Test: VW Taigo 1.0 TSI DSG R-Line

8. Juni 2022
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Volkswagen
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Vorderrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:110 PS
Testverbrauch:6,5 l/100km
Modelljahr:2022
Grundpreis:31.160 Euro

Nach der ersten Ausfahrt nahe Hannover im vergangenen Jahr hat es der VW Taigo nun in die Redaktion geschafft. Unser Testwagen ist mit dem mittleren Benziner bestückt, die Gänge werden von einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe (Aufpreis: 2130 Euro) verwaltet. Die Kombination erweist sich als solide, wenn auch nicht besonders aufregende Wahl. Zum recht fahraktiven Charakter des kleinen SUV-Coupés könnten wir uns durchaus auch das serienmäßige Sechsgang-Getriebe vorstellen, denn vor allem in der getesteten R-Line geht es im Taigo recht dynamisch zu. Von einem Sportler zu reden, wäre vielleicht übertrieben, doch diesen Hochbau-VW flott in Kurven zu werfen, macht trotzdem Spaß.

Auch abseits seines Fahrverhaltens macht der Taigo genau das, was man von ihm erwartet: Im Vergleich zu seinem weniger sportlich wirkenden Bruder T-Cross fährt man hier das aufregendere Auto, im Vergleich zur Plattform-Basis Polo bekommt man deutlich mehr geboten – und das für jeweils geringen Aufpreis. Einzig beim Raumangebot im Fond muss man kleine Abstriche machen, hier geht es bei der Beinfreiheit etwas enger zu, als man es ob des vergrößerten Radstands erwarten würde.

Motor & Getriebe – Der gut gedämmte und kultivierte Dreizylinder-Benziner möchte gedreht werden – erst ab 3000 Touren wird ordentlich Fahrt aufgenommen. Das Doppelkupplungsgetriebe agiert treffsicher, leistet sich beim Rangieren allerdings gern eine Gedenksekunde. 

Fahrwerk & Traktion – Recht straff, aber nie unkomfortabel, dabei fahraktiv, die ­Regelsysteme bleiben stets wachsam. Lenkung ausreichend direkt. Unter normalen ­Umständen keine Traktions-Probleme. Gute Bremsen.  

Bedienung & Multimedia – Das bequeme Sportgestühl der R-Line bietet guten Seitenhalt, aus ergonomischer Sicht ist alles ­optimal angeordnet. Das schnell durchblickte Multimediasystem ist logisch aufgebaut, neben dem ­Touchscreen stehen Softtouch-Tasten, Drehregler und (­optionale) Sprachsteuerung parat. Kabellose Smartphone-Anbindung gibt es serienmäßig, induktives ­Handyladen kostet faire 121 Euro Aufpreis. Parklenk-Assistent ist bei der R-Line an Bord, die Übersicht geht aber ohnehin in Ordnung. Ausreichend Ablagen.

Innen- & Kofferraum – Seitlich und nach oben in beiden Reihen ausreichend Platz, im Fond wird es aber bei der Kniefreiheit recht eng. Der große und gut nutzbare Kofferraum mit Kellerfach hat eine recht hohe Ladekante. Nach dem Umlegen der 2:1-Fondlehnen bleibt der Boden eben.

Dran & Drin – Überraschend gut ausgestattet: Neben Zweizonen-Klimaautomatik, Digital-Instrumenten, DAB-Tuner sowie Apple CarPlay & Android Auto zeigt sich die R-Line bei Sitzen, Lenkrad und Außenauftritt ­sportlich. Saubere Verarbeitung, bis auf die Türverkleidungen recht feine Materialien. ­Günstige Extras. 

Schutz & Sicherheit – Solides Luftpolster-Aufkommen inklusive Zentral-Air­bag, dazu das Klassen-Maximum an Assistenzsystemen sowie LED-Licht Serie (Matrix als Option).

Preis & Kosten – Die deutlich größeren Renault Arkana und Mazda CX-30 sind eine Spur teurer, der Opel Mokka ist etwas günstiger. Die Zweijahres-Garantie kann auf fünf Jahre und 100.000 Kilometer (349 Euro) oder 150.000 Kilometer (449 Euro) erweitert werden. ­Äußerst dichtes Werkstattnetz, brav beim Verbrauch.

