Top 5: Die schlechtesten Autofilme aller Zeiten

22. März 2017
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Sie sind der Grund warum es auf Kinocenter-Parkplätzen manchmal zugeht wie auf einem Tuningtreffen. Sie laufen im Hintergrund von „Männerabenden“. Sie begeistern regelmäßig Autofans auf der ganzen Welt. Die Rede ist natürlich von Autofilmen.

Neben den Klassikern wie „The Fast and the Furious“, „Bullit“ und „Manta Manta“ gibt es aber auch weniger populäre Vertreter dieses Genres. Hier unsere Top Five der schlechtesten Autofilme:

Platz 1: 200 MPH – Tempo ohne Limit

Dieser Film ist kein Low-Budget-, sondern ein No-Budget-Film. Eine Story, die auf einem Kronkorken Platz hätte, Klischees im Übermaß und ein Auto, das vier verschiedene Darsteller hat. Wie das geht? Während des Drehs wurde das Filmauto des Hauptdarstellers gestohlen. Der Mazda RX-7, der im Film als Miata (bei uns MX-5) bezeichnet wird, wechselt sich mit zwei unterschiedlichen Nissan 200sx Modellen ab. Das einzig durchgängige Element dieser Autos ist die Farbe. „The Asylum“, das zu verantwortende Filmstudio, ist aber bekannt für Filme, die nur knapp an der Schmerzgrenze vorbeigehen.

Hier gibt es nicht nur den Trailer, sondern den ganzen Film. Wenn euch mal langweilig ist, könnt ihr euch das Desaster ja anschauen.

Platz 2: Redline

Supercars vergangener Generationen treffen auf leicht bekleidete Mädchen, reiche Herren mittleren Alters und junge Heißsporne. Aufsehen erregte der Film erst, als während einer Promotion dafür ein Ferrari Enzo geschrotet wurde. Generell ging bei „Redline“ vieles zu Bruch. Viele der gezeigten Unfälle waren echt, einfach weil Special-Effects das Budget gesprengt hätten. Schade um die Autos, die wirklich das einzig sehenswerte am Film sind. Ein besonderes Highlight ist ein wheelender und fliegender Lamborghini.

Pikantes Detail: Redline war der Arbeitstitel von „The Fast and the Furious“.

Schnelle Schnitte, glänzende Sportwagen, eine zu vernachlässigende Story. Ein Film für einen Krankenstands-Nachmittag.

Platz 3: Born 2 Race

Diesen Film kann man quasi als den besseren „200 MPH“ bezeichnen. „Besser als schlecht“ ist aber noch lange nicht „gut“. Immerhin gibt es hier eine harmonische und authentische Fahrzeugauswahl. Diese erinnert mit quietschbuntem Japaner (hier ein Subaru STI) und pechschwarzen amerikanischen Gegner (in diesem Fall ein Ford Mustang) schon sehr an „The Fast and the Furios“. Das große Problem dieses Streifens ist jedoch die „Teeniefilm-Stimmung“, die nur suboptimal zum Autothema passt.

Ein solide gemachter Teeniefilm, der sich als Autostreifen tarnt.

Platz 4: Need for Speed

Wir alle lieben das Rennspiel, das uns in unterschiedlichsten Versionen grandiose Stunden vor der Konsole oder dem PC geschenkt hat. Wie es bei Videospiel-Verfilmungen leider häufig passiert, wurde auch hier aus 1A-Material ein eher unterdurchschnittlicher Schinken gedreht. Schade, denn mit Aaron Paul hatte man einen wirklich talentierten Schauspieler, mit dem umgebauten Mustang einen spitzen Nebendarsteller. Der Funke wollte aber nicht ganz überspringen …

Tolle Aufnahmen, flache Story. Als Petrolhead sollte man ihn trotzdem gesehen haben.

Platz 5: Autobahnraser

Die einzige Deutsche Produktion in dieser Liste. „Autobahnraser“ ist eigentlich ein sehr unterhaltsamer Film, wäre da nicht die Geschichte, die der Film erzählt: Ein Polizist schleust sich in die Streetracer-Community ein, weil dort Verbrecher vermutet werden. Er verliebt sich, findet Freunde in der Szene und kann sich schlussendlich nicht entscheiden, wo sein Platz ist. Kommt euch das nicht auch irgendwie bekannt vor?

Ein Film mit viel Charme und Witz. Und einer Story, die wir schon woanders gesehen haben.

Das interessante an diesen Filmen ist, dass wir sie uns trotz allem anschauen, nur weil es Autofilme sind. Wir mögen sie einfach, egal ob sie gut oder schlecht sind. Kommen Autos im Film nicht nur im Hintergrund vor, ist das ein Grund ihn zu sehen.

PS: Diese Liste ist natürlich rein subjektiv und Filme wie „Borning“ oder „Street Racer“ sind nicht darauf, weil die Verbreitung einfach zu gering ist.

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