Buchtipp: „Maschinenraum“

2. Oktober 2020
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Aktuelles

Man könnte Walter Gröbchens Stimme aus dem Radio kennen, der frühere Ö3-Mann war und ist immer wieder auf FM4 oder Ö1 zu hören. In der heimischen Musik­branche sagt einem auch die Agentur „Monkey“ etwas, unter diesem Namen betreibt Gröbchen nicht nur eine Kommunikations- und Consulting-Agentur, sondern auch ein Plattenlabel. Leser der Presse und der Wiener Zeitung schließlich werden mit seinem Namen die Kolumne „Maschinenraum“ verbinden, in denen der 58jährige seit zehn Jahren wöchentlich heitere bis nachdenkliche, ironische bis kritische Ergüsse zum Thema Technik publiziert. Unter dem Untertitel „Gebrauchsanleitung für den modernen Alltag“ sind diese Kolumnen nun als Buch erschienen, im Milena-Verlag unter der ISBN 978-3-903174-51-0 und für 23 Euro wohlfeil (etwas günstiger sogar als E-Book). Unter den acht Kapiteln befindet sich auch eines zum Thema Mobilität, MX5-Fahrer Gröbchen ist ein Auto-Fan, allerdings einer, der über den Tellerrand blickt – und so nicht immer den Nerv bedingungsloser Benzinbrüder trifft.

Schmunzeln, Kopfschütteln, Staunen, Grübeln – die jeweils rund eineinhalbseitigen Kolumnen lassen einen selten unberührt. Dabei muss man kein Technik-Freak sein, um mit diesem Buch eine Freude zu haben, Walter Gröbchen formuliert seine Beobachtungen und Anmerkungen aus der Sicht eines kritischen Konsumenten, nicht eines Experten. Ein ebenso simples wie praktisches Technik-Feature hat der Wiener übrigens in sein Druckwerk integriert: ein Lesezeichen, wie man es von Gesang­büchern aus der Kirche oder dem Bestseller Bibel kennt. Wirklich ideal für ein Buch, bei dem man sich jeden Abend vor dem Einschlafen ein paar Kapitel reinzieht.

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