Klassisches VW-Cockpit, als R-Line sportlich aufgepeppt. Das „kleine“ Navi mit 8 Zoll Touchscreen bietet praktische Drehregler.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nach der ersten Ausfahrt nahe Hannover im vergangenen Jahr hat es der VW Taigo nun in die Redaktion geschafft. Unser Testwagen ist mit dem mittleren Benziner bestückt, die Gänge werden von einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe (Aufpreis: 2130 Euro) verwaltet. Die Kombination erweist sich als solide, wenn auch nicht besonders aufregende Wahl. Zum recht fahraktiven Charakter des kleinen SUV-Coupés könnten wir uns durchaus auch das serienmäßige Sechsgang-Getriebe vorstellen, denn vor allem in der getesteten R-Line geht es im Taigo recht dynamisch zu. Von einem Sportler zu reden, wäre vielleicht übertrieben, doch diesen Hochbau-VW flott in Kurven zu werfen, macht trotzdem Spaß. Auch abseits seines Fahrverhaltens macht der Taigo genau das, was man von ihm erwartet: Im Vergleich zu seinem weniger sportlich wirkenden Bruder T-Cross fährt man hier das aufregendere Auto, im Vergleich zur Plattform-Basis Polo bekommt man deutlich mehr geboten – und das für jeweils geringen Aufpreis. Einzig beim Raumangebot im Fond muss man kleine Abstriche machen, hier geht es bei der Beinfreiheit etwas enger zu, als man es ob des vergrößerten Radstands erwarten würde.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der gut gedämmte und kultivierte Dreizylinder-Benziner möchte gedreht werden – erst ab 3000 Touren wird ordentlich Fahrt aufgenommen. Das Doppelkupplungsgetriebe agiert treffsicher, leistet sich beim Rangieren allerdings gern eine Gedenksekunde.  Fahrwerk & Traktion - Recht straff, aber nie unkomfortabel, dabei fahraktiv, die ­Regelsysteme bleiben stets wachsam. Lenkung ausreichend direkt. Unter normalen ­Umständen keine Traktions-Probleme. Gute Bremsen.   Bedienung & Multimedia - Das bequeme Sportgestühl der R-Line bietet guten Seitenhalt, aus ergonomischer Sicht ist alles ­optimal angeordnet. Das schnell durchblickte Multimediasystem ist logisch aufgebaut, neben dem ­Touchscreen stehen Softtouch-Tasten, Drehregler und (­optionale) Sprachsteuerung parat. Kabellose Smartphone-Anbindung gibt es serienmäßig, induktives ­Handyladen kostet faire 121 Euro Aufpreis. Parklenk-Assistent ist bei der R-Line an Bord, die Übersicht geht aber ohnehin in Ordnung. Ausreichend Ablagen. Innen- & Kofferraum - Seitlich und nach oben in beiden Reihen ausreichend Platz, im Fond wird es aber bei der Kniefreiheit recht eng. Der große und gut nutzbare Kofferraum mit Kellerfach hat eine recht hohe Ladekante. Nach dem Umlegen der 2:1-Fondlehnen bleibt der Boden eben. Dran & Drin - Überraschend gut ausgestattet: Neben Zweizonen-Klimaautomatik, Digital-Instrumenten, DAB-Tuner sowie Apple CarPlay & Android Auto zeigt sich die R-Line bei Sitzen, Lenkrad und Außenauftritt ­sportlich. Saubere Verarbeitung, bis auf die Türverkleidungen recht feine Materialien. ­Günstige Extras.  Schutz & Sicherheit - Solides Luftpolster-Aufkommen inklusive Zentral-Air­bag, dazu das Klassen-Maximum an Assistenzsystemen sowie LED-Licht Serie (Matrix als Option). Preis & Kosten - Die deutlich größeren Renault Arkana und Mazda CX-30 sind eine Spur teurer, der Opel Mokka ist etwas günstiger. Die Zweijahres-Garantie kann auf fünf Jahre und 100.000 Kilometer (349 Euro) oder 150.000 Kilometer (449 Euro) erweitert werden. ­Äußerst dichtes Werkstattnetz, brav beim Verbrauch.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1654681544326{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1654680972322{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Klassisches VW-Cockpit, als R-Line sportlich aufgepeppt. Das „kleine“ Navi mit 8 Zoll Touchscreen bietet praktische Drehregler.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb430b6d-6c4b"][vc_column_text]R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 110 PS (81 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 200 Nm bei 2000–3000/min,…

