Test: Volvo XC90 B5 AWD Geartronic Inscription 7-Sitzer

27. Januar 2020
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Volvo
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:235 PS
Testverbrauch:9,2 l/100km
Modelljahr:2020
Grundpreis:78.189 Euro

Das SUV-Flaggschiff des schwedischen Herstellers hat vor kurzem einen neuen ­Diesel spendiert bekommen. Genau genommen handelt es sich dabei nicht um einen frischen Motor, sondern um eine Ergänzung durch ein Mild-Hybrid-System mit 48- Volt-Bordnetz, Lithium-Ionen-Batterien und einem integrierten Starter-Generator. Dafür fällt das D in der Modellbezeichnung weg und wird zu B (für „Bremsenergie-Rückgewin­nung“) – egal übrigens, ob das Mild-Hybrid-System einen Diesel oder (zukünftig) einen Benziner unterstützt. 

Leider enttäuscht der Antrieb: Zwar ist der XC90 mit 235 Diesel-PS nicht unbedingt untermotorisiert, allerdings merkt man stets, dass lediglich zwei Liter Hubraum weit über zwei Tonnen bewegen müssen. Der große SUV wirkt deswegen vor allem unter Last recht angestrengt (was auch am hohen Verbrauch sichtbar wird), vom Hybrid-System merkt man insgesamt wenig. Der nach wie vor verfügbare „echte“ Hybridantrieb mit Benziner passt da viel besser zum Charakter des Autos, der ansonsten als unantastbar und souverän beschrieben werden kann. Der Diesel empfiehlt sich höchstens für absolute Vielfahrer.

Motor & Getriebe – Der Verbund aus der butterweichen Automatik, dem mäßig kultivierten Vierzylinder-Diesel und dem Mild-Hybrid-System sorgt für geschmeidigen, aber keinesfalls übertriebenen Vortrieb.

Fahrwerk & Traktion – Souveränes Luftfeder-Fahrwerk beim Testwagen, weitgehend komfortabel trotz 21-Zöller. Sicheres Fahrverhalten, wenig Wank-Neigung in schnellen Kurven. Präzise und leichtgängige, aber indirekte Lenkung – der Sport-Modus ändert das nur minimal. Keine Traktions-Probleme, solide Bremsen.

Stock & Stein – Eigener Offroad-Modus verfügbar, der diverse Para­meter im Ansprechverhalten ändert. Mit der optio­nalen Luftfederung kann bei Bedarf auch die Bodenfreiheit erhöht werden.

Cockpit & Bedienung –

Tadellose Ergonomie, komfortables Gestühl, recht gute Rundumsicht. Reaktionsschneller vertikaler Touchscreen mit gewöhnungsbedürftiger Bedienung. Echte Tasten für Audio-Grundfunktionen und zentraler Drehregler für Lautstärke. Klare, gut ablesbare Digital-Instrumente. Ausreichend Ablagen. 

Innen- & Kofferraum – Grandiose Platzverhältnisse vorne und hinten, auch noch in der dritten Sitzreihe vertretbar. Großer und gut nutzbarer Kofferraum (sogar Notrad unterm Boden). Mittlere Fondsitze einzeln umklapp-, verstell- und verschiebbar. Stets ebene Ladefläche. 

Dran & Drin – Zwar sind beim „Inscription“ etwa Leder & Navi serienmäßig, doch fehlen heizbare Sitze, Rückfahrkamera und eine Einparkhilfe vorne. Extras sind in sinnvollen und fair bepreisten Paketen gebündelt. Sehr gute Verarbeitung, feine Materialien. 

Schutz & Sicherheit – Standesgemäß gutes Luftpolster-Aufkommen. Viele Sicherheits-Features und Assistenzsysteme Serie (aktiver Spurverlassens-Warner, Radar-Tempomat, LED-Licht), teilautonomes Fahren möglich. 

Preis & Kosten – Der XC90 ist etwa gleich teuer wie der Land Rover Discovery und der Audi Q7, BMWs X5 bilanziert hingegen deutlich teurer. Zwei Jahre Garantie, stufenweise verlängerbar. Verbrauch absolut gesehen zu hoch. Durchschnittliche Werthaltung.

