Mercedes AMG Project One: Fünf Motoren für ein Halleluja

29. Mai 2017
Keine Kommentare
3.644 Views
Aktuelles

Im Vorfeld des 24h-Rennens am Nürburgring hat Mercedes-AMG einige faszinierende Details zu ihrem kommenden Hyper-Car – dem Project One – enthüllt. Hier ist, was wir nun wissen:

Das Herzstück des über 1000 PS starken Renners (genaue Leistungsdaten gibt es noch keine) ist der 1,6 Liter V6-Turbo aus dem 2015er-F1-Wagen. Um ihn für die Straße anzupassen bekam er neue Zylinder, eine andere Kurbelwelle und natürlich eine andere Elektronik verpasst. Die Leerlaufdrehzahl wird bei vermutlich schon ohrenbetäubenden 4.000 Touren liegen – der Begrenzer schlägt bei infernalischen 13.500 Umdrehungen an.

Direkt an den Motor angebracht finden sich zwei E-Motoren. Einer davon – mit einer Nennleistung von 80 kW, also rund 107 PS – hat dabei nichts anderes zu tun als den Turbolader permanent auf Touren zu halten. Der andere – er leistet 120 kW, also rund 161 PS – ist direkt an der Kurbelwelle montiert und sorgt hier für zusätzliche Power. Diese Kraft auf die Erde bringen sollen dann üppige 335er Reifen auf der Hinterachse.

mercedes-amg-project-one

Darüber hinaus warten weitere zwei E-Motoren auf der Vorderachse auf ihren Einsatz. Zu ihrer Leistung ist noch nichts bekannt. Als Getriebe kommt eine Achtgang-Automatik mit Einzel-Kupplung zum Einsatz. Für die Verzögerung sorgen wiederum Karbon-Keramik-Bremsen an allen vier Rädern.

Die Akkupacks der Project One stammen direkt aus dem F1-Wagen und wiegen rund 100 Kilogramm. Die rein elektrische Reichweite liegt aktuellen Angaben zufolge bei rund 24 Kilometern.

In Sachen Gewicht ist zum ganzen Auto noch nichts bekannt – aber wir wissen nun, dass es der gesamte Antriebsstrang zusammen auf 420 kg bringt. Für den vollen Wagen werden dann rund 1315 Kilogramm angenommen.

275 Stück von diesem Monster will Mercedes bauen – eines pro Tag soll fertig gestellt werden können. Und jedes einzelne davon ist bereits verkauft. Dabei müssen sich die Käufer maximal bis Ende 2020 gedulden, bis sie ihren Hyper-Stern in Empfang nehmen dürfen. Da soll dann auch der letzte fertig sein, so Mercedes.

Seine Publikumspremiere soll das Project One in Frankfurt feiern – ab September wissen wir also hoffentlich endlich, wie der Benz wirklich aussieht.