Test: Range Rover Evoque D180 First Edition

16. August 2019
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Land Rover
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:180 PS
Testverbrauch:7,9 l/100km
Modelljahr:2019
Grundpreis:73.300 Euro

Auf den ersten Blick sieht der neuen Evoque aus wie sein Vorgänger – gut so, der war und ist schließlich ein richtig fesches Auto. Tatsächlich baut der kleine Range Rover jetzt bei nahezu unveränderter Grundfläche auf einer komplett neuen Platt­form, und im direkten Vergleich fallen doch einige Unterscheide auf, etwa die schma­leren Leuchten. Und beim näheren Hinsehen auch die bündigen Türgriffe, die erst beim Fahrzeug-Entriegeln ausfahren. Eine nette, aber im Grunde unnütze Spielerei. Im Gegensatz zum optionalen Monitor im Rückspiegel, der (hochauflö­sen­de) Bilder von hinten liefert – auch wenn sich im Fond drei Leute oder im Kof­fer­raum hoch gestapelte Gepäck­stücke breit machen.
Stichwort Raum: Das Ladeabteil legte gegenüber dem Vorgänger um 10 Prozent an Volumen zu, die Rücksitzlehnen sind jetzt 2:1:2 umlegbar, und die Fond-Knief­rei­heit hinten verbesserte sich zart. Was blieb, ist der enge hintere Türaus­schnitt und generell das beengende Gefühl ob der schmalen Scheiben – das lässt sich am ehes­­ten über die Option Panoramadach entschärfen. Unterwegs waren wir übri­gens im mitt­leren Diesel, der mit dem schweren Wagen doch spürbar zu kämpfen hat und beim Verbrauch ebenfalls nicht glänzen kann – auch weil sein Mild Hybrid-System kaum etwas bringt.

Motor & Getriebe – Der Zweiliter-Diesel ist nur unter Last etwas rau, hat einen angenehmen Drehmomentverlauf, müht sich aber mit dem schweren Wagen. Die Automatik schaltet gut und bemüht sich um tiefe Touren. 

Fahrwerk & Traktion – Ob optionalem Adaptiv-Fahrwerk genug Komfort, dazu neigt sich der SUV in flotten Kurven wenig – dabei auch keine Lastwechsel-Tücken. Trak­tion top, Bremsen gut zu dosieren. Lenkung ausrei­chend direkt, mehr Fahrbahn-Kontakt und Griffigkeit am Volant wäre aber wünschenswert.

Stock & Stein – Offroad-Talent besser als der Klassenschnitt – dabei unter­stützt ein System mit wählbaren Fahr-Modi sowie eine Bergabfahr­hilfe und viel Wattiefe. Normal-Modell mit mehr Böschungswinkel vorne.

Cockpit & Bedienung – Sehr gute, deutlich höhere Sitzposition als bisher. Menüführung der beiden Touch­screens und des Bordcomputers halbwegs logisch, aber zum Teil umständlich. Ge­nug Ablagen. Viele Kameras entschärfen die schlechte Rundumsicht.

Innen- & Kofferraum – Genug Platz vorne wie hinten, im Fond schmale Türausschnitte. Keine Stufe nach Umlegen der 2:1:2-Rücksitzlehnen, aber kein ganz ebener Boden. Laderaum groß, vor allem die Breite gefällt – die Höhe der Ladekante weniger.  

Dran & Drin – Die First Edition ist wirklich üppig bestückt, dafür weniger Extra-Auswahl als beim „normalen“ Topmodell HSE, etwa kühlbare Massagesitze. Hochwertige Materialien, ordentliche Verarbeitung. 

Schutz & Sicherheit – Normales Airbag-Aufkommen, dafür die meisten modernen Assistenzsysteme serienmäßig – der Abstandsregel-Tempomat zeigte aber Schwächen.

Sauber & Grün – Schweres Auto und riesige Räder machen den Prospekt-Verbrauch utopisch. Das flotte Start/Stopp-System ist für einen Mild Hybrid zu selten aktiv.

Preis & Kosten – So teuer wie kein Kompakt-SUV, die Ausstattung macht aber vieles wieder wett. Drei Jahre Garantie, doch nur sechs gegen Durchrosten. Lange Service-Intervalle, dünnes Werkstatt-Netz. Vermutlich gute Werthaltung ob Sondermodell-Status.