Volvos Stärke: Das Cockpit wirkt aufgeräumt, hochwertig und edel, die Platzverhältnisse sind großzügig.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das SUV-Flaggschiff des schwedischen Herstellers hat vor kurzem einen neuen ­Diesel spendiert bekommen. Genau genommen handelt es sich dabei nicht um einen frischen Motor, sondern um eine Ergänzung durch ein Mild-Hybrid-System mit 48- Volt-Bordnetz, Lithium-Ionen-Batterien und einem integrierten Starter-Generator. Dafür fällt das D in der Modellbezeichnung weg und wird zu B (für „Bremsenergie-Rückgewin­nung“) – egal übrigens, ob das Mild-Hybrid-System einen Diesel oder (zukünftig) einen Benziner unterstützt.  Leider enttäuscht der Antrieb: Zwar ist der XC90 mit 235 Diesel-PS nicht unbedingt untermotorisiert, allerdings merkt man stets, dass lediglich zwei Liter Hubraum weit über zwei Tonnen bewegen müssen. Der große SUV wirkt deswegen vor allem unter Last recht angestrengt (was auch am hohen Verbrauch sichtbar wird), vom Hybrid-System merkt man insgesamt wenig. Der nach wie vor verfügbare „echte“ Hybridantrieb mit Benziner passt da viel besser zum Charakter des Autos, der ansonsten als unantastbar und souverän beschrieben werden kann. Der Diesel empfiehlt sich höchstens für absolute Vielfahrer.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der Verbund aus der butterweichen Automatik, dem mäßig kultivierten Vierzylinder-Diesel und dem Mild-Hybrid-System sorgt für geschmeidigen, aber keinesfalls übertriebenen Vortrieb. Fahrwerk & Traktion - Souveränes Luftfeder-Fahrwerk beim Testwagen, weitgehend komfortabel trotz 21-Zöller. Sicheres Fahrverhalten, wenig Wank-Neigung in schnellen Kurven. Präzise und leichtgängige, aber indirekte Lenkung – der Sport-Modus ändert das nur minimal. Keine Traktions-Probleme, solide Bremsen. Stock & Stein - Eigener Offroad-Modus verfügbar, der diverse Para­meter im Ansprechverhalten ändert. Mit der optio­nalen Luftfederung kann bei Bedarf auch die Bodenfreiheit erhöht werden. Cockpit & Bedienung - Tadellose Ergonomie, komfortables Gestühl, recht gute Rundumsicht. Reaktionsschneller vertikaler Touchscreen mit gewöhnungsbedürftiger Bedienung. Echte Tasten für Audio-Grundfunktionen und zentraler Drehregler für Lautstärke. Klare, gut ablesbare Digital-Instrumente. Ausreichend Ablagen.  Innen- & Kofferraum - Grandiose Platzverhältnisse vorne und hinten, auch noch in der dritten Sitzreihe vertretbar. Großer und gut nutzbarer Kofferraum (sogar Notrad unterm Boden). Mittlere Fondsitze einzeln umklapp-, verstell- und verschiebbar. Stets ebene Ladefläche.  Dran & Drin - Zwar sind beim „Inscription“ etwa Leder & Navi serienmäßig, doch fehlen heizbare Sitze, Rückfahrkamera und eine Einparkhilfe vorne. Extras sind in sinnvollen und fair bepreisten Paketen gebündelt. Sehr gute Verarbeitung, feine Materialien.  Schutz & Sicherheit - Standesgemäß gutes Luftpolster-Aufkommen. Viele Sicherheits-Features und Assistenzsysteme Serie (aktiver Spurverlassens-Warner, Radar-Tempomat, LED-Licht), teilautonomes Fahren möglich.  Preis & Kosten - Der XC90 ist etwa gleich teuer wie der Land Rover Discovery und der Audi Q7, BMWs X5 bilanziert hingegen deutlich teurer. Zwei Jahre Garantie, stufenweise verlängerbar. Verbrauch absolut gesehen zu hoch. Durchschnittliche Werthaltung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1580127776429{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1580127563425{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Volvos Stärke: Das Cockpit wirkt aufgeräumt, hochwertig und edel, die Platzverhältnisse sind großzügig.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb439b14-a77d"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1969 ccm, 235 PS (173 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 480 Nm bei 1750–2250/min, Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4950/1931/1776 mm, Radstand 2984 mm, 7 Sitze, Wendekreis 11,8 m, Reifendimension 275/ 45 R 20 (Testwagen-Bereifung Pirelli Scorpion ­Verde LM 275/40 R 21), Tankinhalt 71 l (AdBlue: 11,7 l), Reichweite 770 km, Kofferraumvol. 680–1856 l, Leergewicht 2204 kg, zul. Gesamtgew. 2700 kg, max. Anh.-Last 2700 kg, 0–100 km/h 7,6 sec, Spitze…