7.4

FAZIT

Stylisches City-SUV-Coupé, gut bei der Ausstattung, top bei der Sicherheit.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Bedienung & Multimedia
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Preis & Kosten
User-Wertung : Keine Bewertungen bisher!
7

R3, 12V, Turbo, 999 ccm, 110 PS (81 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 200 Nm bei 2000–3000/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4266/1757/1515 mm, Radstand 2554 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,6 m, Reifendimension 205/55 R 17 (Testwagen-Bereifung 215/ 45 R 18), Tankinhalt 40 l, Reichweite 615 km, Kofferraumvol. 455–1281 l, Leergewicht (EU) 1260 kg, zul. Gesamtgewicht 1720 kg, max. Anh.-Last 1100 kg, 0–100 km/h 10,9 sec, Spitze 191 km/h, Steuer (jährl.) € 371,52, Werkstätten in Österreich 255, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), WLTP-Normverbr. kombiniert 5,9 l, Testverbrauch 6,5 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 134/150 g/km

 Front- und vordere Seitenairbags, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Zentral-Airbag, Notbrems-Assistent mit Fußgänger/Radfahrer-Erkennung, proaktiver Insassenschutz, Müdigkeitserkennung, Spurhalte-, Spurführungs- und Toterwinkel-Assistent, Abstandsregel-Tempomat, LED-Licht, Licht- und Regensensor inkl. autom. abblend. Innenspiegel, ­Digital-Instrumente, Berganfahrhilfe, beheiz- und klappbare E-Außenspiegel, vier E-Fensterheber, 8 Zoll Touchscreen-Multimediasystem mit USB-C-Slots und 6 LS sowie DAB-Tuner, Bluetooth für Telefon & Audio, 17 Zoll-Aluräder, Zweizonen-Klimaautomatik, Multifunktions-Lederlenkrad, Android Auto & Apple CarPlay, Einparkhilfe v/h, Parklenk-Assistent, abgedunkelte Fondscheiben etc.

Matrix-LED-Licht € 1013,–, Alarmanlage € 310,–, Unlimited-Paket (Navigation, Fernlicht-Automatik, Sitzheizung v, induktives Handyladen, Rückfahrkamera) € 782,–, Fernlicht-Automatik € 101,–, Navigation mit 9,2 Zoll-Touchscreen und Sprachsteuerung € 1543,–, induktives Handyladen € 121,–, el. Panorama-Schiebedach € 955,–, Rückfahrkamera € 289,–, schlüssel­loser Zugang € 385,–, Soundsystem „beats“ € 606,–, 18 Zoll-Aluräder € 349,–, Anhängevorrichtung 798,–, Metallic-Lack ab € 515,– etc.

4 Kommentare

  1. Endlich einmal ein Auto, dass sich auch ein normal verdienender Mensch leisten kann. Naja, fast. 😉
    Und selbstverständlich mit Doppelkupplungsgetriebe.
    Ich fahre seit etwas über 2 Jahren einen Wagen mit DKG und kann es bis heute nicht fassen, dass ich mir 46 Jahre lang ein Schaltgetriebe angetan habe. Ich bereue das zutiefst.
    MfG J

  2. Beim Puch ist dir wohl nichts anderes übrig geblieben als selbst Hand anzulegen.

    • Ich hatte nie einen Puch…?
      Aber einmal wollte ich einen ausprobieren, aber es ist mir nicht gelungen, den Schalthebel in irgendeine Richtung zu bewegen…keine Ahnung, warum.
      Selbiges bei einem NSU Prinz.
      MfG J

  3. Oh sorry, da hatte ich das mit dem Puch falsch in Erinnerung.

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