Test: Mercedes GLE 350 de 4MATIC

8. Juni 2021
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mercedes Benz
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Hybrid
Leistung:320 PS
Testverbrauch:1,4-8,5 l/100km
Modelljahr:2021
Grundpreis:79.170 Euro

Der GLE 350 de schaffte bei uns im Test mit vollem Akku 84 Kilometer rein elektrisch (Normwert: 98 km). Das ist nicht nur mehr als bei jedem anderen Plug-In-Hybrid, sondern liegt auch auf dem Niveau des kleinsten Stromers aus dem Hause Daimler, des Smart fortwo. Was bedeutet das in der Praxis? Vor allem, dass viele den großen SUV nicht zwingend jeden Tag anstecken müssen um ihre Alltagswege surrend (und das sogar mit bis zu 160 km/h) zu absolvieren. Und selbst mit leeren Batterien klettert der Diesel-Verbrauch selten in den zweistelligen Bereich, auf unserer Normrunde waren es 8,5 Liter.

Schauen wir uns zum Vergleich dazu den konventionellen Diesel GLE 350 d an, der vor gut einem Jahr bei uns gastierte. Der bietet als Sechszylinder mit 272 PS ­ähnliche Fahrleistungen und bilanzierte in der Praxis mit 8,8 Liter. Obwohl netto 6000 Euro günstiger als der „de“, kommt er am Ende 3120 Euro teurer – hier bringt die NoVA also durchaus einen Lenkungseffekt. Die Differenz vergrößert sich bei jedem ausgewählten Extra, und auch bei der Kfz-Steuer spart der Ansteck-GLE jährlich fast 1000 Euro. Bleibt allein der um 140 Liter geschrumpfte Kofferraum als Plug-In-Minus – bei immer noch 490 Liter Volumen freilich verschmerzbar. 

Motor & Getriebe – Harmonisches Zusammenspiel aus kul­tiviertem Vierzylinder-Diesel und E-Motor, gekonnt verwaltet von der feinen Neungang-Automatik. Fein: die automatische, vorausschauende Rekuperation.

Fahrwerk & Traktion – Mit optionaler Luftfederung sehr guter Komfort, in flotten Kurven erträgliche Seitenneigung (und keine Lastwechsel-Tücken). Lenkung feinfühlig, ­direkt genug. Top-Traktion, gute Bremsen.

Bedienung & Multimedia – Hohe Sitzposition, das gestochen scharfe Widescreen-Cockpit ist tadellos ablesbar, gewöhnungsbedürftig ist die Bedienung über die kleinen Touch-Felder am Lenkrad. Tadellose Sprachsteuerung. ­Induktives Handyladen aufpreisfrei, Smartphone-Integration kostet 498 Euro extra.

Innen- & Kofferraum – Massig Passagier-Platz. Der Koffer­raum verliert durch die großen Akkus sein Kellerfach (und die Siebensitzer-Option), bleibt aber familientauglich. Hohe Ladekante, Boden aber auch nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehnen eben. Weit aufschwingende E-Heckklappe. Trenn-Netz für 138 Euro extra. 

Dran & Drin – Ordentliche, aber nicht lückenlose Serien-Mitgift, es gibt natürlich viele Extras – die NoVA-bedingt nicht so teuer wie bei den ­Verbrenner-Brüdern sind. Solide Verarbeitung, hochwertige ­Materialien.

Schutz & Sicherheit – Sieben Airbags und einige E-Helfer Serie, als ­Extra Seitenairbags im Fond sowie alle gängigen Assistenzsysteme bis zum teilautonomen Fahren.

Reichweite & Laden – Tolle E-Reichweite dank großem Akku, dieser kann als 624 Euro teure Option sogar mit 60 kW Gleichstrom betankt werden – in 20 Minuten ist er dann zu 80 Prozent voll. Bei serienmäßig maximal 7,4 kW Wechselstrom dauert die Vollladung 1,5 Stunden. 

Preis & Kosten – Als Diesel-SUV zum Anstecken konkurrenzlos (und nicht förderungswürdig), preislich ziemlich genau zwischen den Brüdern GLS 300 d (Vierzylinder, 245 PS) und 350 d (Sechszylinder, 272 PS). Plus: attraktiver Verbrauch, vier Jahre Garantie, gute Werthaltung. Minus: Jahresservice Pflicht. 

