Pandemie-Profiteur Pkw

23. März 2021
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Natürlich hat Corona die Autobranche stark getroffen, nicht nur weltweite Lockdowns lassen die Verkaufszahlen in den Keller rasseln, auch die Tatsache, dass immer mehr ­Firmen und Private in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ganz genau überlegen, ob denn ein neues Auto unbedingt sein muss. Zumal viele in Zeiten des Home-Office den Pkw seltener beruflich benutzen als vor Ausbruch der Pandemie.

Dafür sind laut einer aktuellen deutschen Umfrage – übrigens nicht die einzige, die diesen Trend bestätigt – vor allem in Groß­­städten und Ballungsräumen die Privat-Fahrten gestiegen, besonders bei Familien. Ganz klar, im eigenen Auto fühlt man sich viel sicherer als in Öffis, so sehr kann der ­Babyelefant mittlerweile gar nicht gewachsen sein.

Und noch ein Trend ist zu erkennen: 18- bis 29-Jährige ­haben während der Pandemie das Auto für sich entdeckt – und das, obwohl sie eigentlich gar nicht zur „vulnerablen ­Bevölkerungsgruppe“ zählen. Aber nicht nur das, diese Altersgruppe liegt auch ganz vorne im Ranking, wenn es darum geht, über die Anschaffung eines eigenen Autos nachzudenken. Carsharing ist bei den Jungen also plötzlich nicht mehr der Weisheit letzter Schluss.

Spannend wird sein, wie sich dieser Trend entwickelt, wenn wir Corona endlich besiegt haben werden. Und welche Schlüsse die Autoindustrie daraus zieht. Dass die Politik ­darauf rea­gieren wird, ist eher unwahrscheinlich – außer vielleicht mit Händereiben aufgrund der ständig steigenden Abgaben rund ums Auto.

Foto: Volkswagen

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