Erste Trophäe für den neuen „Trophy-R“

22. Mai 2019
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Aktuelles

Rekordfahrten auf der legendären Nürburgring-Nordschleife liegen momentan voll im Trend. Vor nicht allzu langer Zeit hat Porsche mit dem 919 Rennfahrzeug den absoluten Rundenrekord geknackt (5:19.55), schnellstes Serienfahrzeug ist zur Zeit der vom Porsche Werksteam Manthey Racing nachgeschärfte Porsche GT 2 RS MR mit einer Rundenzeit von 6:40.33. Jedoch gibt es auch darunter Subkategorien, für den schnellsten Fronttriebler gibt es jetzt einen neuen Pole-Setter: der neue, von Rennfahrer Laurent Hurgon pilotierte Renault Mégane R.S. Trophy-R (7:40.10) holt die Krone zurück nach Frankreich,  zurückerobert von den Japanern mit dem Honda Civic Type R (7:43:80). Allerdings muss man dazusagen, dass es sich beim Trophy-R um eine limitierte, von jeglichem Komfort befreiten Hardcore-Version des Serienmodells handelt, der zum Vergleich herangezogene Type-R ist hingegen das dennoch alltagstaugliche „Standard-Modell“.

Wie auch immer – Rundenzeiten an sich sagen ja eher weniger aus, man muss sie in den Kontext stellen: der Mégane ist nun also auf dem 26 Kilometer langen  Rundkurs schneller als ein Lamborghini Gallardo LP 570-4 Superleggera aus dem Jahr 2010 mit 570 PS – darunter kann man sich dann schon mehr vorstellen.

Wie kommt es also zu dieser brachialen Performance? Um nichts anbrennen zu lassen und den Rekord auch sicher heimzufahren, wurde einiges am erst kürzlich auf den Markt gebrachten herkömmlichen Renault Mégane R.S. Trophy geändert, wie für einen Hardcore-Racer üblich primär im Bereich Gewicht und Bremsen. So bringt die R-Version satte 130 Kilogramm weniger auf die Wage, was prozentuell schon eine ganze Menge ist. Qualitativ hochwertige Komponenten wie ein Öhlins Gewindefahrwerk, Bremsen von Brembo (die verdächtig nach einer Karbon-Keramik-Analge ausschauen), spezielle Reifen von Bridgestone und eine Abgasanlage von der slowenischen Firma Akrapovic tragen zum performanten Gesamtpaket bei. Optisch fallen die neuen Felgen und die geänderte Motorhaube auf. Entgegen der heute weit verbreiteten Philosophie, dass ein automatisiertes Getriebe auf der Rennstrecke mehr Sinn macht, ist der Trophy-R ein Handschalter – ziemlich Hardcore eben.

Renault hat eine mittlerweile recht lange Geschichte im Brechen von Rekorden auf der Nordschleife: der letzte Hardcore-Mégane (ebenso Trophy-R genannt) war 2014 der erste Fronttriebler, der den Kurs unter 8 Minuten absolvierte, den Anfang macht der R26.R im Jahr 2008 mit damalig grandiosen 8:17 Minuten.

Hier gibt es die Aktion auch im Video zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=2IQHjxX1wlw.

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