Test: Peugeot 208 PureTech 130 EAT8

7. September 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Peugeot
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:131 PS
Testverbrauch:6,9 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:26.500 Euro

Auf Grund von CO2-Einsparungen steht bei Peugeot kein sportlicher GTI mehr am Plan. Das macht den getesteten 130 PS-Benziner in der GT-Line zum dynamischsten Kleinen mit Löwen-Emblem. Als eigentliches Topmodell „GT“ ist nur der elektrische 208 zu haben, den wir uns im nächsten Heft vorknöpfen. Dass bei den Franzosen das Thema Sport nicht mehr ganz oben auf der ­Prioritätenliste steht, merkt man besonders beim Antrieb: Der Testwagen wirkt etwas zugeschnürt – als würde ein wenig Leistung von der trägen Achtgang-Automatik geschluckt. Deswegen empfehlens­wert: der Griff zum handgerissenen 100 PS-Benziner, der im ­Stadt-Gewusel deutlich mehr Spaß macht und zusätzlich noch 3200 Euro spart.

Der 208 an sich bleibt natürlich eine Bereicherung im Segment der ­Kleinwagen. Im Innenraum ist er erfrischend anders, der Außenauftritt ist irgendwo zwischen Eleganz und Dynamik angesiedelt. Der kleine Löwe bringt also stets Pep in den Alltag,  das knallige Vertigo Blau (eine dreischichtige Perlmuttlackierung um 861 Euro) passt perfekt dazu. Da kann man schon mal über das kleine Antriebs-Minus hinwegsehen – auch wenn man sich bisweilen nach einem echten GTI sehnt.

Motor & Getriebe – Müde wirkender Dreizylinder-Benziner, braucht Drehzahl um in Fahrt zu kommen. Ebenso schaumgebremst agierende Achtgang-Automatik. Immerhin sanfte Gangwechsel und feine Dosierbarkeit beim Rangieren. Rauer Motorklang im Kaltlauf.

Fahrwerk & Traktion – Straff-komfortabel ausgelegtes Fahrwerk mit einem Hauch von Sportlichkeit. Im Grenzbereich sanft untersteuernd, keine Tücken beim Lastwechsel. Gefühlvolle und leichtgängige Lenkung, im Sport-Modus mit künstlich hohen Lenk-Widerständen. Weitgehend gute Traktion, bissige Bremsen.  

Bedienung & Multimedia – Auf den Fahrer zugeschnittenes Cockpit, gut ablesbare „3D“-Armaturen. Teilweise schwer erreichbare Knöpfe (z. B. Sitzheizung). Das Multimediasystem ist grundsätzlich logisch aufgebaut, die Bedienung über den Touchscreen dennoch gewöhnungsbedürftig. Zahlreiche und sehr gut ­nutzbare Ablagen, passable Rundumsicht (Rückfahrkamera Serie). Induktives Handyladen gegen Aufpreis, ­volle Smartphone-Anbindung Serie.

Innen- & Kofferraum – Die Platzverhältnisse in beiden Sitzreihen gehen in Ordnung, der gut nutzbare Kofferraum fällt im Klassenschnitt recht klein aus. Noch dazu entsteht nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen ob des fehlenden doppelten Bodens eine Stufe.

Dran & Drin – In der für Verbrenner höchsten Ausstattungsstufe „GT Line“ (1850 Aufpreis zu „Allure“) ganz gut ausgestattet: fescher Optik-Aufputz samt 17-Zöllern, dazu u. a. Klimaautomatik und Rückfahrkamera. Überschaubare Anzahl an fair bepreisten Extras. Tolle Materialien, beachtlich gut verarbeitet. 130 PS sind nur mit Automatik zu haben.

Schutz & Sicherheit – Klassenübliche sechs Airbags, einige Assistenzsysteme wie Spurhalte-Warner sowie LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik Serie. Auf Wunsch Spurführungs-Assistent und Radar-Tempomat.

Preis & Kosten – Die Konkurrenz in Form von Renault Clio, Konzern-Bruder Opel Corsa und auch VW Polo ist bei gleicher Ausstattung (teils deutlich) bil­liger. Nur zwei Jahre Garantie, relativ hoher Verbrauch. Mittelmäßige Wiederverkaufs-Chancen.

Fahrerzentriertes Cockpit mit sportlich-kleinem Volant, das Kart-Feeling vermittelt. Verwunderlich: Die stets grünen Nähte passen nicht zur Außenfarbe. 

