Test: Toyota Auris 1,33 Dual VVT-i High

5. April 2010
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Toyota
Klasse:Kompaktwagen
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:99 PS
Testverbrauch:6,8 l/100km
Modelljahr:2010
Grundpreis:19.985 Euro

Trotz Gaspedal-Kalamitäten und Rückruf-Aktionen bleibt die Zeit bei Toyota nicht stehen: Der frisch überarbeitete Auris, seit 2007 als Nachfolger des erfolgreichen Corolla unterwegs, nimmt nach eher rückläufigen Verkaufszahlen die Kompaktklasse erneut ins Visier. Mit neuen Leuchten und größeren Lufteinlässen kommt er jetzt markanter rüber, auch das Heck wirkt durch den voluminösen Stoßfänger bulliger. Dem Innenraum spendierte man weiche Oberflächen, höherwertige Sitzbezüge und erstmals eine vordere Mittelarmlehne mit integrierter Ablage-Box.

Der 99 PS starke Einstiegs-Benziner unseres Testwagens will für passable Fahr­leistungen ordentlich gedreht werden, während die aufs Sparen getrimmte Schaltanzeige zum frühen Hochschalten mahnt. Wer das ignoriert, dem bleibt noch ein zweiter Trumpf im Talon: eine Start-Stopp-Automatik, die etwa beim Ampel-Halt den Motor abstellt. Leider wirft sie ihn häufig schon vor der Weiterfahrt wieder an, was den Spareffekt deutlich mindert.

Den Auris gibt’s nicht zum Kampfpreis, aber zum fairen Tarif. Für mehr Punch aus dem Drehzahlkeller sollte man sich bei den ebenfalls sparsamen Selbstzündern umsehen. Oder bis Herbst auf den Vollhybrid-Auris warten, über den wir im nächsten Heft berichten.

Fahren & Fühlen – Kultivierter, doch durchzugsschwacher Motor. Ausreichend präzise und direkte Lenkung, exakte Sechsgang-Schaltung mit angenehm hoch liegendem Hebel. Guter Kompromiss zwischen komfortabel und agil: das äußerst sichere Fahrwerk. Tadellose Bremsen. Bequeme Sitze mit relativ wenig Seitenhalt .

Platz & Nutz – Viel Platz vorne, überraschend gute Kniefreiheit hinten, nur zu dritt wird’s eng. Ordentlicher Kofferraum, spielend über 2:1 klappbare Fondlehnen zu erweitern, dabei bleibt eine kleine Stufe. 1A-Ergonomie, übersichtliche Armaturen, genügend, doch nicht durchwegs brauchbare Ablagen. Weniger gut: mäßige Karosserie-Übersicht, großer Wendekreis, Sitzlehnen-Verstellung nicht stufenlos.

Dran & Drin – In Top-Ausstattung „High“ ist der Auris mit Zweizonen-Klima, allen wichtigen E-Hilfen und einem Audio-System, fernbedienbar übers Lederlenkrad, ordentlich eingerichtet. Kurze Extra-Liste mit Navi und Metallic, Aluräder oder Einparkhilfe gibt’s als Zubehör. Gut: Material-Anmutung und Verarbeitung.

Sicher & Grün – Sieben Airbags (inklusive einem für die Fahrerknie), ESP und Isofix-Halterungen sind immer an Bord. Auch den Crash-Test absolviert der Auris souverän. Akzep­tabler Testverbrauch, wenn auch klar überm Norm-Wert. Die Start/Stopp-Automatik arbeitet dezent, deaktiviert sich aber häufig selbst.

Preis & Kosten – VW Golf und Opel Astra sind teurer, ein ähnlich ausgestatteter Mazda3 und der 16 PS stärkere Kia Cee’d billiger. Drei Jahre Garantie auf Fahrzeug inklusive Mobi­li­tät, zwölf Jahre gegen Durchrosten. Durchschnittliche Werthaltung, kurze Service-Intervalle.

