Renault Kadjar dCi 130 4WD Bose

1. September 2015
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Renault
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:130 PS
Testverbrauch:6,2 l/100km
Modelljahr:2015
Grundpreis:33.990 Euro

Das Basis-Rezept für den Renault Kadjar war einfach: Man nehme die DNA des überaus erfolgreichen und bewährten Konzern-Bruders Nissan Qashqai und stülpe diesem ein Äußeres im französischen Marken-Look über. Insgesamt wirkt der Kadjar für den europäischen Geschmack gefälliger, das gilt auch für die inneren Werte.

Der Innenraum wirkt angenehm aufgeräumt und reduziert, was vor allem dem Renault-eigenen Multimedia-System mit Internetzugriff und zahlreichen Apps zu verdanken ist, über das viele Funktionen des Autos bequem gesteuert werden können – zumindest am Stand. Auch Material-Qualität und Übersicht sind tadellos. Anders sieht es bei der Technik aus. Beim getesteten Top-Diesel (nur diesen gibt es als Allrad) sorgt ein fast schon erschreckend großes Turboloch für wenig Fahrfreude, die kommt auch ob der indirekten Lenkung nicht auf. Dass gerade in dieser Kombination kein Automatik-Getriebe verfügbar ist, ist doppelt schade. Das Gesamtpaket ist aber dennoch kein schlechtes – vor allem in Hinblick auf die kalte Jahreszeit. Die werden wir mit dem Kadjar übrigens auch erleben, der rote SUV übersiedelt nämlich direkt an diesen Bericht in unseren Dauertest-Fuhrpark.

Motor & Getriebe – Der 1600er-Diesel ist kultiviert und kräftig, nervt aber mit riesigem Turboloch. Immerhin: Exaktes Getriebe.

Fahrwerk & Traktion – Lenkung indirekt und etwas gefühllos, Fahrwerk straff mit genug Restkomfort – eine gewisse Seitenneigung bleibt in Kurven aber ob des hohen Schwerpunkts freilich nicht aus. Tadellose Bremsen, die Traktion ob Allradantrieb ebenso.

Stock & Stein – Die Haldex-Kupplung des Allradantriebs verteilt die Kraft bis zu 50 auf jede Achse, dazu manuelle Mitteldiffsperre – damit kommt man problemlos durch sanftes Gelände oder über rutschige Beläge. Für ernstzunehmende Offroad-Sessions reichen Bodenfreiheit & Co. aber nicht.

Cockpit & Bedienung – Das Cockpit wirkt aufgeräumt und nüchtern, überzeugt mit guter Ergonomie und feiner Übersicht. Das bei der „Bose“-Ausstattungslinie serienmäßige Multimedia­system auf Android-Basis bietet viele Funktionen (samt zusätzlich herunterladbarer Apps) und ist intuitiv zu bedienen.

Innen- & Kofferraum – Variabler Innenraum mit ausreichend Platz in beiden Sitzreihen – auch für größere Mitfahrer. Ablagen klassenüblich, der Kofferraum glänzt mit flacher, wenn auch bauartbedingt hoher Ladefläche. Plus: umklappbarer Beifahrersitz.

Dran & Drin – In der höchsten Ausstattungs-Linie lässt die Mitgift fast keine Wünsche offen. Zu­satz-Zuckerl wie elektronische Assistenz-Systeme, Leder oder das Panoramadach sind fair bepreist. Materialien und Verarbeitung gut.

Schutz & Sicherheit – Klassenübliche sechs Airbags Serie, Abstands-Warner mit Notbremse ebenso, weitere Sicherheitssysteme wie Notbrems- oder Spurhalte-Assistent als Extra (funktionieren tadellos).

Sauber & Grün – Testverbrauch fern der Herstellerangaben, wenn auch noch im Klassen-Schnitt. Das Start/Stopp-System arbeitet einwandfrei.

Preis & Kosten – Der Plattform-Spender Nissan Qashqai ist minimal günstiger. Skoda Yeti und Maz­da CX-5 liegen etwa gleichauf. Die Premium-Kompaktkraxler aus Deutschland sind, ebenso wie der Ford Kuga, allesamt (teilweise deutlich) teurer. Top: vier Jahre Garantie. Werterhaltung vermutlich durchschnittlich.

