Test: Mini Cooper SE

25. Mai 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Mini
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Elektro
Leistung:184 PS
Testverbrauch:16,8 kWh/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:42.550 Euro

Bei Mini ließ man sich Zeit mit einem vollelektrischen Serienfahrzeug, dabei durften Fachjournalisten bereits im Jahr 2009 eine erste Konzept-Version fahren. ­Ganze elf Jahre später macht man nun Ernst. Der Mini Cooper SE greift auf den Antriebsstrang des stärkeren der beiden BMW i3 zurück, hat also 184 PS unter der Haube. Die Batteriekapazität liegt mit 32,6 kWh etwas niedriger als beim Elektro-Bayern. Da der Mini, dessen Karosserie aus konventionellem Stahlblech besteht (beim i3 ist es kohlefaserverstärkter Kunststoff), zudem schwerer ist, liegt seine Reichweite lediglich bei rund 200 Kilometern. Was vielen Interessenten durchaus genügen könnte, der 3,82 Meter kurze Dreitürer ist schließlich nicht als Langstrecken-Express gedacht, sondern als flotter (Zweit-)Flitzer für die Stadt und deren Umland.

Der Mini verbraucht mehr Strom als sein bayrischer Bruder – nicht nur wegen des Mehrgewichts, sondern auch, weil er auf Breitreifen statt auf Asphaltschneidern rollt. Als Exklusiv-Vorteile bietet er einen äußerst tiefen Schwerpunkt, ist straff gefedert und lenkt extrem agil ein. Auch wenn der Spruch von den „kart-ähnlichen“ Mini-Fahreigenschaften uralt ist, beim Cooper SE trifft er mehr zu denn je.

Motor & Getriebe – Sehr kraftvolle Beschleunigung, wenig Motor- und Windgeräusche. Zweistufige Rekuperation, die stärkere ist Standard bei jedem Start, doch selbst in der schwächeren wird das Bremspedal selten benötigt. Komfortables Einstufen-Getriebe.

Fahrwerk & Traktion – Die Federung ist äußerst straff, das Kurvenfahrverhalten ultra-agil, provozierte Lastwechsel sorgen für harmlos-spaßige Heck-Schwenks. Schwergängig-präzise, sehr direkte Lenkung, kleiner Wendekreis, kräftige Bremsen. Trotz der hohen Schubkraft passable Traktion.

Bedienung & Multimedia – Übersichtliches Digital-Cockpit, logische Menüführung – via Dreh-Drück-Regler, Touchscreen und (guter) Sprachsteuerung bedienbar. Ungehinderte Sicht nach schräg hinten, beim Blick auf die Ampel stört das weit vorgezogene Dach. Passgenaue Sitze. Apple CarPlay Serie, ebenso induktives Handyladen.

Innen- & Kofferraum – Vorne passable Platzverhältnisse, im mühsam zu enternden Fond geht es eng zu. Immerhin: ­Memory für beide Vordersitze. Kleiner, via 2:1-Fond­lehnen er­weiterbarer Kofferraum mit verstellbarem Ladeboden und brauchbarem Kellerfach. Genug Ablagen.

Dran & Drin – Die getestete Topausstattung „Trim XL“ ist mit 9600 Euro Aufpreis auf die Basis-Version sehr teuer, lässt aber kaum Wünsche offen. Extras gibt es für den Cooper SE dann keine mehr, abgesehen von Metal­lic-Lackierungen. Hochwertige Materialien, fehlerfreie Verarbeitung.

Schutz & Sicherheit – Sechs Airbags sind genauso Serie wie die wichtigsten Assistenzsysteme, Spurhalte-Helfer sind keine erhältlich. Nur vier Sterne gab es beim Euro-NCAP-Crashtest – allerdings schon im Jahr 2014.

Reichweite & Laden – Reichweite um die 200 Kilometer, Autobahn-Etap­pen verkürzen diese spürbar. Lademöglichkeiten: Schuko und Typ 2 (beide Kabel Serie), CCS-Gleich­strom mit bis zu 50 kW.

Preis & Kosten – Als bereits brauchbar bestückte Basisversion um 32.950 Euro vergleichsweise fair bepreist. Lange Service-Intervalle, mitteldichtes Werkstatt-Netz, acht Jahre Batterie-Garantie. E-Vorteile: Kfz-Steu­er und Dienstwagen-Sachbezug entfallen, Vorsteuerabzug ist möglich.

