TEST: Suzuki Swift Sport

20. September 2018
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Suzuki
Klasse:Kleinwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:140 PS
Testverbrauch:6,4 l/100km
Modelljahr:2018
Grundpreis:21.990 Euro

ugegeben, die Motorhauben-Streifen aus Carbonlook-Folie imitieren schon ein we­nig zu offensichtlich den klassischen Mini und damit natürlich auch die Neuauf­la­gen by BMW. Doch warum darf man in Sachen Vorbild nicht ein bisserl frech sein – zumal, wenn man einen Hot Hatch auf die Beine stellt. Kleine Spaß­macher waren die Sport-Versionen des Swift schon immer, jetzt schlägt erstmals ein Tur­bo-Herz im Topmodell der Japaner, was im Vergleich zum Vorgänger zwar nur vier PS bringt, aber einen massiven Drehmoment-Zuwachs um 70 Newtonmeter. Das reicht für 210 km/h Spitze – und den Titel „Schnellster Suzuki aller Zeiten“.

Mit knapp 22.000 Euro ist der neue Swift Sport satte 3500 Euro teurer als sein Vor­gänger, doch die Serienausstattung (siehe Liste unten) kann sich wirklich sehen las­sen – dagegen schaut der etwas teurere Mini Cooper richtig arm aus. Auch unter­­wegs macht das japanische Leichtgewicht einen guten Eindruck und vermittelt jede Menge Fahrspaß ohne ungemütlich oder pubertär rüberzukommen. Kann der Mini also einpacken? Formal vielleicht, doch bei Materialqualität und Ausgereift­heit der Assistenzsysteme kann der Swift Sport dem Kult-Briten mit deutschen Genen nicht das Wasser reichen.

Motor & Getriebe – Der Vierzylinder klingt ansatzweise sportlich, wird aber nie laut. Kraftentfaltung, Gasannahme und Drehfreude passen. Die eng gestufte Schaltung könnte man sich einen Tick exakter vorstellen.

Fahrwerk & Traktion – Ziemlich straff, aber nicht zu ungemütlich abgestimmt, flotte Kurven nimmt der klei­ne Sport-Suzuki lange neutral und ohne Tücken beim Gaswegnehmen. Traktion er­staunlich gut. Bremsen: kräftig und mittelfein zu dosieren. Lenkung: vergleichs­wie­se schwergängig, ausreichend präzise.

Cockpit & Bedienung – Sitzposition und Ergonomie ohne Tadel, Sportgestühl mit gutem Seitenhalt, die Be­dienung des Touchscreens ist allerdings mühsam (kleine virtuelle Tasten), dazu sucht man Drehregler für Lautstärke und Navi-Zoom vergeblich. Ausreichend Ablagen. One Touch-Funktion nur fürs Fahrer-Fenster.

Innen- & Kofferraum – Für einen Kleinwagen recht gutes Passagier-Platzangebot, Innenhöhe vorne und Kniefreiheit hinten deutlich überm Klassenschnitt. Kofferraum groß genug, doch hohe Ladekante und ebensolche Stufe nach Umlegen der Fondehnen (kein ver­stell­barer Ladeboden).

Dran & Drin – Als Topmodell sehr gut bestückt, nicht nur bei den sportlichen Gim­micks. Metallic-Lack als einsames Extra. Carbonlook-Folie am Dach und die Motor­hauben-Streifen kann man vorerst nicht abbestellen. Verarbeitung OK, doch ziem­lich viel Hartplastik im Innenraum.

Schutz & Sicherheit – Zum klassenüblichen Airbag-Paket gesellen sich überraschend viele Assistenzsys­teme – der Kollisions-Warner und der aktive Spurhalte-Assistent könnten aber Fein­schliff vertragen.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch voll OK und nicht zu weit von der Werksangabe entfernt. Gut funk­tionierendes Start/Stopp-System.

Preis & Kosten – Preislich im Mittelfeld der ähnlich starken Kleinwagen, in Sachen Ausstattung ist der Swift Sport freilich top – damit hält sich auch der Wertverlust in Grenzen. Drei Jahre Garantie.

