PSA rechnet bei Opel weiter mit Verlusten

11. Mai 2017
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Aktuelles

Wie bei vielen Herstellern fand auch bei PSA unlängst die jährliche Hauptversammlung statt. Hier wurde sie aber natürlich mit besonders großer Aufmerksamkeit bedacht, immerhin war es die erste nach dem unterschriebenen Deal, der Opel in Zukunft in den PSA-Konzern eingliedern wird.

Wie ihr vielleicht noch wisst, bekommt PSA quasi noch Geld dafür, dass sie Opel und Vauxhal übernehmen. Warum, zeigt sich jetzt. PSA-Chef Carlos Tavares meinte laut einem Bericht von Euronews:

“Wir müssen erkennen, dass die Verluste real sind und es auch 2017 sein werden.”

Er räumte wohl ein, dass es unter der Leitung von GM über die letzten Jahre Fortschritte gegeben habe was die Profitabilität von Opel angeht – der Umsatz wurde gesteigert, das Minus eingedämmt – doch die Franzosen rechnen auch weiterhin mit Verlusten in Rüsselsheim. 2016 beispielsweise lag das Minus von Opel, bzw. für das Europa-Geschäft von GM, bei 235 Millionen Euro.

Spätestens nach dieser Aussage wächst in den Reihen von Opel weiter die Sorge, dass PSA schon bald Sparmaßnahmen veranlassen, also Mitarbeiter entlassen könnte.  Der Betriebsrat fordert deswegen quasi schon provisorisch „gerichtsfeste“ Garantien und droht mit Streiks.

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