Top 10: Die aktuell stärksten Vierzylinder

26. April 2017
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Aktuelles

Bei über 300 PS denkt man automatisch an Sechszylinder- oder dicke V8-Motoren. Es ist noch gar nicht so lange her, da war es bis auf einige wenige Ausnahmen, auch so. Doch in den letzten Jahren hat sich einiges im Motorenbau getan. Die Vierzylinder wurden stabiler, sparsamer und vor allem: Stärker. Um mal vorwegzunehmen: In dieser Liste hat kein Fahrzeug weniger als 300 PS.

Platz 10: Jaguar F-Type

Seit diesem Jahr gibts den F-Type auch als Vierzylinder. Der Zwoliter leistet 300 PS und passt ausgezeichnet zum britischen Sportler. Die Fahrleistungen unterscheiden sich nicht merklich von denen der V6 Modelle und durch das Mindergewicht gewinnt die Querdynamik. Das, exklusiv für den Vierzylinder, mittlere Endrohr steht der Raubkatze wunderbar und lässt so manchen V8-Fahrer wissen, dass ihn gerade ein „Sparmodell“ überholt hat. Der kleinste Motor kostet nämlich ganze 18.000 Euro weniger, als das 40 PS stärkere V6 Modell.

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300 PS, 249 Km/h Spitze, 0-100 in 5,7 sec, € 63.800,-

Platz 9: Subaru WRX STI

Mit 300 PS schafft es der „Dinosaurier“ von Subaru auch noch in diese Liste. Der einstige Rally-Seriensieger steht nun ohne seinen ewigen Widersacher, den Mitsubishi Evolution, allein auf weiter Flur. Er ist nun das letzte Straßenauto, dass Rally-Gene hat. Trotzdem, oder gerade darum macht der beflügelte Japaner viel Spaß. Boxer-Turbo, sperrbarer Allradantrieb und ein Sound, der einem zum König einer jeden Dorftankstelle macht. Wir danken Subaru, dass es so etwas wie den WRX STI noch gibt.

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300 PS, 255 km/h Spitze, 0–100 in 5,2 sec, € 54.990,–

Platz 8: Audi TT-S

Wurde der TT der ersten Generation noch als reines Designexperiment belächelt, wissen wir spätestens seit der letzten Generation, dass er ein ernst zu nehmender Sportwagen ist. Dank Allrad ist er auf rutschigen Terrain oft schneller als manch stärkere Konkurrenten und dabei mit 310 PS aus seinem 2 Liter Turbo-Motor auch noch alles andere als untermotorisiert.

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310 PS, 250 km/h Spitze, 0–100 in 5,2 sec, € 62.180,–

Platz 7: VW Golf R

Der Golf beherbergt exakt den selben Murl wie der TT. Dass er vor diesem landet liegt schlicht daran, dass er sogar noch etwas schneller auf 100 spurten kann. Überhaupt machen die 310 PS kombiniert mit dem Allradantrieb aus dem biederen Allerweltsauto eine richtige Sportskanone, die sowohl bei der täglichen Einkaufsfahrt, als auch dem Trackday auf der nächsten Rennstrecke eine unglaublich gute Figur macht. Er ist laut, wenn man es darauf anlegt und leise, wenn man es möchte. Insgesamt ein wirklich überzeugender Alltagssportler, der auch als Kombi verfügbar ist.

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310 PS, 250 km/h Spitze, 0–100 in 5,1 sec, € 52.776,-

Platz 6: Ford Mustang 2.3

Die Idee in die Quasi-Definition eines V8-Ponycars einen Vierzylinder einzubauen stieß schon beim Mustang II und III auf wenig Gegenliebe. Mittlerweile wissen wir aber: der modifizierte 2,3 Liter aus dem Focus RS bietet tolle Fahrwerte und aufgrund des Mindergewichts auf der Vorderachse fährt sich der „kleine“ fast leichtfüßiger als die, nach wie vor angebotene, V8 Version. Einziges Problem: er klingt nach nichts.