Im hochwertigen Innenraum dominieren zwei große Touchscreens. Digital sind dazu nicht nur die Instrumente, sondern auf Knopfdruck auch die Bilder des Innenspiegels.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Auf den ersten Blick sieht der neuen Evoque aus wie sein Vorgänger – gut so, der war und ist schließlich ein richtig fesches Auto. Tatsächlich baut der kleine Range Rover jetzt bei nahezu unveränderter Grundfläche auf einer komplett neuen Platt­form, und im direkten Vergleich fallen doch einige Unterscheide auf, etwa die schma­leren Leuchten. Und beim näheren Hinsehen auch die bündigen Türgriffe, die erst beim Fahrzeug-Entriegeln ausfahren. Eine nette, aber im Grunde unnütze Spielerei. Im Gegensatz zum optionalen Monitor im Rückspiegel, der (hochauflö­sen­de) Bilder von hinten liefert – auch wenn sich im Fond drei Leute oder im Kof­fer­raum hoch gestapelte Gepäck­stücke breit machen. Stichwort Raum: Das Ladeabteil legte gegenüber dem Vorgänger um 10 Prozent an Volumen zu, die Rücksitzlehnen sind jetzt 2:1:2 umlegbar, und die Fond-Knief­rei­heit hinten verbesserte sich zart. Was blieb, ist der enge hintere Türaus­schnitt und generell das beengende Gefühl ob der schmalen Scheiben – das lässt sich am ehes­­ten über die Option Panoramadach entschärfen. Unterwegs waren wir übri­gens im mitt­leren Diesel, der mit dem schweren Wagen doch spürbar zu kämpfen hat und beim Verbrauch ebenfalls nicht glänzen kann – auch weil sein Mild Hybrid-System kaum etwas bringt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Zweiliter-Diesel ist nur unter Last etwas rau, hat einen angenehmen Drehmomentverlauf, müht sich aber mit dem schweren Wagen. Die Automatik schaltet gut und bemüht sich um tiefe Touren.  Fahrwerk & Traktion - Ob optionalem Adaptiv-Fahrwerk genug Komfort, dazu neigt sich der SUV in flotten Kurven wenig – dabei auch keine Lastwechsel-Tücken. Trak­tion top, Bremsen gut zu dosieren. Lenkung ausrei­chend direkt, mehr Fahrbahn-Kontakt und Griffigkeit am Volant wäre aber wünschenswert. Stock & Stein - Offroad-Talent besser als der Klassenschnitt – dabei unter­stützt ein System mit wählbaren Fahr-Modi sowie eine Bergabfahr­hilfe und viel Wattiefe. Normal-Modell mit mehr Böschungswinkel vorne. Cockpit & Bedienung - Sehr gute, deutlich höhere Sitzposition als bisher. Menüführung der beiden Touch­screens und des Bordcomputers halbwegs logisch, aber zum Teil umständlich. Ge­nug Ablagen. Viele Kameras entschärfen die schlechte Rundumsicht. Innen- & Kofferraum - Genug Platz vorne wie hinten, im Fond schmale Türausschnitte. Keine Stufe nach Umlegen der 2:1:2-Rücksitzlehnen, aber kein ganz ebener Boden. Laderaum groß, vor allem die Breite gefällt – die Höhe der Ladekante weniger.   Dran & Drin - Die First Edition ist wirklich üppig bestückt, dafür weniger Extra-Auswahl als beim „normalen“ Topmodell HSE, etwa kühlbare Massagesitze. Hochwertige Materialien, ordentliche Verarbeitung.  Schutz & Sicherheit - Normales Airbag-Aufkommen, dafür die meisten modernen Assistenzsysteme serienmäßig – der Abstandsregel-Tempomat zeigte aber Schwächen. Sauber & Grün - Schweres Auto und riesige Räder machen den Prospekt-Verbrauch utopisch. Das flotte Start/Stopp-System ist für einen Mild Hybrid zu selten aktiv. Preis & Kosten - So teuer wie kein Kompakt-SUV, die Ausstattung macht aber vieles wieder wett. Drei Jahre Garantie, doch nur sechs gegen Durchrosten. Lange Service-Intervalle, dünnes Werkstatt-Netz. Vermutlich gute Werthaltung ob Sondermodell-Status.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1565955432010{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1565955016213{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Im hochwertigen Innenraum dominieren zwei große Touchscreens. Digital sind dazu nicht nur die Instrumente, sondern auf Knopfdruck auch die Bilder des Innenspiegels.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik"…

6.2

FAZIT

Eleganter und prestigeträchtiger Kompakt-SUV ums große Geld

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
6

R4, 16V, Turbo, 1999 ccm, 180 PS (132 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 430 Nm bei 1750–2500/min, Neungang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4371/1649/1904 mm, Radstand 2681 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,6 m, Reifen­dimension 235/ 50 R 20 (Testwagen-Bereifung Pirelli Scorpion Zero 245/45 R 21), Tankinhalt 65 l (AdBlue: 17,2 l), Reichweite 825 km, Koffer­raumvolumen 591–1383 l, Leer­gewicht 1988 kg, zul. Gesamtgewicht 2490 kg, max. Anh.-Last 2000 kg, 0–100 km/h 9,3 sec, Spitze 205 km/h, Steuer (jährl.) € 847,44, Werkstätten in Österreich 27, Service alle 34.000 km (mind. alle 2 Jahre), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 6,7/5,1/5,7 l, Testverbrauch 7,9 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 150/208 g/km

Offroad-Daten: Böschungswinkel v/h 20,8°/30,6°, Rampenwinkel 20,7°, Bodenfreiheit 212 mm, Wattiefe 600 mm

Front- und vordere Seitenairbags, Kopfairbag-Vorhänge, Matrix LED-Schein­werfer mit autom. Fernlicht, Müdigkeitswarner, Spurhalte-Assistent, Kolli­sionswarner h, Toterwinkel-Warner, Verkehrszeichen-Erkennung, Abstands­regel-Tem­pomat, Einparkhilfe v+h, Einpark-Assis­tent, Rundumkamera, alle Spiegel autom. abblendend, el. klappb. Außenspiegel, Rückspiegel mit Heckka­mera, beheizbare E-Vordersitze mit Memory, Lederpolsterung, el. verstellb. Multifunktionslederlenkrad, Klimaautomatik, Pano­ramadach, schlüsselloser Zugang, digitalisierte Armaturen, Headup-Display, Naviga­tion, WLAN-Hotspot, Android Audio und Apple CarPlay, zwei Touchscreens, E-Heckklappe, HiFi-Sound­, Licht- und Regensensor, schlüsselloser Zugang, 20 Zoll-Aluräder etc.

Ortungssystem ab € 735,–, 21 Zoll-Räder ab € 208,–, adaptives Fahrwerk € 818,–

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