TEST: Audi Q5 2,0 TDI quattro Design

13. April 2017
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Audi
Klasse:Geländewagen/SUV
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Diesel
Leistung:190 PS
Testverbrauch:7,5 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:7 Euro

Nein, der neue Audi Q5 fällt kaum auf im Straßenbild. Was nicht nur an der silber­nen Lackierung des Testwagens lag, der offensichtlichen Lieblings-„Farbe“ der Mar­ke. Parkt man freilich direkt neben dem Vorgänger, zeigt sich, dass die Zweit­auflage viel schnittiger und kantiger gezeichnet ist. In Sachen Raumangebot sind die Fortschritte marginal: Es gibt nun etwas weniger, aber dennoch genug Innen­breite, dazu wuchs der Basis-Kofferraum um 10 Liter, und der maximal-Wert schrumpfte genau um diesen Wert.

Weil der Q5 leichter wurde, braucht er nun weniger Sprit, beim getesteten Zwei­liter-Diesel mit 190 PS beträgt die Ersparnis laut Werk im Vergleich zum Vorgänger mit 177 PS immer­hin einen ganzen Liter. Was unser mit 20 Zoll-Winterrädern be­stückter Test­wagen freilich nicht ganz schaffte. Dafür wirkt der Neue in vielen klei­nen Details um das entscheidende Quäntchen moderner und souveräner. Nicht ganz das hohe Niveau des Vorgängers erreicht der frische Q5 in Sachen Verar­bei­tung, das könnte am neuen Produktionsstandort Mexico liegen. Kein Kauf­hin­dernis – im Gegenteil, den südamerikanischen „Schurkenstaat“ sollte man in Zeiten wie diesen besonders unterstützen.

Motor & Getriebe – Der gut gedämmte Vierzylinder-Diesel ist kräftig genug, die Doppelkupplungs-Automatik verwaltet die sieben Fahrstufen gekonnt, schaltet im Normal-Modus früh hoch und bietet auch eine angenehme Kriech-Funktion.

Fahrwerk & Traktion – Mit optionaler Luftfederung (samt adaptiven Dämpfern) mehr als genug Komfort, dennoch für die Größe recht agil zu bewegen – die Lenkung ist recht direkt und durchaus präzise. Keine Tücken im Grenzbereich. Tadellose Bremsen, Traktion selbstredend 1A.

Stock & Stein – Mit optionaler Luftfederung mehr Bodenfreiheit für Feldweg & Co., ein echtes Offroad-Tier wird er Q5 nie – dazu fehlen Sperren und Getriebereduktion.

Cockpit & Bedienung – 1A-Sitzposition, ärgerfreie Handhabung, allein die Menüs des zentralen Bedien­systems über Dreh-und-Drück-Regler und optionales Touchpad sind etwas ver­schachtelt. Genug Ablagen, mäßige Übersicht nach hinten.

Innen- & Kofferraum – Mit Ausnahme der Kopffreiheit hinten alle Innenmaße überm Klassen-Schnitt. Rück­­sitzlehnen 2:1:2 umlegbar (Boden dann nicht mehr ganz eben). Gegen Auf­preis: Fondbank längsverschiebbar und mit verstellbaren Lehnen. Serienmäßi­ge E-Heckklappe öffnet sehr weit. Kofferraum groß und gut nutzbar, seitlich mit Verzurr-Gurten und -Netzen.

Dran & Drin – Dem Kaufpreis keineswegs angemessene Serien-Mitgift, dafür gibt es eine Unzahl an Extras, teilweise in Paketen. Haptik tadellos, Verarbeitungsqualität im Detail verbesserungswürdig.

Schutz & Sicherheit – Ordentliches Sicherheitssystem serienmäßig, gegen Aufpreis sind fast alle gängi­gen Assistenzsysteme lieferbar.

Sauber & Grün – Praxis-Verbrauch mit 20 Zoll-Winterreifen fernab der Werksangabe. Start/Stopp des Testwagens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nie im Einsatz.

Preis & Kosten – Etwas teurer als BMWs X3, aber deutlich billiger als der Mercedes GLC, Nicht-Pre­mium-SUV gibt es viel günstiger. Mäßiger Garantie-Umfang gegen Aufpreis verlän­gerbar. Plus dichtes Werkstatt-Netz, lange Service-Intervalle, gute Werthal­tung.

