Gentlemen, dürfen wir vorstellen? Aston Martin DBS Superleggera

4. Juli 2018
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Aktuelles

Bevor wir uns dem brandneuen Aston Martin DBS Superleggera per se widmen, ein bisschen Historie: „Superleggera“ hat bei Aston Martin bereits eine lange Tradition. Zwar schmückte bisher noch kein Fahrzeug des britischen Herstellers diese Bezeichnung, dennoch wurde das dahinter verborgene Leichtbauprinzip des italienischen Karosserieherstellers Carozzeria Touring aus Mailand bereits beim von 1958 bis 1963 gebauten Aston Martin DB4 angewendet. Um auf den Namen DBS zu stoßen, muss man nicht ganz so weit in der Geschichte zurück blicken: das letzte Modell mit dieser Bezeichnung wurde bis 2012 gebaut, ehe es vom Aston Martin Vanquish abgelöst wurde.

Und jetzt steht also die Symbiose der beiden Namen an, in Form des Aston Martin DBS Superleggera. Dabei rundet der neue Aston das Portfolio der Briten elegant nach oben ab: Wenn der Aston Martin Vantage der „Jäger“ sein soll und der DB11 den „Gentlemen“ darstellt, soll der neue DBS Superleggera beides gekonnt vereinen und zum „Bad Boy im Anzug“ avancieren. So zumindest das Bild, das Aston selbst zeichnet.

Rein technisch basiert der Neue dabei auf dem aktuellen Aston Martin DB11, ist dabei aber bedeutend schneller, leichter und wilder. Auf den ersten Blick besonders auffallend: der riesige Grill des neuen DBS. Richtig ausgefeilt ist die neue Aerodynamik des Fahrzeuges: Aston Martin selbst spricht davon, dass sie bisher noch nie so viel Zeit bei der Entwicklung eines Autos im Windkanal verbracht haben. Einer der daraus erwachsenen Kniffe: Die Luft, die hinter den Radkästen frei gelassen wird, wird von den Rückspiegel in Richtung Heck gedrückt und fließt sodann intern über die Lippe am Heck wieder ab, um sich später mit dem Luftstrom des Diffusor zu verbinden. Der Effekt? Bis zu 180 Kilo zusätzlicher Anpressdruck, ganz ohne banalen Spoiler.

Für den hinter dem Namen „Supperleggera“ stehenden Leichtbau sorgt nebst der Alu-Grundkonstruktion der großzügige Einsatz von Kohlefaser-Teilen – gerne auch an sichtbaren Stellen. Dadurch stehen am Ende 51:49 Prozent auf die Achsen verteilte, 1.693 kg auf der Waage. 70 weniger als beim normalen DB11.

 

Zu den Fahrleistungen: die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 340 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 3,4 Sekunden. Möglich macht das der hauseigene 5,2 Liter Zwölfzylinder, der im DBS Superleggera 725 PS leistet und bis zu 900 Nm Drehmoment abgibt. Für dieses hohe Maß an Kraft wurde die bekannte Achtgangautomatik von ZF adaptiert, die Schaltzeiten bleiben jedoch im Verhältnis zum DB11 identisch. Ganz neu hingegen ist die vierflutige Abgasanlage, die neben mehr auch „schöneren“ Lärm bieten soll. Wir freuen uns aufs erste Probehören …

Im Vergleich zum DB11 eher weniger Änderungen gibt es im Innenraum. Die neulich eingeführte Bordelektronik samt Infotainment von Mercedes ist auch hier zu finden. Neu sind jedoch die „Sport Plus“ Sitze, das Lenkrad sowie verschiedene farbliche Gestaltungsoptionen. Mehr ist allerdings dazu nicht bekannt. Über Preise des DBS Superleggera in Österreich ist ebenso noch nichts bekannt. In Deutschland beginnt der Spaß jedenfalls bei 274,995 Euro. Man kann also davon ausgehen, dass in unserer Alpenrepublik auf jeden Fall eine „3“ am Beginn des sechsstelligen Startpreises prangern wird. Ausgeliefert sollen die ersten Modelle im dritten Quartal diesen Jahres werden.

 

 

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