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Volkswagen Konzern: Müller soll gehen, der Österreicher Diess nachfolgen

11. April 2018
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Aktuelles

Diesen Freitag soll es bei der Aufsichtsratssitzung offiziell gemacht werden, doch Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ist es durch Insider schon jetzt durchgesickert: der aktuelle Vorstandschef des Volkswagen-Konzerns, Matthias Müller, soll seine Position an den aktuellen VW-Markenchef Herbert Diess abgeben. Müller selbst hat diesen Job noch nicht lange – er wurde im September 2015 eingesetzt, nachdem Martin Winterkorn wegen des Abgasskandals zurücktreten musste.

Schon damals machte Müller in Statements aber klar, dass er seine bisherige Position als Porsche-Markenchef nur sehr ungern zurücklässt und für die Konzernleitung höchstens eine Amtszeit lang zur Verfügung steht. Der Vertrag des 64-Jährigen läuft noch bis 2020. Die Aussicht, dass nun der mit 59 Jahren etwas jüngere, aktuelle VW-Markenchef Herbert Diess (ein Bayer mit österreichischem Pass) das Ruder übernehmen soll, sorgte zumindest in der Börsenwelt für gute Stimmung: Die VW-Aktie stieg nach Bekanntwerden dieser Gerüchte um fünf Prozent. Ein Händler meinte in einem Interview zu den Gründen salopp: „Neue Besen kehren bekanntlich besser, das gefällt dem Markt.“

Es wird erwartet, dass mit dem Führungswechsel auch weitere, umfangreiche Restrukturierungen vorgenommen werden. Die schon einige Male angedachten „Markenwelten“ sollen nun endgültig umgesetzt werden. Damit ist gemeint, dass mehrere Marken Konzern-intern in Gruppen zusammengefasst werden. Dadurch sollen die sehr starren, aktuellen Strukturen bei der alle Marken strikt dem VW-Konzern unterstehen etwas gelockert werden, gleichzeitig sollen aber die aktuellen Synergie-Effekte nicht verloren gehen. So wurde zum Beispiel überlegt, eine Premiumgruppe mit Audi, Bentley, Bugatti, Porsche und Lamborghini, sowie eine Volumensgruppe mit VW, Skoda und Seat zu formen. Andere Ansätze wiederum zielten darauf ab, diese Gruppen anhand der verwendeten Baugruppen zu bilden.

Was genau es am Ende wird, dürfte frühestens die Aufsichtsratsitzung am Freitag zeigen. Da soll der Wechsel ebenso bekannt gegeben bzw. entschieden werden, wie der künftige Kurs des Konzerns.

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