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Hohe Bedienfreude, nobles Ambiente – Navi, Leder und das feine „Virtual Cockpit“ kosten freilich extra. Der Fahrersitz (hier die optionale Sport-Variante) lässt sich drei Zentimeter tiefer absenken als beim Vorgänger.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nein, der neue Audi Q5 fällt kaum auf im Straßenbild. Was nicht nur an der silber­nen Lackierung des Testwagens lag, der offensichtlichen Lieblings-„Farbe“ der Mar­ke. Parkt man freilich direkt neben dem Vorgänger, zeigt sich, dass die Zweit­auflage viel schnittiger und kantiger gezeichnet ist. In Sachen Raumangebot sind die Fortschritte marginal: Es gibt nun etwas weniger, aber dennoch genug Innen­breite, dazu wuchs der Basis-Kofferraum um 10 Liter, und der maximal-Wert schrumpfte genau um diesen Wert. Weil der Q5 leichter wurde, braucht er nun weniger Sprit, beim getesteten Zwei­liter-Diesel mit 190 PS beträgt die Ersparnis laut Werk im Vergleich zum Vorgänger mit 177 PS immer­hin einen ganzen Liter. Was unser mit 20 Zoll-Winterrädern be­stückter Test­wagen freilich nicht ganz schaffte. Dafür wirkt der Neue in vielen klei­nen Details um das entscheidende Quäntchen moderner und souveräner. Nicht ganz das hohe Niveau des Vorgängers erreicht der frische Q5 in Sachen Verar­bei­tung, das könnte am neuen Produktionsstandort Mexico liegen. Kein Kauf­hin­dernis – im Gegenteil, den südamerikanischen „Schurkenstaat“ sollte man in Zeiten wie diesen besonders unterstützen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der gut gedämmte Vierzylinder-Diesel ist kräftig genug, die Doppelkupplungs-Automatik verwaltet die sieben Fahrstufen gekonnt, schaltet im Normal-Modus früh hoch und bietet auch eine angenehme Kriech-Funktion. Fahrwerk & Traktion - Mit optionaler Luftfederung (samt adaptiven Dämpfern) mehr als genug Komfort, dennoch für die Größe recht agil zu bewegen – die Lenkung ist recht direkt und durchaus präzise. Keine Tücken im Grenzbereich. Tadellose Bremsen, Traktion selbstredend 1A. Stock & Stein - Mit optionaler Luftfederung mehr Bodenfreiheit für Feldweg & Co., ein echtes Offroad-Tier wird er Q5 nie – dazu fehlen Sperren und Getriebereduktion. Cockpit & Bedienung - 1A-Sitzposition, ärgerfreie Handhabung, allein die Menüs des zentralen Bedien­systems über Dreh-und-Drück-Regler und optionales Touchpad sind etwas ver­schachtelt. Genug Ablagen, mäßige Übersicht nach hinten. Innen- & Kofferraum - Mit Ausnahme der Kopffreiheit hinten alle Innenmaße überm Klassen-Schnitt. Rück­­sitzlehnen 2:1:2 umlegbar (Boden dann nicht mehr ganz eben). Gegen Auf­preis: Fondbank längsverschiebbar und mit verstellbaren Lehnen. Serienmäßi­ge E-Heckklappe öffnet sehr weit. Kofferraum groß und gut nutzbar, seitlich mit Verzurr-Gurten und -Netzen. Dran & Drin - Dem Kaufpreis keineswegs angemessene Serien-Mitgift, dafür gibt es eine Unzahl an Extras, teilweise in Paketen. Haptik tadellos, Verarbeitungsqualität im Detail verbesserungswürdig. Schutz & Sicherheit - Ordentliches Sicherheitssystem serienmäßig, gegen Aufpreis sind fast alle gängi­gen Assistenzsysteme lieferbar. Sauber & Grün - Praxis-Verbrauch mit 20 Zoll-Winterreifen fernab der Werksangabe. Start/Stopp des Testwagens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nie im Einsatz. Preis & Kosten - Etwas teurer als BMWs X3, aber deutlich billiger als der Mercedes GLC, Nicht-Pre­mium-SUV gibt es viel günstiger. Mäßiger Garantie-Umfang gegen Aufpreis verlän­gerbar. Plus dichtes Werkstatt-Netz, lange Service-Intervalle, gute Werthal­tung.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1492080643219{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1492080229053{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Hohe Bedienfreude, nobles Ambiente – Navi, Leder und das feine „Virtual Cockpit“ kosten freilich extra. Der Fahrersitz (hier die optionale Sport-Variante) lässt sich drei Zentimeter tiefer absenken als beim Vorgänger.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32470ceb-f166"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1968 ccm, 190 PS (140 kW) bei 3800–4200/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 1750–3000/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.),…

