Tesla: Nächster tödlicher Unfall mit selbstfahrendem Auto?

28. März 2018
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Aktuelles

Nur drei Tage nach dem Unfall, bei dem ein autonom fahrendes Versuchsfahrzeug von Uber eine Fußgängerin erfasst und tödlich verletzt hatte, geschah in den USA ein weiterer, tödlicher Unfall. Diesmal verunglückte nahe der Stadt Mountain View in Kalifornien ein Tesla Model X – der Fahrer starb. Zudem begann der Wagen zu brennen. Aufgrund der aktuell besonders heiklen Lage hinsichtlich autonomen Fahrzeugen prüft das National Transportation Safety Board (NTSB) nun ganz explizit, ob auch hier der von Tesla „Autopilot“ genannte Selbstfahr-Modus aktiviert war.

Tesla selbst reagierte auf den Unfall mit Kondolenzbekundungen für die Familie und sicherte volle Zusammenarbeit bei der Aufklärung des Sachverhaltes an. Das konnte allerdings nicht verhindern, dass das Unternehmen sich mit einem achtprozentigen Kursverlust konfrontiert sah.

Gleichzeitig kündigten übrigens sowohl Uber als auch NVIDIA an, ihre Testfahrten mit autonomen Fahrzeugen bis auf weiteres auszusetzen. Nicht alle Hersteller treten nun aber auf die Autonomie-Bremse. Während viele zurückrudern, stellte Jaguar Land Rover ausgerechnet jetzt seine auf dem neuen Jaguar i-Pace basierenden Elektrofahrzeuge für autonomes Fahren vor, die in Kooperation mit Waymo (ehemals Google Driverless Car-Projekt) entwickelt wurden.

Jaguar I-PACE WAYMO NY_010 (002)

1 Kommentare

  1. Alles nur Bashing! Sorry Mozl, wenn ich bei Deinem Spruch Anleihe nehme, aber nur weil bei einem Unfall ein Fahrzeug mit möglichen autonomen Betrieb verwickelt war, ist noch lange nicht automatisch immer die Elektronik schuld!
    Davon abgesehen, ist in der derzeitigen Form die Elektronik (Sensoren, Auswertung) ganz einfach nur bei *optimalen* Bedingungen zuverlässig! Diese herrschen aber selten … Wie genau diverse Assistenzsysteme funktionieren und unter welchen Voraussetzungen diese auch tun was man von ihnen erwartet, weiß bis auf den Entwickler so gut wie niemand!
    Die Presse und Werbung versprechen einem da immer das Blaue vom Himmel und sind dann „entsetzt“ wenn es nicht gehalten wird. Genauso wie nahezu alle Benützer dieser Technologie…
    In vielen Fällen würde es aber genügen einfach den gesunden Menschenverstand zu benutzen um sich über die Funktionalität oder NICHT Funktionalität der Systeme im Klaren zu werden!
    Eine Lichtautomatik die nur auf eine Helligkeitsschwelle reagiert kann am Tag bei Nebel (=Hell, aber schlechte Sicht) nicht vom Tagfahrlicht auf Abblendlicht umschalten! Selbst wenn das Auto noch andere Sensoren besitzt mit denen das prinzipiell möglich wäre, fehlt im die KI (Künstliche Intelligenz) die das entsprechend auswerten könnte. Was aber im Grunde auch gar nicht nötig ist, denn die NI (Natürliche Intelligenz) des Fahrers sollte dieses Manko bei Weitem ausgleichen .
    Leider schalten offensichtlich aber die Meisten spätestens beim Starten des Motors ihre NI ab …
    lg
    Olli

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