TEST: Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D President

20. April 2018
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Toyota
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:177 PS
Testverbrauch:10,5 l/100km
Modelljahr:2018
Grundpreis:81.200 Euro

Seit mittlerweile rund 70 Jahren können nur wenige dem Toyota Land Cruiser das Wasser reichen, wenn es darum geht Komfort und Offroad-Kompetenz unter einen Hut zu bekommen. Und dass die Japaner bei diesem Drahtseilakt schon gut geübt sind, merkt man auch beim Entern des aktuellsten Gelände-Riesen. Ist der Fahrersitz erklommen, findet man sich in einer augenblicklich vertraut wirkenden Umgebung wieder, die aber doch neu ist. Denn obwohl das Cockpit fast gänzlich umgestaltet wurde, änderte Toyota nichts an den alten Stärken und Schrullig­keiten. Noch immer hat der Offroad-Bereich sein eigenes Panel, darf das Innen-Klima über Drehregler gesteuert und die Zeit an einer Digitaluhr mit 90er-Jahre-Charme abgeles­en werden. Weit unten neben der Lenksäule verstecken die Japaner dazu nach wie vor einige Tasten.

Auch der Charakter des Urgesteins blieb erhalten, und der Name ist Programm: Cruiser. Zum Andrücken auf der Autobahn und für die fröhliche Kurven-Hatz ist er nicht gebaut. In Toyotas Landy fährt man gemütlich – dafür aber auch dann noch, wenn sich so manch vermeintlicher „Geländewagen“ schon längst heillos eingegraben hat.

Motor & Getriebe – Der großvolumige Vierzylinder-Diesel startet laut, ist dann aber passabel kultiviert und kräftig. Die Automatik zwingt ihn gerade überland oft zu unnötig hoher Drehzahl und schaltet zu gemächlich.

Fahrwerk & Traktion – Die variable Luftfederung bügelt Unebenheiten sehr komfortabel weg, kur­ze Stöße dagegen nicht. Traktion dank Allrad nie ein Thema. Leicht­gängige, in­direkte und gefühllose Lenkung, Bremsen OK. Bei flotter Kurvenfahrt stark untersteuernd.

Stock & Stein – Als „President“ top im Gelände: clevere Elektronik, Mittel- und Hinterachs-Sperre, Kriech-Modi, spe­zi­elle Kameras fürs Gelände, viel Bodenfreiheit.

Cockpit & Bedienung – Gute, sehr hohe Sitzposition, Cockpit-Erklimmen fast mühsam. Ergonomisch nicht ganz einwandfreies Cockpit. Übersicht mau, 360°-Kameras und Park-Piepser frei­lich Serie. Viele Ablagen, großer Wendekreis. Intuitiv zu bedienendes Infotainment-System.

Innen- & Kofferraum – Vorne wie hinten üppige Platzverhältnisse. Dritte Sitzreihe optional. Großer, ebener und über seitlich aufschwingende Heckklappe samt separat zu öffnender Heckscheibe gut zugänglicher Kofferraum. Rückbank 40:20:40 verschieb- und umklappbar. Es entsteht dann aber eine hohe Stufe.

Dran & Drin – Im Top-Trim „President“ bereits mit allem erdenklichen Luxus bestückt. Die verbliebenen Optionen sind fair gepreist. Materialien und Verarbeitung 1A.

Schutz & Sicherheit – Klassenübliche Airbag-Mitgift inklusive Fahrer-Kniepolster. Nach dem Facelift sind quasi alle aktu­ellen E-Helfer ab Werk an Bord.

Sauber & Grün – Hoher, aber zumindest im Klassenvergleich vertretbarer Praxis-Verbrauch. Kein Start/Stopp-System.

Preis & Kosten – Schlechter ausgestattete Alternativen aus Japan (Nissan X-Trail & Mitsubishi Pajero) sind günstiger, Land Rover Discovery & Jeep Grand Cherokee ausstattungsbereinigt teurer. Solide Werthaltung, doch kurze Ser­vice-Intervalle. Drei Jahre Garantie.