7.6

FAZIT

Diesem SUV kann man nichts vorhalten – außer seinen Preis.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : Sei der Erste !
8

R4, 16V, Turbo, 1968 ccm, 190 PS (140 kW) bei 3800–4200/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 1750–3000/min, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (bel.), L/B/H 4663/1893/1659 mm, Radstand 2819 mm, 5 Sitze, Wendekreis 11,7 m, Reifendimension 235/60 R 18 (Testwagen-Bereifung Pirelli Scor­pion 255/45 R 20), Tankinhalt 65 l (Ad Blue: 12 l), Reichweite 870 km, Koffer­raum­vo­lumen 550/610–1550 l, Leergewicht 1770 kg, zul. Gesamtgewicht 2440 kg, max. Anh.-Last 2400 kg, 0–100 km/h 7,9 sec, Spitze 218 km/h, Steuer (jährl.) € 919,44, Werk­stätten in Österreich 221, Service alle 30.000 km (mind. alle 2 Jahre), Normver­brauch (Stadt/au­ßerorts/Mix) 5,4/4,8/5,0 l, Testverbrauch 7,5 l Diesel, CO2 (Norm/Test) 132/197 g/km

Offroad-Daten (Normal-Version): Böschungswinkel v/h 25°/27°, Rampenwinkel 17°, Bodenfreiheit 208 mm, Wattiefe k.A.

Front- und Seitenairbags vorne, durchgeh. Kopfairbags, autom. Notruf, Müdigkeits-Erkennung, City-Notbremsassistent, Bi-Xenon-Licht, Klimaautomatik, Audiosystem mit 7 Zoll-Monitor und 8 LS sowie SD/USB/Aux-Schnittstelle, Bluetooth für Telefon und Audio, verstellbare Fahr-Modi, beheizb. E-Außenspie­gel, Innenspiegel autom. abblend., E-Heck­klappe mit Sensorsteuerung, Licht- und Regensensor, Multi­funktions-Lederlenkrad, el. Parkbremse, FB-Zentralsperre etc.

Spurwechsel-Assistent € 1051,–, Metallic-Lack € 1155,–, Tem­pomat 389,–, Radar-Tempomat mit Stop&Go € 1712,–, LED/Matrix-LED-Licht € 1545,–/2465,–, Luftfederung inkl. adaptive Dämpfer € 2531,–, el. Dämpfer € 1272,–, Virtual Cockpit € 649,–, Navi­ga­tion ab € 1946,– autom. Fernlicht € 195,–, Seitenairbags h € 469,–, Akustik-Vergla­sung € 196,–, B&O-Sound € 1481,–, Außenspiegel el. klappb./aut. abblend. € 292,–/448,–, Einparkhilfe h/v+h € 585,–/1012,–, Einpark-Automatik €1363,–, Rückfahrkamera € 584,–, Holz-De­kor € 272,–, klimatisierte Getränkehalter € 196,–, Head Up-Display € 1272,–, Verkehrszeichen-Erkennung € 389,–, Lederpolsterung ab € 1233,–, E-Vor­der­sitze € 992,–, Sitz­heizung v/v+h € 468,–/896,–, Fondbank verschieb. und mit ver­stellb. Lehnen € 454,–, Panorama-Glasdach € 1934,–, Aluräder 19/20 Zoll ab € 1233,–/2272,–, schlüsselloser Zugang € 1234,– etc.

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