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Auf Grund von CO2-Einsparungen steht bei Peugeot kein sportlicher GTI mehr am Plan. Das macht den getesteten 130 PS-Benziner in der GT-Line zum dynamischsten Kleinen mit Löwen-Emblem. Als eigentliches Topmodell „GT“ ist nur der elektrische 208 zu haben, den wir uns im nächsten Heft vorknöpfen. Dass bei den Franzosen das Thema Sport nicht mehr ganz oben auf der ­Prioritätenliste steht, merkt man besonders beim Antrieb: Der Testwagen wirkt etwas zugeschnürt – als würde ein wenig Leistung von der trägen Achtgang-Automatik geschluckt. Deswegen empfehlens­wert: der Griff zum handgerissenen 100 PS-Benziner, der im ­Stadt-Gewusel deutlich mehr Spaß macht und zusätzlich noch 3200 Euro spart. Der 208 an sich bleibt natürlich eine Bereicherung im Segment der ­Kleinwagen. Im Innenraum ist er erfrischend anders, der Außenauftritt ist irgendwo zwischen Eleganz und Dynamik angesiedelt. Der kleine Löwe bringt also stets Pep in den Alltag,  das knallige Vertigo Blau (eine dreischichtige Perlmuttlackierung um 861 Euro) passt perfekt dazu. Da kann man schon mal über das kleine Antriebs-Minus hinwegsehen – auch wenn man sich bisweilen nach einem echten GTI sehnt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Müde wirkender Dreizylinder-Benziner, braucht Drehzahl um in Fahrt zu kommen. Ebenso schaumgebremst agierende Achtgang-Automatik. Immerhin sanfte Gangwechsel und feine Dosierbarkeit beim Rangieren. Rauer Motorklang im Kaltlauf. Fahrwerk & Traktion - Straff-komfortabel ausgelegtes Fahrwerk mit einem Hauch von Sportlichkeit. Im Grenzbereich sanft untersteuernd, keine Tücken beim Lastwechsel. Gefühlvolle und leichtgängige Lenkung, im Sport-Modus mit künstlich hohen Lenk-Widerständen. Weitgehend gute Traktion, bissige Bremsen.   Bedienung & Multimedia - Auf den Fahrer zugeschnittenes Cockpit, gut ablesbare „3D“-Armaturen. Teilweise schwer erreichbare Knöpfe (z. B. Sitzheizung). Das Multimediasystem ist grundsätzlich logisch aufgebaut, die Bedienung über den Touchscreen dennoch gewöhnungsbedürftig. Zahlreiche und sehr gut ­nutzbare Ablagen, passable Rundumsicht (Rückfahrkamera Serie). Induktives Handyladen gegen Aufpreis, ­volle Smartphone-Anbindung Serie. Innen- & Kofferraum - Die Platzverhältnisse in beiden Sitzreihen gehen in Ordnung, der gut nutzbare Kofferraum fällt im Klassenschnitt recht klein aus. Noch dazu entsteht nach Umlegen der 2:1-Fondlehnen ob des fehlenden doppelten Bodens eine Stufe. Dran & Drin - In der für Verbrenner höchsten Ausstattungsstufe „GT Line“ (1850 Aufpreis zu „Allure“) ganz gut ausgestattet: fescher Optik-Aufputz samt 17-Zöllern, dazu u. a. Klimaautomatik und Rückfahrkamera. Überschaubare Anzahl an fair bepreisten Extras. Tolle Materialien, beachtlich gut verarbeitet. 130 PS sind nur mit Automatik zu haben. Schutz & Sicherheit - Klassenübliche sechs Airbags, einige Assistenzsysteme wie Spurhalte-Warner sowie LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik Serie. Auf Wunsch Spurführungs-Assistent und Radar-Tempomat. Preis & Kosten - Die Konkurrenz in Form von Renault Clio, Konzern-Bruder Opel Corsa und auch VW Polo ist bei gleicher Ausstattung (teils deutlich) bil­liger. Nur zwei Jahre Garantie, relativ hoher Verbrauch. Mittelmäßige Wiederverkaufs-Chancen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1599484645432{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1599484195199{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Fahrerzentriertes Cockpit mit sportlich-kleinem Volant, das Kart-Feeling vermittelt. Verwunderlich: Die stets grünen Nähte passen nicht zur Außenfarbe. [/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb438973-5ad7"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 1199 ccm, 131 PS (96 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 1750/min, Achtgang-Automatik, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4055/1745/1430 mm, Radstand 2540 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,4 m, Reifendimension 205/ 45 R…