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317 PS, 234 Km/h Spitze, 0–100 in 5,8 sec, € 46.200,-

Platz 5: Volvo XC 90 T6

Mit der Entscheidung, nur noch Vierzylinder im größten SUV aus Schweden zu verbauen, kam auch die Idee auf, den Polestar-Motor zu überarbeiten und in den zivilen Karossen zu stecken. Herausgekommen ist ein 320 PS starker Zwoliter, der es durchaus mit Hubraumstärkeren Kontrahenten aufnehmen kann.

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320 PS, 230 km/h Spitze, 0–100 in 6,5 sec, € 71.000,–

Platz 4: Ford Focus RS

Der selbe Motor wie im Mustang, aber ohne nötiger Beschneidung (sonst hätte der Motor im Mustang den bei uns nicht angebotenen V6 übertrumpft) verschafft dem aktuellen Focus RS Platz 4 in unserem Ranking. Rein Leistungstechnisch liegt er dabei mit seinem 350 PS 2,3 Liter-Motor gleichauf mit dem Wagen auf Platz 3, erneut reihen wir ihn aber aufgrund der schlechteren Beschleunigungswerte auf den hinteren Platz. Doch zurück zum Ford: Die Drift-Funktion macht hier klar, warum sich Ken Block, der König der kunstvollen Reifenvernichtung, am liebsten in die Vehikel von Ford setzt. Sie machen unglaublich viel Spaß und sind im Vergleich mit den direkten Konkurrenten richtig günstig.

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350 PS, 268 km/h Spitze, 0–100 in 4,7 sec, € 47.350,–

Platz 3: Porsche Cayman S/Boxster S

Gleiche PS-Anzahl wie der Ford, ansonsten grundverschieden. Der Cayman ist ein reinrassiger Sportwagen. Gebaut um auf der Rennstrecke auf Zeitenjagt zu gehen. Der 2,5 Liter Boxer sitzt direkt hinter den Passagieren und sorgt somit für eine optimale Gewichtsverteilung. Obwohl von vielen Porsche Fans wegen des Motors belächelt, sind die Cayman/Boxster-Brüder pfeilschnelle Geräte, die die übrigen Teilnehmer in dieser Liste zum Frühstück verspeisen.

350 PS, 285 km/h Spitze, 0–100 in 4,6 sec, € 76.321,–/€ 78.480,–

Platz 2: Volvo S60/V60 Polestar

Dass nicht nur Kompakte prima mit dem Thema Downsizing klarkommen zeigt Volvo. 367 PS aus einem Zwoliter machen den Polestar zur waschechten Schwedenbombe, die in 4,7 Sekunden auf Tempo 100 geschossen wird. Allrad sei dank hat der blaue Blitz auch Traktion. Für eine Hetz auf der Hatz: Öhlins-Fahrwerkskomponenten und Brembo Bremsen.

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367 PS, 250 km/h Spitze, 0–100 in 4,7 sec, € 67.900,–

Platz 1: Mercedes-AMG A45

Die sportlichste Variante der A-Klasse gibt es als Kombi, SUV, Limousine und als 5-Türer. Was sie alle eint, ist der bärenstarke Zwoliter-Motor mit 381 PS. Dieser peitscht den stets allradgetriebenen Kompakten in 4,2 Sekunden auf Landstraßentempo. Zum Vergleich: ein Lamborghini Gallardo Spyder beschleunigt ebenso schnell. Der Kleinste von Mercedes ist somit ein top Werkzeug, um Supersportler zu jagen.

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381 PS, 250 km/h Spitze, 0–100 in 4,2 sec, € 58.700,–

Natürlich wünschen wir uns alle einen V12 befeuerten Luxusliner, einen Sportwagen mit V10 Motor oder ein V8 Musclecar. Dabei wird aber oft vergessen, dass Vierzylinder mittlerweile grotesk schnell sein, durch das Mindergewicht das Fahrzeug leichter machen und dank findiger Akustikingenieure auch noch ganz passabel klingen können. Also: Hoch leben die Vier Töpfe, die Vier Töpfe leben hoch.

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