Test: Mazda MX-5 RF G184 100YEARS

28. Januar 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mazda
Klasse:Cabrio/Roadster
Antrieb:Hinterrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:184 PS
Testverbrauch:6,7 l/100km
Modelljahr:2021
Grundpreis:41.490 Euro

Das im Vorjahr ob Corona etwas untergegangene 100 Jahr-Jubiläum seiner Firmengründung zelebriert Mazda seit einigen Monaten mit speziellen Sondermodellen. Erkennen können Kenner die Jubiläums-Fahrzeuge an metallic-weißem Lack und roter Lederausstattung, zu haben sind sie für den kompakten SUV CX-5 sowie den knackigen Roadster MX-5 (hüben wie drüben aber nur mit dem stärkeren der beiden Benziner). Letzteren haben wir uns zum Mitfeiern gekrallt – Party machen sollte ja immer eine (fahr-)freudige Sache sein. Keine Spaßbremse: die Hardtop-Variante RF, sie ist zwar um 5200 Euro teurer als die Stoffdach-Version, bietet aber eine höhere Ganzjahrestauglichkeit und dazu 17-Zöller sowie Sperrdifferenzial. 

Aus pragmatischer Sicht macht das Sondermodell wenig Sinn, ist es doch nur 100 Euro günstiger als die klassische Spitzen-Version „Revolution Top“, die der Jubi­­läums-Edition die Sport-Zutaten Bilstein-Fahrwerk, Domstrebe sowie Recaro-Sitze voraushat und gegen 500 Euro Aufpreis ebenfalls in „Snowflake White“ zu haben wäre. Doch längerfristig zahlt sich die Investition aus, die im und am Fahrzeug dezent verteilten „100YEARS“-Embleme werden im späteren Leben als Youngtimer sicher für eine Extraportion Begehrlichkeit sorgen.

Motor & Getriebe – Der Vierzylinder-Sauger könnte sportlicher klingen, dreht aber schön hoch. Passabler Punch von unten, gleichzeitig spontane Reaktion auf Gas-Befehle. Knackig-kurzwegiges, eng gestuftes Getriebe.

Fahrwerk & Traktion – Ziemlich straffe Abstimmung, gerade ausreichend Komfort. Im Grenzbereich mobiles Heck, das abschaltbare ESP greift eher spät ein – Fahrspaß-Fans freut es, ebenso wie die mäßige Traktion, vor allem bei Nässe. Beim Testwagen poltrige Hinterachse. Sehr gute Bremsen, Lenkung präzise, mittelmäßig direkt. 

Bedienung & Multimedia – Gute Sitzposition dank neigungsverstellbarer Schenkelauflage und in der Höhe und Reichweite justierbarem Volant. Einfache Bedienung, alle Schalter und Hebel in Griffweite, viele echte Knöpfe. Das Multimedia-System steuert man am Stand über den eher kleinen Touchscreen und während der Fahrt über einen guten Dreh-und-Drück-Regler. Sprachsteuerung nur via Smartphone-Anbindung, kein induktives Handyladen. Übersicht nach schräg hinten schlecht, doch Parkpiepser und Rückfahrkamera Serie.

Auf & Zu – In 14 Sekunden öffnet und schließt das Hardtop (während der Fahrt aber nur bis zehn km/h). Plus: effektives Aufsteck-Windschott, hohe Verwindungssteifigkeit, Tür-Doppelverriegelung. 

Innen- & Kofferraum – Enger, recht mühsam zu enternder Innenraum, kaum Ablagen. Kleiner, verschachtelter Kofferraum mit hoher Ladekante. 

Dran & Drin – Für einen Roadster fast schon zu üppig ­ausgestattet, es gibt kein einziges Extra. Angenehmer Material-Eindruck, recht solide Verarbeitung. 

Schutz & Sicherheit – Normales Airbag-Aufgebot, dazu ein paar (nicht nervige) Assistenzsysteme, aber kein Radar-Tempomat. 

Preis & Kosten – Der MX-5 ist konkurrenzlos, zumal mit dem elektrischen Hardtop. Der größere BMW Z4 ist spürbar teurer, günstiger gäbe es das frontgetriebene Mini Cooper S Cabrio. Drei Jahre Garantie (gegen Aufpreis fünf Jahre bis 150.000 km). Bravo: Praxis-Verbrauch unter der Werksangabe. Hohe Zuverlässigkeit zu erwarten und mittelfristig gute Werthaltung.