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Das überarbeitete Cockpit samt neuem Lenkrad erfordert ob einiger schwer zugänglicher Tasten etwas Eingewöhnung. Die seitlich aufschwingende Tür hat je nach Parkplatz Vor- und Nachteile. Der Kofferraum ist großzügig, aber nicht mit ebenem Boden erweiterbar.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit mittlerweile rund 70 Jahren können nur wenige dem Toyota Land Cruiser das Wasser reichen, wenn es darum geht Komfort und Offroad-Kompetenz unter einen Hut zu bekommen. Und dass die Japaner bei diesem Drahtseilakt schon gut geübt sind, merkt man auch beim Entern des aktuellsten Gelände-Riesen. Ist der Fahrersitz erklommen, findet man sich in einer augenblicklich vertraut wirkenden Umgebung wieder, die aber doch neu ist. Denn obwohl das Cockpit fast gänzlich umgestaltet wurde, änderte Toyota nichts an den alten Stärken und Schrullig­keiten. Noch immer hat der Offroad-Bereich sein eigenes Panel, darf das Innen-Klima über Drehregler gesteuert und die Zeit an einer Digitaluhr mit 90er-Jahre-Charme abgeles­en werden. Weit unten neben der Lenksäule verstecken die Japaner dazu nach wie vor einige Tasten. Auch der Charakter des Urgesteins blieb erhalten, und der Name ist Programm: Cruiser. Zum Andrücken auf der Autobahn und für die fröhliche Kurven-Hatz ist er nicht gebaut. In Toyotas Landy fährt man gemütlich – dafür aber auch dann noch, wenn sich so manch vermeintlicher „Geländewagen“ schon längst heillos eingegraben hat.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der großvolumige Vierzylinder-Diesel startet laut, ist dann aber passabel kultiviert und kräftig. Die Automatik zwingt ihn gerade überland oft zu unnötig hoher Drehzahl und schaltet zu gemächlich. Fahrwerk & Traktion - Die variable Luftfederung bügelt Unebenheiten sehr komfortabel weg, kur­ze Stöße dagegen nicht. Traktion dank Allrad nie ein Thema. Leicht­gängige, in­direkte und gefühllose Lenkung, Bremsen OK. Bei flotter Kurvenfahrt stark untersteuernd. Stock & Stein - Als „President“ top im Gelände: clevere Elektronik, Mittel- und Hinterachs-Sperre, Kriech-Modi, spe­zi­elle Kameras fürs Gelände, viel Bodenfreiheit. Cockpit & Bedienung - Gute, sehr hohe Sitzposition, Cockpit-Erklimmen fast mühsam. Ergonomisch nicht ganz einwandfreies Cockpit. Übersicht mau, 360°-Kameras und Park-Piepser frei­lich Serie. Viele Ablagen, großer Wendekreis. Intuitiv zu bedienendes Infotainment-System. Innen- & Kofferraum - Vorne wie hinten üppige Platzverhältnisse. Dritte Sitzreihe optional. Großer, ebener und über seitlich aufschwingende Heckklappe samt separat zu öffnender Heckscheibe gut zugänglicher Kofferraum. Rückbank 40:20:40 verschieb- und umklappbar. Es entsteht dann aber eine hohe Stufe. Dran & Drin - Im Top-Trim „President“ bereits mit allem erdenklichen Luxus bestückt. Die verbliebenen Optionen sind fair gepreist. Materialien und Verarbeitung 1A. Schutz & Sicherheit - Klassenübliche Airbag-Mitgift inklusive Fahrer-Kniepolster. Nach dem Facelift sind quasi alle aktu­ellen E-Helfer ab Werk an Bord. Sauber & Grün - Hoher, aber zumindest im Klassenvergleich vertretbarer Praxis-Verbrauch. Kein Start/Stopp-System. Preis & Kosten - Schlechter ausgestattete Alternativen aus Japan (Nissan X-Trail & Mitsubishi Pajero) sind günstiger, Land Rover Discovery & Jeep Grand Cherokee ausstattungsbereinigt teurer. Solide Werthaltung, doch kurze Ser­vice-Intervalle. Drei Jahre Garantie.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1524230746757{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1524229998266{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Das überarbeitete Cockpit samt neuem Lenkrad erfordert ob einiger schwer zugänglicher Tasten etwas Eingewöhnung. Die seitlich aufschwingende Tür hat je nach Parkplatz Vor- und Nachteile. Der Kofferraum ist großzügig, aber nicht mit ebenem Boden erweiterbar.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43b842-246d"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 2755 ccm, 177 PS (130 kW) bei 3400/min, max. Drehmoment 420 Nm bei 1400–2600/min, Sechsgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4840/1885/1895…

6.9

FAZIT

Gelungen aufgefrischter, komfortbetonter Gelände-Riese mit ein paar alten Schrullen.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 1.98 ( 20 Stimmen)
7

R4, 16V, Turbo, 2755 ccm, 177 PS (130 kW) bei 3400/min, max. Drehmoment 420 Nm bei 1400–2600/min, Sechsgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4840/1885/1895 mm, Radstand 2790 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,6 m, Reifen­dimension 265/55 R 19 (Testwagen-Bereifung Pirelli Scorpion Winter), Tankinhalt 87 l, Reichweite 820 km, Kofferraumvolumen 621 – 1934 l, Leergewicht 2370 kg, zul. Gesamtgewicht 2990 kg, max. Anh.-Last 3000 kg, 0–100 km/h 12,7 sec, Spitze 175 km/h, Steuer (jährl.) € 838,44, Werkstätten in Österreich xx, Service alle 15.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 9,2/6,3/7,4 l, Testverbrauch 10,5 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 194/275 g/km

autom. Allradantrieb (Kraftverteilung 50:50 bis 30:70) mit sperrbarem Mitteldifferenzial, ma­nuelle Getriebeuntersetzung; Böschungswinkel v/h 32°/25°, Ram­penwinkel 22°, Boden­freiheit 215 mm, Wattiefe 700 mm

Front-, vordere Seiten und durchgehende Kopfairbags, Fahrer-Knieairbag, Toter-Winkel- und Querverkehrs-Warner, Notbrems- und Spurhalte-Assistent, Fernlicht-Automatik, Verkehrsschild-Erkennung, Abstandsregel-Tempomat, LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, 8 Zoll-Touchscreen Infotainment-System mit 14 LS, USB/AUX-Anschluss, Bluetooth für Telefon und Audio, Außenspiegel elektr. verstell-, beheiz- und klappbar, automatisch abblendende Innenspiegel, beheizb. Multifunktions-Lederlenkrad mit elektr. verstellbarer Lenksäule samt Memory, Lederpolsterung, klimatisierte E-Sitze vorn mit Memory, Sitzheizung h, heizbare Frontscheibe, 360° Kameras, Licht- und Regen­sensor, Navigation, Nebelscheinwerfer, Keyless-Go, E-Heckklappe, getönte Fond-Scheiben, 19 Zoll Aluräder, adaptives Fahrwerk mit Luftfederung h etc.

Metallic-Lackierung ab € 1128,–, elektr. Hub/Schiebedach € 1410,–, Dachreling € 564,–, 3. Sitzreihe (el. umklappbar) € 1763,–, Rear Seat Entertainment € 1974,–