Glasklare Digital-Armaturen hinter dem Lenkrad, der Touchscreen in der Mittelkonsole ist nicht ganz so übersichtlich.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Bei Mini ließ man sich Zeit mit einem vollelektrischen Serienfahrzeug, dabei durften Fachjournalisten bereits im Jahr 2009 eine erste Konzept-Version fahren. ­Ganze elf Jahre später macht man nun Ernst. Der Mini Cooper SE greift auf den Antriebsstrang des stärkeren der beiden BMW i3 zurück, hat also 184 PS unter der Haube. Die Batteriekapazität liegt mit 32,6 kWh etwas niedriger als beim Elektro-Bayern. Da der Mini, dessen Karosserie aus konventionellem Stahlblech besteht (beim i3 ist es kohlefaserverstärkter Kunststoff), zudem schwerer ist, liegt seine Reichweite lediglich bei rund 200 Kilometern. Was vielen Interessenten durchaus genügen könnte, der 3,82 Meter kurze Dreitürer ist schließlich nicht als Langstrecken-Express gedacht, sondern als flotter (Zweit-)Flitzer für die Stadt und deren Umland. Der Mini verbraucht mehr Strom als sein bayrischer Bruder – nicht nur wegen des Mehrgewichts, sondern auch, weil er auf Breitreifen statt auf Asphaltschneidern rollt. Als Exklusiv-Vorteile bietet er einen äußerst tiefen Schwerpunkt, ist straff gefedert und lenkt extrem agil ein. Auch wenn der Spruch von den „kart-ähnlichen“ Mini-Fahreigenschaften uralt ist, beim Cooper SE trifft er mehr zu denn je.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Sehr kraftvolle Beschleunigung, wenig Motor- und Windgeräusche. Zweistufige Rekuperation, die stärkere ist Standard bei jedem Start, doch selbst in der schwächeren wird das Bremspedal selten benötigt. Komfortables Einstufen-Getriebe. Fahrwerk & Traktion - Die Federung ist äußerst straff, das Kurvenfahrverhalten ultra-agil, provozierte Lastwechsel sorgen für harmlos-spaßige Heck-Schwenks. Schwergängig-präzise, sehr direkte Lenkung, kleiner Wendekreis, kräftige Bremsen. Trotz der hohen Schubkraft passable Traktion. Bedienung & Multimedia - Übersichtliches Digital-Cockpit, logische Menüführung – via Dreh-Drück-Regler, Touchscreen und (guter) Sprachsteuerung bedienbar. Ungehinderte Sicht nach schräg hinten, beim Blick auf die Ampel stört das weit vorgezogene Dach. Passgenaue Sitze. Apple CarPlay Serie, ebenso induktives Handyladen. Innen- & Kofferraum - Vorne passable Platzverhältnisse, im mühsam zu enternden Fond geht es eng zu. Immerhin: ­Memory für beide Vordersitze. Kleiner, via 2:1-Fond­lehnen er­weiterbarer Kofferraum mit verstellbarem Ladeboden und brauchbarem Kellerfach. Genug Ablagen. Dran & Drin - Die getestete Topausstattung „Trim XL“ ist mit 9600 Euro Aufpreis auf die Basis-Version sehr teuer, lässt aber kaum Wünsche offen. Extras gibt es für den Cooper SE dann keine mehr, abgesehen von Metal­lic-Lackierungen. Hochwertige Materialien, fehlerfreie Verarbeitung. Schutz & Sicherheit - Sechs Airbags sind genauso Serie wie die wichtigsten Assistenzsysteme, Spurhalte-Helfer sind keine erhältlich. Nur vier Sterne gab es beim Euro-NCAP-Crashtest – allerdings schon im Jahr 2014. Reichweite & Laden - Reichweite um die 200 Kilometer, Autobahn-Etap­pen verkürzen diese spürbar. Lademöglichkeiten: Schuko und Typ 2 (beide Kabel Serie), CCS-Gleich­strom mit bis zu 50 kW. Preis & Kosten - Als bereits brauchbar bestückte Basisversion um 32.950 Euro vergleichsweise fair bepreist. Lange Service-Intervalle, mitteldichtes Werkstatt-Netz, acht Jahre Batterie-Garantie. E-Vorteile: Kfz-Steu­er und Dienstwagen-Sachbezug entfallen, Vorsteuerabzug ist möglich.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1590418263449{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1590418025491{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Glasklare Digital-Armaturen hinter dem Lenkrad, der Touchscreen in der Mittelkonsole ist nicht ganz so übersichtlich.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb437a1b-fc1c"][vc_column_text]Permanentmagnet-Synchronmotor, Spitzenleistung 184 PS (135 kW), Dauerleistung 102 PS (75 kW), max. Drehmoment 270 Nm, Lithium-Ionen-Akku 32,6 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H…

6.8

FAZIT

Spät dran, aber gelungen: die Kombination Mini & Elektro.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Reichweite & Laden
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

Permanentmagnet-Synchronmotor, Spitzenleistung 184 PS (135 kW), Dauerleistung 102 PS (75 kW), max. Drehmoment 270 Nm, Lithium-Ionen-Akku 32,6 kWh, Vorderradantrieb mit fixer Übersetzung, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 3821/1727/1432 mm, Radstand 2495 mm, 4 Sitze, Wendekreis 10,8 m, Reifendimension 205/45 R 17 (Testwagen-Bereifung Dunlop SP Winter Sport 4D), Kofferraumvolumen 211–731 l, Leergewicht 1440 kg, zul. Gesamtgewicht 1800 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 7,3 sec, 60–100 km/h 4,1 sec, Spitze 150 km/h, Steuer (jährl.) keine, Werkstätten in Österreich 58, Service verschleißabhängig (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Norm-/Testverbrauch 15,2/16,8 kWh, Reichweite Norm/Test 200–232/195 km, Ladedauer bei 11 kW (100%) 2,5 Std, bei 50 kW Gleichstrom (80%) 35 min

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, Adaptiv-Tempomat, Notbrems-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung, Licht-, Regen- und Fernlichtsensor, aut. Parkassis­tent, adaptive LED-Scheinwerfer, Zweizonen-Klimaautomatik, Navigationssystem, beheiz- und klappbare E-Außenspiegel, Innen- und Außenspiegel aut. abblendend, schlüsselloser Zugang, Glas-Panoramadach, Lederpolsterung, beheizbare Sportsitze, Rückfahrkamera, akust. Einparkhilfe v+h, Ambiente-Beleuchtung, Headup-Display, Soundsystem Harman Kardon mit 360 Watt und 12 LS, DAB-Tuner, 6,5 Zoll-Touchscreen, 2x USB, Echtzeit-Verkehrsinformation, Apple CarPlay, induktive Smartphone-Lademöglichkeit, drei Fahrmodi, Alarmanlage, Ladekabel, Aluräder 17 Zoll etc.

Metallic-Lack € 576,–

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