahre Garantie inklusive Mobilität, zwölf Jahre gegen Durchrosten. Minus: sehr dünnes Werkstatt-Netz, kurze Service-Intervalle.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1487850841524{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1487850315807{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]RX innen: noble Aufmachung, doch die Bedienung mancher Features erfordert Ge­wöhnung[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-3247f864-f1df"][vc_column_text]Gesamtsystemleistung: 220 kW (299 PS); Benzinmotor: V6, 24V, 3456 ccm, 183 kW (249 PS) bei 6000/min, max. Drehmoment 317 Nm bei 4800/min; E-Motor vorne: 123 kW/167 PS, 335 Nm; E-Motor hinten:  50 kW/86 PS, 139 Nm; stufenlose Auto­ma­tik, Quasi-Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4770/1885/1685 mm, Rad­stand 2740 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,4 m, Reifendimension 235/55 R 19, Tank­inhalt 65 l, Reichweite (bis Tankreserve) 650 km, Kofferraumvolumen 446–1570 l, Leerge­wicht 2205 kg, zul. Gesamtgewicht 2700 kg, max. Anh.-Last 2000 kg, 0–100 km/h 7,8 sec, Spitze 200 km/h, Steuer (jährl.) € 1049,40, Werkstätten in Österreich…

6

FAZIT

Teurer Nobel-SUV mit effektivem Hightech-Overkill.

Fahren & Fühlen
Stock & Stein
Platz & Nutz
Dran & Drin
Sicher & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : Sei der Erste !
6

Gesamtsystemleistung: 220 kW (299 PS); Benzinmotor: V6, 24V, 3456 ccm, 183 kW (249 PS) bei 6000/min, max. Drehmoment 317 Nm bei 4800/min; E-Motor vorne: 123 kW/167 PS, 335 Nm; E-Motor hinten:  50 kW/86 PS, 139 Nm; stufenlose Auto­ma­tik, Quasi-Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4770/1885/1685 mm, Rad­stand 2740 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,4 m, Reifendimension 235/55 R 19, Tank­inhalt 65 l, Reichweite (bis Tankreserve) 650 km, Kofferraumvolumen 446–1570 l, Leerge­wicht 2205 kg, zul. Gesamtgewicht 2700 kg, max. Anh.-Last 2000 kg, 0–100 km/h 7,8 sec, Spitze 200 km/h, Steuer (jährl.) € 1049,40, Werkstätten in Österreich 8, Inspek­ti­on/Ölwechsel alle 15.000/15.000 km, Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 6,6/6,0/6,3 l, Testverbrauch 9,1 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 148/212 g/km

Offroad-Daten (ohne Luftfederung): Vorderradantrieb mit zusätzlichem E-Motor an der Hinterachse; Bö­schungswinkel v/h 28,8°/24,4°, Rampenwinkel k. A., Bodenfreiheit 175 mm, Wat­tiefe k. A.

zehn Airbags, ESP, Bi-Xenon-Kurvenlicht, Pre-Crash-System, Licht- und Regen­sensor, el. klappbare Spiegel, Alarm, Mark Levinson-Sound­sys­tem inkl. CD-Wechsler und Lenkrad-FB, Bluetooth-Freisprech­einr., Le­der­pols­te­rung, Sitzheizung/-lüftung v, E-Sitze inkl. Memory fahrerseitig, elektrisch verstellb. Lederlenkrad, LED-Abblendlicht, Navigation, Einparkhilfe v+h inkl. Rück- und Sei­tenkamera, Radar-Tempomat, E-Glas-Schiebedach, Luftfe­derung, Head-Up-Dis­play, Keyless Go, autom. Heckklappe etc.

Extras: Holz/Le­­der-Lenkrad € 514,–, Metallic-Lack € 1284,–, aktive Stabilisatoren (Entfall Luftfederung) € 1284,–

Kommentar abgeben