Das Widescreen-Cockpit ist imposant, aber nicht mehr der letzte Schrei bei Mercedes.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der GLE 350 de schaffte bei uns im Test mit vollem Akku 84 Kilometer rein elektrisch (Normwert: 98 km). Das ist nicht nur mehr als bei jedem anderen Plug-In-Hybrid, sondern liegt auch auf dem Niveau des kleinsten Stromers aus dem Hause Daimler, des Smart fortwo. Was bedeutet das in der Praxis? Vor allem, dass viele den großen SUV nicht zwingend jeden Tag anstecken müssen um ihre Alltagswege surrend (und das sogar mit bis zu 160 km/h) zu absolvieren. Und selbst mit leeren Batterien klettert der Diesel-Verbrauch selten in den zweistelligen Bereich, auf unserer Normrunde waren es 8,5 Liter. Schauen wir uns zum Vergleich dazu den konventionellen Diesel GLE 350 d an, der vor gut einem Jahr bei uns gastierte. Der bietet als Sechszylinder mit 272 PS ­ähnliche Fahrleistungen und bilanzierte in der Praxis mit 8,8 Liter. Obwohl netto 6000 Euro günstiger als der „de“, kommt er am Ende 3120 Euro teurer – hier bringt die NoVA also durchaus einen Lenkungseffekt. Die Differenz vergrößert sich bei jedem ausgewählten Extra, und auch bei der Kfz-Steuer spart der Ansteck-GLE jährlich fast 1000 Euro. Bleibt allein der um 140 Liter geschrumpfte Kofferraum als Plug-In-Minus – bei immer noch 490 Liter Volumen freilich verschmerzbar. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Harmonisches Zusammenspiel aus kul­tiviertem Vierzylinder-Diesel und E-Motor, gekonnt verwaltet von der feinen Neungang-Automatik. Fein: die automatische, vorausschauende Rekuperation. Fahrwerk & Traktion - Mit optionaler Luftfederung sehr guter Komfort, in flotten Kurven erträgliche Seitenneigung (und keine Lastwechsel-Tücken). Lenkung feinfühlig, ­direkt genug. Top-Traktion, gute Bremsen. Bedienung & Multimedia - Hohe Sitzposition, das gestochen scharfe Widescreen-Cockpit ist tadellos ablesbar, gewöhnungsbedürftig ist die Bedienung über die kleinen Touch-Felder am Lenkrad. Tadellose Sprachsteuerung. ­Induktives Handyladen aufpreisfrei, Smartphone-Integration kostet 498 Euro extra. Innen- & Kofferraum - Massig Passagier-Platz. Der Koffer­raum verliert durch die großen Akkus sein Kellerfach (und die Siebensitzer-Option), bleibt aber familientauglich. Hohe Ladekante, Boden aber auch nach Umlegen der 2:1:2-Fondlehnen eben. Weit aufschwingende E-Heckklappe. Trenn-Netz für 138 Euro extra.  Dran & Drin - Ordentliche, aber nicht lückenlose Serien-Mitgift, es gibt natürlich viele Extras – die NoVA-bedingt nicht so teuer wie bei den ­Verbrenner-Brüdern sind. Solide Verarbeitung, hochwertige ­Materialien. Schutz & Sicherheit - Sieben Airbags und einige E-Helfer Serie, als ­Extra Seitenairbags im Fond sowie alle gängigen Assistenzsysteme bis zum teilautonomen Fahren. Reichweite & Laden - Tolle E-Reichweite dank großem Akku, dieser kann als 624 Euro teure Option sogar mit 60 kW Gleichstrom betankt werden – in 20 Minuten ist er dann zu 80 Prozent voll. Bei serienmäßig maximal 7,4 kW Wechselstrom dauert die Vollladung 1,5 Stunden.  Preis & Kosten - Als Diesel-SUV zum Anstecken konkurrenzlos (und nicht förderungswürdig), preislich ziemlich genau zwischen den Brüdern GLS 300 d (Vierzylinder, 245 PS) und 350 d (Sechszylinder, 272 PS). Plus: attraktiver Verbrauch, vier Jahre Garantie, gute Werthaltung. Minus: Jahresservice Pflicht. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1623157155654{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1623155266372{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Das Widescreen-Cockpit ist imposant, aber nicht mehr der letzte Schrei bei Mercedes.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43bb44-6633"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1950 ccm, 194 PS (143 kW) bei 3800/min, max.…

