Daihatsu Terios 1,5 Top S

24. Oktober 2006
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Daihatsu
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:105 PS
Testverbrauch:9,1 l/100km
Modelljahr:2006
Grundpreis:22.280 Euro

Wühlt sich dank permanentem Allrad erfolgreich durchs Gelände: neuer Daihatsu Terios

FAHREN & FÜHLEN
Der Terios wird ausschließlich mit einem Vierzylinder-Benziner angeboten – der gut am Gas hängt, aber rau läuft. Der Vierventiler ruckelt gerne, dreht unwillig hoch und wird dann laut. Eng abgestuftes Getriebe. Die Schaltung ist hakelig, der Ganghebel zu tief positioniert. Neutrales, ins Untersteuern gehendes Eigenlenkverhalten, Heck frei von Lastwechsel-Tendenzen, ob straffer Abstimmung hoppeliger Aufbau. Lenkung und Bremsen arbeiten unauffällig, die Sitze sind ausreichend verstellbar, aber schwach konturiert.

STOCK & STEIN
Der Terios hat neben permanentem Allradantrieb als Gelände-Fahrhilfe zwar nur ein auf Knopfdruck sperrbares Mittel-Differenzial zu bieten, verfügt dank kurzer Überhänge und ausreichender Bodenfreiheit aber über einige Offroad-Tugenden. Grenzen werden vor allem durch den müden Antrieb gesetzt. Bei der Automatik-Version (nur für die Ausstattung Top” erhältlich) sind Bergab- und Berganfahrhilfe inkludiert.

PLATZ & NUTZ
Ordentliches Platzangebot, vor allem die Fond-Kniefreiheit ist immens. Glattflächiger und geräumiger Kofferraum, erweiterbar mittels zusammenfalt- und vorklappbarer Rücksitze (deren Lehnen sind übrigens stufenlos verstellbar). Nicht erhältlich: Laderaumabdeckung. Wenige, meist kleine Ablagefächer. Gute Übersicht und kleiner Wendekreis erleichtern das Rangieren. Fast fehlerfreie Ergonomie, keine Tagfahrlicht-Schaltung an Bord.

DRAN & DRIN
“Top S” ist die beste von vier angebotenen Ausstattungen und verfügt über Fernbedien-Zentralsperre, Bordcomputer und manuelle Klimaanlage. Einziges Extra: Metallic-Lack. Robuste, wenn auch billig wirkende Innenraum-Materialien, solide Verarbeitung, gefälliges Design innen wie außen.

SICHER & GRÜN
Volles Airbag-Menü, Stabilitätsprogramm und Isofix gibt es ab Werk, ebenso Dreipunktgurte und Kopfstützen für alle Sitzplätze. Der Verbrauch ist für die gebotenen Fahrleistungen etwas zu hoch.

PREIS & KOSTEN
In der Anschaffung etwas teurer als Mitsubishis Pajero Pinin und Suzuki SX4 Crossover, aber deutlich besser ausgestattet. Fernost-typische drei Jahre Neuwagen-Garantie bis maximal 100.000 Kilometer, drei Jahre auf Lack und acht gegen Durchrosten. Weniger gut fällt wohl die Werthaltungs-Prognose aus.

FAZIT: :
Putziger Mini-SUV, bis auf den zähen Benziner ohne grobe Schwächen.

TECHNIK
R4, 16V, 1495 ccm, 77 kW (105 PS) bei 6000/min, max. Drehmoment 140 Nm bei 4400/min, Fünfgang-Getriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v (bel.), Trommeln h, L/B/H 4075/1745/1730 mm, Radstand 2580 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,0 m, Reifendimension 235/60 R 16, Tankinhalt 50 l, Reichweite (bis Tankreserve) 470 km, Kofferraumvolumen 380 l, Leergewicht 1190 kg, zul. Gesamtgewicht 1720 kg, max. Anh.-Last 1350 kg, 0-100 km/h 12,6 sec, 60-100 km/h (im 4. Gang) 14,1 sec, Spitze 160 km/h, Steuer (jährl.) EUR 349,80, Werkstätten in Österreich 55, Inspektion/Ölwechsel alle 20.000/20.000 km, Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 9,8/7,1/ 8,1 l, Testverbrauch 9,1 l ROZ 95
Offroad-Daten: permanenter Allradantrieb mit auf Knopfdruck sperrbarem Mitteldifferenzial (Automatik-Version inkl. Bergan- und Bergabfahrhilfe), Böschungswinkel v/h 38°/37°, Rampenwinkel 24°, max. Bodenfreiheit 200 mm, Wattiefe k. A.
Preis: EUR 22.280,-

Serienausstattung: Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, ABS, Stabilitätsprogramm, Isofix, Klimaanlage, CD-Radio mit 4 LS, vier E-Fensterheber, E-Außenspiegel, Aluräder, FB-Zentralsperre, Bordcomputer, Dach-Reling, Nebelscheinwerfer etc.
Extras: Metallic-Lackierung EUR 370,-


Foto: Robert May

Diesen Test finden Sie in ALLES AUTO 7-8/2006