Knackig-knapper Innenraum, wie es sich für einen Roadster gehört, an Ergonomie und Materialqualität gibt es nichts auszusetzen. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das im Vorjahr ob Corona etwas untergegangene 100 Jahr-Jubiläum seiner Firmengründung zelebriert Mazda seit einigen Monaten mit speziellen Sondermodellen. Erkennen können Kenner die Jubiläums-Fahrzeuge an metallic-weißem Lack und roter Lederausstattung, zu haben sind sie für den kompakten SUV CX-5 sowie den knackigen Roadster MX-5 (hüben wie drüben aber nur mit dem stärkeren der beiden Benziner). Letzteren haben wir uns zum Mitfeiern gekrallt – Party machen sollte ja immer eine (fahr-)freudige Sache sein. Keine Spaßbremse: die Hardtop-Variante RF, sie ist zwar um 5200 Euro teurer als die Stoffdach-Version, bietet aber eine höhere Ganzjahrestauglichkeit und dazu 17-Zöller sowie Sperrdifferenzial.  Aus pragmatischer Sicht macht das Sondermodell wenig Sinn, ist es doch nur 100 Euro günstiger als die klassische Spitzen-Version „Revolution Top“, die der Jubi­­läums-Edition die Sport-Zutaten Bilstein-Fahrwerk, Domstrebe sowie Recaro-Sitze voraushat und gegen 500 Euro Aufpreis ebenfalls in „Snowflake White“ zu haben wäre. Doch längerfristig zahlt sich die Investition aus, die im und am Fahrzeug dezent verteilten „100YEARS“-Embleme werden im späteren Leben als Youngtimer sicher für eine Extraportion Begehrlichkeit sorgen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Vierzylinder-Sauger könnte sportlicher klingen, dreht aber schön hoch. Passabler Punch von unten, gleichzeitig spontane Reaktion auf Gas-Befehle. Knackig-kurzwegiges, eng gestuftes Getriebe. Fahrwerk & Traktion - Ziemlich straffe Abstimmung, gerade ausreichend Komfort. Im Grenzbereich mobiles Heck, das abschaltbare ESP greift eher spät ein – Fahrspaß-Fans freut es, ebenso wie die mäßige Traktion, vor allem bei Nässe. Beim Testwagen poltrige Hinterachse. Sehr gute Bremsen, Lenkung präzise, mittelmäßig direkt.  Bedienung & Multimedia - Gute Sitzposition dank neigungsverstellbarer Schenkelauflage und in der Höhe und Reichweite justierbarem Volant. Einfache Bedienung, alle Schalter und Hebel in Griffweite, viele echte Knöpfe. Das Multimedia-System steuert man am Stand über den eher kleinen Touchscreen und während der Fahrt über einen guten Dreh-und-Drück-Regler. Sprachsteuerung nur via Smartphone-Anbindung, kein induktives Handyladen. Übersicht nach schräg hinten schlecht, doch Parkpiepser und Rückfahrkamera Serie. Auf & Zu - In 14 Sekunden öffnet und schließt das Hardtop (während der Fahrt aber nur bis zehn km/h). Plus: effektives Aufsteck-Windschott, hohe Verwindungssteifigkeit, Tür-Doppelverriegelung.  Innen- & Kofferraum - Enger, recht mühsam zu enternder Innenraum, kaum Ablagen. Kleiner, verschachtelter Kofferraum mit hoher Ladekante.  Dran & Drin - Für einen Roadster fast schon zu üppig ­ausgestattet, es gibt kein einziges Extra. Angenehmer Material-Eindruck, recht solide Verarbeitung.  Schutz & Sicherheit - Normales Airbag-Aufgebot, dazu ein paar (nicht nervige) Assistenzsysteme, aber kein Radar-Tempomat.  Preis & Kosten - Der MX-5 ist konkurrenzlos, zumal mit dem elektrischen Hardtop. Der größere BMW Z4 ist spürbar teurer, günstiger gäbe es das frontgetriebene Mini Cooper S Cabrio. Drei Jahre Garantie (gegen Aufpreis fünf Jahre bis 150.000 km). Bravo: Praxis-Verbrauch unter der Werksangabe. Hohe Zuverlässigkeit zu erwarten und mittelfristig gute Werthaltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1643368013547{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1643367530191{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Knackig-knapper Innenraum, wie es sich für einen Roadster gehört, an Ergonomie und Materialqualität gibt es nichts auszusetzen. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43d3d7-356f"][vc_column_text]R4, 16V, 1998 ccm, 184 PS (135 kW) bei 7000/min, max. Drehmoment 205 Nm bei 4000/min, Sechsgang-Getriebe, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 3915/1735/1230 mm, Radstand 2310 mm, 2…

6.5

FAZIT

Die Sterne-Wertung suggeriert zwar: eher Finger weg! In Sachen Fahrspaß gilt freilich: beide Daumen hoch!

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Auf & Zu
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R4, 16V, 1998 ccm, 184 PS (135 kW) bei 7000/min, max. Drehmoment 205 Nm bei 4000/min, Sechsgang-Getriebe, Hinterradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 3915/1735/1230 mm, Radstand 2310 mm, 2 Sitze, Wendekreis 10,4 m, Reifendimension 205/45 R 17, Tankinhalt 45 l, Reichweite 670 km, Kofferraumvolumen 127 l, Leergewicht (EU) 1095 kg, zul. Gesamtgewicht 1305 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 6,8 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 6,5/7,7 sec, Spitze 220 km/h, Steuer (jährl.) € 984,96, Werkstätten in Österreich 122, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch kombiniert 6,9 l, Testverbrauch 6,7 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 155/154 g/km

 Front- und Seitenairbags, City- Notbrems-, Spurwechsel- und Spurhalte-Assistent, Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, adaptives Kurvenlicht, Sperrdifferenzial, Matrix-LED-Scheinwerfer mit automatischem Fernlicht, Klimaautomatik, Tempomat, Radio mit 9 Lautsprechern und AUX/USB-Schnittstelle, 7 Zoll-Touchscreen, Bose-Sound, Android Auto & Apple Car Play, Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar, Innenspiegel automatisch abblendend, Tempomat, akustische Einparkhilfe hinten, E-Fensterheber, Multifunktions-Lederlenkrad, Licht- und Regensensor, Lederpolsterung, Sitzheizung, schlüsselloser Zugang, 17 Zoll-Aluräder, Rückfahrkamera etc.

keine

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