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FAZIT

Komfortabler Groß-SUV mit viel E-Reichweite.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
8

R4, 16V, Turbo, 1950 ccm, 194 PS (143 kW) bei 3800/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 1600–2800/min, E-Motor 136 PS (100 kW) bzw. 440 Nm, Systemleistung 320 PS (235 kW) bzw. 700 Nm, Akku 31,2 kWh, Neungang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4924/1947/1772 mm, Radstand 2995 mm, 5 Sitze, Wendekreis 12,0 m, Reifendimension 275/55 R 19 (Testwagen-Bereifung 275/50 R 20), Tankinhalt 65 l (AdBlue: 31,6 l), Reichweite 765 km (plus elektr. 84), Kofferraumvolumen 490–1915 l, Leergewicht (EU) 2655 kg, zul. Gesamtgewicht 3260 kg, max. Anh.-Last 2700 kg, 0–100 km/h 6,8 sec, Spitze 210 (el. 160) km/h, Steuer (jährl.) € 725,76, Werkstätten in Österreich 93, Service alle 25.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 0,7 l, Testverbrauch 1,4–8,5 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 18/36–224 g/km

sechs Airbags plus Fahrer-Knieairbag, Verkehrszeichen-Erkennung, Bergabfahrhilfe, Notbrems-und Spurhalte-Assistent, Licht- und Regensensor, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Tempomat, E-Vordersitze, Kunstlederpolsterung, digitale Instrumente, Multimediasystem mit 12,3 Zoll-Display und USB-Slot, Navigation, 19- Zoll-Aluräder, E-Heckklappe, Rückfahrkamera, induktives Handyladen etc.

Fond-Seitenairbags € 426,–, Headup-Display € 1362,–, Fahrassistenz-Paket (Abstandsregel-Tempomat mit Stop & Go, teilautonomes Fahren, Toterwinkel-Assistent) ab € 2418,–, Advantage-Paket (el. klapp- und aut. abblendbare Spiegel, Park-Assistent, Sitzheizung v, Toterwinkel-Assistent) € 1470,–, Premium-Paket (zus. 360 Grad-Kameras, Multibeam-LED-Licht etc.) € 4296,–, Premium Plus-Paket (zus. Burmester-Sound, schlüsselloser Zu­­gang, Panorama-Schiebedach etc.) € 7446,–, Lenkrad-Heizung € 324,–, Rundumkameras plus Einpark-Automatik € 1362,–, Luftfederung plus adaptive Dämpfer € 2250,–, Sitzheizung/-klimatisierung v € 450,–/1374,– (inkl. Massage-Funktion € 2304,–), Fondsitze beheizbar/el. verstellbar € 450,–/1500,–, Panorama-Schiebedach € 2004,–, DAB-Tuner € 396,–, 20/21 Zoll-Aluräder ab € 415,–/1615,– etc. 

3 Kommentare

  1. Kann mir bitte jemand erklären, warum Dieselhybrid nicht foerderungsfaehig ist, wo er doch auf Langstrecke mit leerer Batterie deutlich weniger verbraucht als die geförderten Benzinhybride? Oder ist es nur einfach eine Hirnlosigkeit mehr in dem Elektrosteuerverteilungsdschungel.

  2. Ganz Deiner Meinung, Weuzi! Moderne (ab Euro 6) Diesel sind nicht nur sparsam (und damit klimafreundlicher als Benziner) sondern sondern auch in Sachen gesundheits-schädlicher Abgase nicht mehr schlechter als Benziner.
    Aber seit dem Diesel-Skandal will das keiner mehr glauben bzw. die Politik sich nicht mehr korrigieren müssen.

  3. Tja, den Diesel hat sich die Autoindustrie leider selbst herausgeschossen. Der GLE 350 de wäre aufgrund seines Grundpreises aber ohnehin nicht förderungswürdig. Der kostet ja schon fast so viel wie ein Elektroauto.

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