6.3

FAZIT

Teurer Kleinwagen, mehr Schmuckstück als Sportgerät.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
6

R3, 12V, Turbo, 1199 ccm, 131 PS (96 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 1750/min, Achtgang-Automatik, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4055/1745/1430 mm, Radstand 2540 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,4 m, Reifendimension 205/ 45 R 17 (Testwagen-Bereifung Michelin Primacy 4), Tankinhalt 44 l, Reichweite 640 km, Kofferraumvol. 309–1004 l, Leer­gewicht (EU) 1233 kg, zul. Gesamtgewicht 1630 kg, max. Anh.-Last 1200 kg, 0–100 km/h 8,7 sec, Spitze 208 km/h, Steuer (jährl.) € 538,56, Werkstätten in Österreich 155, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP- Normverbrauch (kombiniert) 5,6 l, Testverbrauch 6,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 127/159 g/km

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, City-Notbrems-Assistent, Spurhalte-Warner, Tempomat, LED-Scheinwerfer, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung, Licht- und Regensensor, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, digitale 3D-Instrumente, 7 Zoll Touchscreen-Multimedia mit USB/Bluetooth-Schnittstelle und 6 LS sowie Apple CarPlay & Android Auto, Bluetooth für Telefon und Audio, el. verstell-, beheiz- und klappbare Außenspiegel, Innenspiegel autom. abblendend, Multifunktions-Lederlenkrad, abgedunkelte Fond-Scheiben, 17 Zoll-Aluräder etc. 

Toterwinkel-Warner mit Lenkeingriff € 246,–, Drive Assist Plus Paket (Abstandsregel-Tempomat, Spurführungs-Assistent) € 554,–, Einparkautomatik plus Rundumkamera € 308,–, Alarmanlage € 369,–, Navigation inkl. 10 Zoll- Touchscreen € 910,–, Sitzheizung v € 357,–, induktives Handyladen € 185,–, schlüsselloser Zugang € 369,–, Panorama-Glasdach mit manueller Jalousie € 677,–, DAB-Tuner € 246,–, Lederpolsterung € 1587,–, Dach schwarz lackiert € 369,–, weiterer Metallic-Lack € 640,–, Sonder-Lack € 861,– etc.

4 Kommentare

  1. Dass ein „handgerissener“ im Stadtverkehr mehr Spaß macht als ein Auto mit Automatik, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
    Beides probiert, wie Himmel und Hölle. Seit ich ein Auto mit Automatik (bzw. DKG) habe, ärgere ich mich maßlos, dass ich nicht schon viel früher vom Benzinumrühren Abschied genommen habe.
    MfG J

    • Hallo Hans, grundsätzlich gebe ich Dir recht: Je häufiger man in der Stadt und im dichten Verkehr unterwegs ist, desto sinnvoller ist ein Automatikgetriebe. Allerdings hat das des Peugeot 208 recht müde gewirkt und mit dem an sich recht quirligen Charakter des Testwagens nicht recht harmoniert – der knackigere, 100 PSige Handschalter hat da einfach mehr Spaß gemacht!

  2. Also mich persönlich hat die Handarbeit am Schaltknüppel bislang noch nie gestört – allerdings fahre ich eher selten Stadtverkehr, da bevorzuge ich das Radl 😉
    Früher war ich sogar Automatik-Gegner (noch aus der Zeit der Power- und Sprit-Schlucker-Wandler), aber da hat sich seither doch viel getan. Aber wenn man schon (tw. hohen!) Aufpreis für ein Automatik-Getriebe zahlt, dann sollte dieses heutzutage auch wirklich gut sein, vor allem also „richtig“ schalten.

    • Ich war früher ja auch entschiedener Automatik-Gegner (natürlich ohne jemals ein Auto mit Automatik gefahren zu haben), später Skeptiker und dann neutral.
      Nunmehr kann ich mir absolut nicht mehr vorstellen, jemals wieder ein Auto mit Schaltgetriebe zu nutzen (ganz zu schweigen von kaufen).
      Derzeit fahre ich – coronabedingt – praktisch nur Stadtverkehr und da gibts nichts Besseres.
      MfG J

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