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Sport-Zutaten: Rote Nähte und Dekor-Elemente peppen das hübsche Hartplastik-Cockpit auf. Die Sportsitze geben guten Seitenhalt ohne zu sehr einzuengen.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]ugegeben, die Motorhauben-Streifen aus Carbonlook-Folie imitieren schon ein we­nig zu offensichtlich den klassischen Mini und damit natürlich auch die Neuauf­la­gen by BMW. Doch warum darf man in Sachen Vorbild nicht ein bisserl frech sein – zumal, wenn man einen Hot Hatch auf die Beine stellt. Kleine Spaß­macher waren die Sport-Versionen des Swift schon immer, jetzt schlägt erstmals ein Tur­bo-Herz im Topmodell der Japaner, was im Vergleich zum Vorgänger zwar nur vier PS bringt, aber einen massiven Drehmoment-Zuwachs um 70 Newtonmeter. Das reicht für 210 km/h Spitze – und den Titel „Schnellster Suzuki aller Zeiten“. Mit knapp 22.000 Euro ist der neue Swift Sport satte 3500 Euro teurer als sein Vor­gänger, doch die Serienausstattung (siehe Liste unten) kann sich wirklich sehen las­sen – dagegen schaut der etwas teurere Mini Cooper richtig arm aus. Auch unter­­wegs macht das japanische Leichtgewicht einen guten Eindruck und vermittelt jede Menge Fahrspaß ohne ungemütlich oder pubertär rüberzukommen. Kann der Mini also einpacken? Formal vielleicht, doch bei Materialqualität und Ausgereift­heit der Assistenzsysteme kann der Swift Sport dem Kult-Briten mit deutschen Genen nicht das Wasser reichen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Vierzylinder klingt ansatzweise sportlich, wird aber nie laut. Kraftentfaltung, Gasannahme und Drehfreude passen. Die eng gestufte Schaltung könnte man sich einen Tick exakter vorstellen. Fahrwerk & Traktion - Ziemlich straff, aber nicht zu ungemütlich abgestimmt, flotte Kurven nimmt der klei­ne Sport-Suzuki lange neutral und ohne Tücken beim Gaswegnehmen. Traktion er­staunlich gut. Bremsen: kräftig und mittelfein zu dosieren. Lenkung: vergleichs­wie­se schwergängig, ausreichend präzise. Cockpit & Bedienung - Sitzposition und Ergonomie ohne Tadel, Sportgestühl mit gutem Seitenhalt, die Be­dienung des Touchscreens ist allerdings mühsam (kleine virtuelle Tasten), dazu sucht man Drehregler für Lautstärke und Navi-Zoom vergeblich. Ausreichend Ablagen. One Touch-Funktion nur fürs Fahrer-Fenster. Innen- & Kofferraum - Für einen Kleinwagen recht gutes Passagier-Platzangebot, Innenhöhe vorne und Kniefreiheit hinten deutlich überm Klassenschnitt. Kofferraum groß genug, doch hohe Ladekante und ebensolche Stufe nach Umlegen der Fondehnen (kein ver­stell­barer Ladeboden). Dran & Drin - Als Topmodell sehr gut bestückt, nicht nur bei den sportlichen Gim­micks. Metallic-Lack als einsames Extra. Carbonlook-Folie am Dach und die Motor­hauben-Streifen kann man vorerst nicht abbestellen. Verarbeitung OK, doch ziem­lich viel Hartplastik im Innenraum. Schutz & Sicherheit - Zum klassenüblichen Airbag-Paket gesellen sich überraschend viele Assistenzsys­teme – der Kollisions-Warner und der aktive Spurhalte-Assistent könnten aber Fein­schliff vertragen. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch voll OK und nicht zu weit von der Werksangabe entfernt. Gut funk­tionierendes Start/Stopp-System. Preis & Kosten - Preislich im Mittelfeld der ähnlich starken Kleinwagen, in Sachen Ausstattung ist der Swift Sport freilich top – damit hält sich auch der Wertverlust in Grenzen. Drei Jahre Garantie.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1537456434412{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1537455795123{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Sport-Zutaten: Rote Nähte und Dekor-Elemente peppen das hübsche Hartplastik-Cockpit auf. Die Sportsitze geben guten Seitenhalt ohne zu sehr einzuengen.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43cae6-b07e"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1373 ccm, 140 PS (103 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 2500–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 3890/1735/1480…

7

FAZIT

Trotz Turbo ein kleiner Gasserl-Heizer wie früher.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.06 ( 66 Stimmen)
7

R4, 16V, Turbo, 1373 ccm, 140 PS (103 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 2500–3500/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 3890/1735/1480 mm, Radstand 2450 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,2 m, Reifendimension 195/45 R 17 (Testwagen-Bereifung Continental ContiSportContact5), Tankinhalt 37 l, Reichweite 580 km, Kofferraumvolumen 265–947 l, Leergewicht 975 kg, zul. Ge­samtgewicht 1445 kg, max. Anh.-Last –, 0–100 km/h 8,1 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 6,2/7,8 sec, Spitze 210 km/h, Steuer (jährl.) € 594,–, Werkstätten in Ös­terreich 155, Service alle 20.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/au­ßer­­orts/Mix) 6,8/4,8/5,6 l, Testverbrauch 6,4 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 135/147 g/km

Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vor­hänge, Notbrems-Assistent, Kollisions-Warner, aktiver Spurhalte-Assistent, LED-Scheinwerfer mit autom. Fern­licht, Abstandsre­gel-Tempomat mit aktiver Bremsunter­stützung,  Müdigkeitserken­nung, Berganfahrhilfe, Einpark­hilfe h, elektrisch verstell-, beheiz- und klappbare Au­ßen­spie­gel, Klimaauto­ma­tik, vier E-Fensterheber, FB-Zen­tralsperre, Keyless-Go, Lichtsen­sor, heizbare Sportsitze, Nebelschein­werfer, Bord­­com­puter, Multifunktions-Lederlenk­rad, Audisystem mit 6 LS, USB-Slot, Bluetooth für Telefon & Audio, DAB-Tuner, 7 Zoll-Touch­screen, Rückfahrkamera, Navigationssystem, abgedunkelte Fond-Scheiben, 17 Zoll-Alufelgen etc.

Metallic-Lack € 390,–

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