#1

Die Materialien wirken robust und hochwertig zugleich. Das Multimedia-System bedient sich im Grunde wie ein Smartphone – und kann auch ähnlich viel.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das Basis-Rezept für den Renault Kadjar war einfach: Man nehme die DNA des überaus erfolgreichen und bewährten Konzern-Bruders Nissan Qashqai und stülpe diesem ein Äußeres im französischen Marken-Look über. Insgesamt wirkt der Kadjar für den europäischen Geschmack gefälliger, das gilt auch für die inneren Werte. Der Innenraum wirkt angenehm aufgeräumt und reduziert, was vor allem dem Renault-eigenen Multimedia-System mit Internetzugriff und zahlreichen Apps zu verdanken ist, über das viele Funktionen des Autos bequem gesteuert werden können – zumindest am Stand. Auch Material-Qualität und Übersicht sind tadellos. Anders sieht es bei der Technik aus. Beim getesteten Top-Diesel (nur diesen gibt es als Allrad) sorgt ein fast schon erschreckend großes Turboloch für wenig Fahrfreude, die kommt auch ob der indirekten Lenkung nicht auf. Dass gerade in dieser Kombination kein Automatik-Getriebe verfügbar ist, ist doppelt schade. Das Gesamtpaket ist aber dennoch kein schlechtes – vor allem in Hinblick auf die kalte Jahreszeit. Die werden wir mit dem Kadjar übrigens auch erleben, der rote SUV übersiedelt nämlich direkt an diesen Bericht in unseren Dauertest-Fuhrpark. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der 1600er-Diesel ist kultiviert und kräftig, nervt aber mit riesigem Turboloch. Immerhin: Exaktes Getriebe. Fahrwerk & Traktion - Lenkung indirekt und etwas gefühllos, Fahrwerk straff mit genug Restkomfort – eine gewisse Seitenneigung bleibt in Kurven aber ob des hohen Schwerpunkts freilich nicht aus. Tadellose Bremsen, die Traktion ob Allradantrieb ebenso. Stock & Stein - Die Haldex-Kupplung des Allradantriebs verteilt die Kraft bis zu 50 auf jede Achse, dazu manuelle Mitteldiffsperre – damit kommt man problemlos durch sanftes Gelände oder über rutschige Beläge. Für ernstzunehmende Offroad-Sessions reichen Bodenfreiheit & Co. aber nicht. Cockpit & Bedienung - Das Cockpit wirkt aufgeräumt und nüchtern, überzeugt mit guter Ergonomie und feiner Übersicht. Das bei der „Bose“-Ausstattungslinie serienmäßige Multimedia­system auf Android-Basis bietet viele Funktionen (samt zusätzlich herunterladbarer Apps) und ist intuitiv zu bedienen. Innen- & Kofferraum - Variabler Innenraum mit ausreichend Platz in beiden Sitzreihen – auch für größere Mitfahrer. Ablagen klassenüblich, der Kofferraum glänzt mit flacher, wenn auch bauartbedingt hoher Ladefläche. Plus: umklappbarer Beifahrersitz. Dran & Drin - In der höchsten Ausstattungs-Linie lässt die Mitgift fast keine Wünsche offen. Zu­satz-Zuckerl wie elektronische Assistenz-Systeme, Leder oder das Panoramadach sind fair bepreist. Materialien und Verarbeitung gut. Schutz & Sicherheit - Klassenübliche sechs Airbags Serie, Abstands-Warner mit Notbremse ebenso, weitere Sicherheitssysteme wie Notbrems- oder Spurhalte-Assistent als Extra (funktionieren tadellos). Sauber & Grün - Testverbrauch fern der Herstellerangaben, wenn auch noch im Klassen-Schnitt. Das Start/Stopp-System arbeitet einwandfrei. Preis & Kosten - Der Plattform-Spender Nissan Qashqai ist minimal günstiger. Skoda Yeti und Maz­da CX-5 liegen etwa gleichauf. Die Premium-Kompaktkraxler aus Deutschland sind, ebenso wie der Ford Kuga, allesamt (teilweise deutlich) teurer. Top: vier Jahre Garantie. Werterhaltung vermutlich durchschnittlich.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1448968226105{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1448968241121{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Die Materialien wirken robust und hochwertig zugleich. Das Multimedia-System bedient sich im Grunde wie ein Smartphone – und kann auch ähnlich viel.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32474633-4f4b"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1598 ccm, 130 PS (96 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 320 Nm bei…

7.6

Fazit

Charmanter Kompakt-SUV ohne Sport-Attitüde.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 2.6 ( 7 Stimmen)
8

R4, 16V, Turbo, 1598 ccm, 130 PS (96 kW) bei 4000/min, max. Drehmoment 320 Nm bei 1750/min, Sechsgang-Getriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4449/2058/1613 mm, Radstand 2646 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,72 m, Reifendi­mension 215/65 R 16 (Testwagen-Bereifung Continental SprtoContact5 225/45 R 19), Tankinhalt 55 l, Reichweite 890 km, Kofferraumvolumen 472–1478 l, Leergewicht 1611 kg, zul. Gesamtgewicht 2050 kg, max. Anh.-Last 1800 kg, 0–100 km/h 10,5 sec, 60–100 km/h (im 4./5. Gang) 10,0/11,3 sec, Spitze 190 km/h, Steuer (jährl.) € 538,56, Werkstätten in Österreich 188, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 5,5/4,4/4,8 l, Testverbrauch 6,2 l Diesel, CO2 (Norm/Test)

Offroad-Daten: Vorderradantrieb mit elektron. zuschalt. und manuell sperrbarem Allrad (auch reiner Frontantrieb schaltbar); Böschungswinkel v/h 18°/28°, Rampenwinkel k.A., Bodenfreiheit 200 mm, Wattiefe k.A.

Front-, vordere Seiten- und durchgehende Kopfairbags, ABS, ESP, Bremsassistent, Abstandswarner mit Notbremse, Isofix, Reifendruckkontrolle, Klimaautomatik, Multimedia-System mit 7 Zoll Touchscreen, AUX, SD, USB und 8 LS, Navigation, Außenspiegel elektr. verstell-, beheiz- und klappbar, Innenspiegel aut. abblend., E-Fensterheber v+h, Bordcomputer, Tempomat, Licht- und Regensensor, autom. Fernlicht, Einparkhilfe v+h, autom. Parkbremse, Lederlenkrad, LED-Schein­werfer, Keyless-Go, 19 Zoll Aluräder etc.

Winter Paket (Sitzheizung v, heizbare Windschutzscheibe und Schein­werfer­waschanlage) € 448,– (Leder­polsterung dazu € 1600,–), Park-Premium-Paket (Park­sensoren seitlich, Toter-Winkel-Warner, Rückfahrkamera, Einpark-Automatik, City-Notbremssystem) € 768,–, Glaspanoramadach € 768,–, DAB-Tuner € 256,–

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