7.3

FAZIT

Geräumiger und sicherer SUV-Riese.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R4, 16V, Turbo, 1969 ccm, 235 PS (173 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 480 Nm bei 1750–2250/min, Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4950/1931/1776 mm, Radstand 2984 mm, 7 Sitze, Wendekreis 11,8 m, Reifendimension 275/ 45 R 20 (Testwagen-Bereifung Pirelli Scorpion ­Verde LM 275/40 R 21), Tankinhalt 71 l (AdBlue: 11,7 l), Reichweite 770 km, Kofferraumvol. 680–1856 l, Leergewicht 2204 kg, zul. Gesamtgew. 2700 kg, max. Anh.-Last 2700 kg, 0–100 km/h 7,6 sec, Spitze 220 km/h, Steuer (jährl.) € 1216,44, Werkstätten in Österreich 48, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), WLTP-Normverbrauch (kombiniert) 7,0 l, Testverbrauch 9,2 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 183/242 g/km

Offroad-Daten: Böschungswinkel v/h 23,8°/23,3°, Rampenwinkel 21,3°, Bodenfreiheit 238 (mit Luftfederung 267) mm, Wattiefe 450 mm 

sechs Airbags, City-Notbremsassistent, aktiver Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung, Abstandsregel-Tempomat, Berganfahr- und Bergabfahrhilfe, LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Automatik, Klimaautomatik, schlüsselloser Zugang, Einparkhilfe h, ­Innenspiegel autom. abblend., Alarmanlage, Bluetooth für Telefon und Audio, Navigation, 9 Zoll-Touchscreen-Multimedia mit USB/Bluetooth-Schnittstelle und 10 LS sowie Apple CarPlay, Licht- und Regensensor, el. verstellbare Vordersitze, Lederpolsterung, Außenspiegel el. klappbar, 20 Zoll-Aluräder etc.

Licht-Paket (Matrix-LED-Scheinwerfer, LED-Nebelscheinwerfer, Scheinwerfer-Reinigungsanlage) € 1200,–, Winter-Paket (heizb. Vordersitze, heizb. Scheibenwaschdüsen) € 420,–, Winter-Paket Pro (zusätzlich heizb. Fondsitze, Lenkrad-Heizung, Standheizung) € 1620,–, Xenium-Paket Pro (Headup-Display, Vierzonen-Klima, Panorama-Schiebedach etc.) € 2940,–, Park-Assistent Paket (Einparkhilfe h, Rückfahrkamera) € 480,–, 360 Grad-Kamera ab € 550,–, Park-Automat ab € 310,–, Anhängerkupplung € 1200,–, Luftfederung € 2280,–, Premium-Sound ab € 938,–, DAB-Tuner € 432,–,  Metallic-Lack ab € 1080,–, Panoramadach € 1740,–,  21/22-Zoll-Aluräder ab € 639,–/1836,– etc.

2 Kommentare

  1. Ein so rundum gelungenes Fahrzeug nur mit 4-Zylinder-Motoren (noch dazu ruppig) anzubieten ist exzentrisch. Ich weiß schon Flottenverbrauch und Normverbrauchsrundenverbrauch und so weiter – aber die von den Mitbewerbern BMW, Landrover, Mercedes, Jeep usw. bieten halt beides. Für die Erbsenzähler den 4- Zylinder zum Einstiegspreis und für die Liebhaber die 6- und Achtzylinder. Und ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass im Praxisbetrieb – gleiche Fahrweise vorausgesetzt – die 3-Liter-Sechszylinder nicht mehr verbrauchen als die 4-Zylinder (rund 9 Liter Diesel wie beim AA-Test), aber ungleich laufruhiger, mit ihren rund 600 Nm Drehmoment aber wesentlich souveräner sind und mit ihrem Schnurren als Draufgabe die Ohren verwöhnen.

  2. Du meinst, wenn schon fett – dann richtig!? Mit 2,2 Tonnen Leergewicht scheint sich ein kleiner 4-Zylinder deutlicher zu mühen als es ein großvolumigeres Aggregat tun muss und schafft daher keinen Verbrauchs-Vorteil. Bei kleineren, leichteren Fahrzeugen hat ein Sechserpack verbrauchsseitig keine Chance mehr – zumindest, wenn man wirklich im Sparmodus unterwegs ist. Dass auch Vierzylinder saufen, wenn man sie tritt, ist eh klar.

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