Auf der dominanten Mittelkonsole sitzt griffgünstig der Schalthebel, darunter findet sich aber kaum Platz für Kleinzeug.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Trotz Gaspedal-Kalamitäten und Rückruf-Aktionen bleibt die Zeit bei Toyota nicht stehen: Der frisch überarbeitete Auris, seit 2007 als Nachfolger des erfolgreichen Corolla unterwegs, nimmt nach eher rückläufigen Verkaufszahlen die Kompaktklasse erneut ins Visier. Mit neuen Leuchten und größeren Lufteinlässen kommt er jetzt markanter rüber, auch das Heck wirkt durch den voluminösen Stoßfänger bulliger. Dem Innenraum spendierte man weiche Oberflächen, höherwertige Sitzbezüge und erstmals eine vordere Mittelarmlehne mit integrierter Ablage-Box. Der 99 PS starke Einstiegs-Benziner unseres Testwagens will für passable Fahr­leistungen ordentlich gedreht werden, während die aufs Sparen getrimmte Schaltanzeige zum frühen Hochschalten mahnt. Wer das ignoriert, dem bleibt noch ein zweiter Trumpf im Talon: eine Start-Stopp-Automatik, die etwa beim Ampel-Halt den Motor abstellt. Leider wirft sie ihn häufig schon vor der Weiterfahrt wieder an, was den Spareffekt deutlich mindert. Den Auris gibt’s nicht zum Kampfpreis, aber zum fairen Tarif. Für mehr Punch aus dem Drehzahlkeller sollte man sich bei den ebenfalls sparsamen Selbstzündern umsehen. Oder bis Herbst auf den Vollhybrid-Auris warten, über den wir im nächsten Heft berichten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Fahren & Fühlen - Kultivierter, doch durchzugsschwacher Motor. Ausreichend präzise und direkte Lenkung, exakte Sechsgang-Schaltung mit angenehm hoch liegendem Hebel. Guter Kompromiss zwischen komfortabel und agil: das äußerst sichere Fahrwerk. Tadellose Bremsen. Bequeme Sitze mit relativ wenig Seitenhalt . Platz & Nutz - Viel Platz vorne, überraschend gute Kniefreiheit hinten, nur zu dritt wird’s eng. Ordentlicher Kofferraum, spielend über 2:1 klappbare Fondlehnen zu erweitern, dabei bleibt eine kleine Stufe. 1A-Ergonomie, übersichtliche Armaturen, genügend, doch nicht durchwegs brauchbare Ablagen. Weniger gut: mäßige Karosserie-Übersicht, großer Wendekreis, Sitzlehnen-Verstellung nicht stufenlos. Dran & Drin - In Top-Ausstattung „High“ ist der Auris mit Zweizonen-Klima, allen wichtigen E-Hilfen und einem Audio-System, fernbedienbar übers Lederlenkrad, ordentlich eingerichtet. Kurze Extra-Liste mit Navi und Metallic, Aluräder oder Einparkhilfe gibt’s als Zubehör. Gut: Material-Anmutung und Verarbeitung. Sicher & Grün - Sieben Airbags (inklusive einem für die Fahrerknie), ESP und Isofix-Halterungen sind immer an Bord. Auch den Crash-Test absolviert der Auris souverän. Akzep­tabler Testverbrauch, wenn auch klar überm Norm-Wert. Die Start/Stopp-Automatik arbeitet dezent, deaktiviert sich aber häufig selbst. Preis & Kosten - VW Golf und Opel Astra sind teurer, ein ähnlich ausgestatteter Mazda3 und der 16 PS stärkere Kia Cee’d billiger. Drei Jahre Garantie auf Fahrzeug inklusive Mobi­li­tät, zwölf Jahre gegen Durchrosten. Durchschnittliche Werthaltung, kurze Service-Intervalle.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1493984348977{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"] [/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1493984374851{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Auf der dominanten Mittelkonsole sitzt griffgünstig der Schalthebel, darunter findet sich aber kaum Platz für Kleinzeug.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32478959-25d0"][vc_column_text]R4, 16V, 1329 ccm, 73 kW (99 PS) bei 6000/min, max. Drehmoment 128 Nm bei 3800/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4245/1760/1515 mm, Radstand 2600 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,0 m, Reifendimen­sion 205/55 R 16, Tankinhalt 55 l, Reichweite (bis Tankreserve) 730 km, Kofferraumvo­lumen 354– 1335 l, Leergewicht 1285 kg, zul. Gesamtgewicht 1720 kg, max. Anh.-Last 1000 kg, 0–100 km/h 13,1 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 14,8/19,7 sec, Spitze 175 km/h, Steuer (jährl.) € 323,40, Werkstätten in Österreich 128, Inspektion/Ölwechsel…

8.4

FAZIT

Braver Kompakter, dezent im Antritt, jetzt aber etwas aggressiver im Auftritt.

Fahren & Fühlen
Platz & Nutz
Dran & Drin
Sicher & Grün
Preis & Kosten
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8

R4, 16V, 1329 ccm, 73 kW (99 PS) bei 6000/min, max. Drehmoment 128 Nm bei 3800/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4245/1760/1515 mm, Radstand 2600 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,0 m, Reifendimen­sion 205/55 R 16, Tankinhalt 55 l, Reichweite (bis Tankreserve) 730 km, Kofferraumvo­lumen 354– 1335 l, Leergewicht 1285 kg, zul. Gesamtgewicht 1720 kg, max. Anh.-Last 1000 kg, 0–100 km/h 13,1 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 14,8/19,7 sec, Spitze 175 km/h, Steuer (jährl.) € 323,40, Werkstätten in Österreich 128, Inspektion/Ölwechsel alle 15.000 km, Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 7,2/5,1/5,9 l, Testverbrauch 6,8 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 135/163 g/km

Front-, vordere Seiten und durchgehende Kopfairbags, Fahrer­knieairbag, ABS, Bremsassistent, ESP, Isofix, Klimaautomatik, Schalt­anzeige, CD/MP3-Radio mit 6 LS und Lenksäulen-FB sowie USB- und AUX-Anschluss,  Außenspiegel el. verstell-, beheiz- und klappbar, Bordcomputer, vier E-Fenster­he­ber, höhen­verstellbarer Fahrersitz, Fondbank 2:1 umklappbar, Lederlenkrad, Nebel­scheinwerfer, FB-Zentral­sperre etc.

Navi mit Touchscreen und Bluetooth-Freisprecheinr. € 1081,−, Metallic Lack € 445,−

Zubehör (Preise inkl. MWSt. und Einbau): Aluräder 16 Zoll ab € 631,−, Einparkhilfe v € 440,−, Einparkhilfe h € 390,− etc.

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